Opel Astra GSI auf den letzten Testrunden

15. Dezember 2015
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Aktuelles

„Badge Engineering“ ist eine wirtschaftlich sehr reizvolle Variante für Autohersteller in großen Konglomeraten, neue Modelle auf den Markt zu bringen ohne damit selbst allzu viel Arbeit zu haben. Dementsprechend wurde es schon oft gemacht (Chrysler-Modelle bei uns als Lancia verkauft z.B.) und wird auch weiterhin betrieben. Zum Beispiel bei Opel und Buick.

Was bei uns nämlich als Opel Astra verkauft wird, kann in anderen Märkten (in diesem Fall China) als Buick Verano erworben werden. Und nicht immer sind die Zeitpläne beider Badge-Engineering-Partner vollkommen synchron. Während also bei uns noch die letzten Testrunden mit zugegeben wenig verhüllten Astra GSi absolviert werden – siehe die Bilder unserer US-Kollegen von Motor1.com – wurde in China, auf der Guangzhou Motor Show , bereits mit dem Verano GS das vermutlich recht finale Kleid und Interieur hergezeigt.

Allerdings auch nur das Design. Während der GS in China nämlich mit seinem 1,5 Liter Motor „gerade mal“ 168 PS auf die Straße bringt, dürfte der GSI deutlich mehr Schmalz im Gepäck haben. So liegt die Vermutung nahe, dass der selbe 2,0 Liter Ecotec-Motor zum Einsatz kommen wird, den man bereits aus anderen Opel-Modellen, wie etwa dem Insignia, kennt. Dort ist er für 250 PS und satte 400 NM Drehmoment gut. Das würde auch dem Astra sicher gut stehen, ließe aber immer noch Raum für einen eventuellen OPC-Ableger, der sich dann mit Ford Focus RS und Co. anlegen darf. Mehr wissen wir dann hoffentlich ab März, wenn der Autosalon in Genf über die Bühne geht.

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