Premiere: Maserati MC20

10. September 2020
1.615 Views
Aktuelles

Momentan gehts rund im Hause Maserati: Nach der Vorstellung des scharfen Trofeo-Trios im August, folgt nun der echte Kracher. Der Supersportwagen MC20 wurde gestern offiziell vorgestellt – coronabedingt nur online wohlgemerkt. MC steht für „Maserati Corse“ und 20 für das Jahr seiner Premiere, er ist der Nachfolger des legendären MC12 aus dem Jahr 2004 und somit der erste Supersportler der Italiener seit rund 15 Jahren. Vorgestellt wurde der 20er als Coupé, eine Cabrio-Version soll folgen – und auch eine Elektro-Variante.

 

Das Herz des MC20 ist jedoch vorerst ein laut Maserati komplett selbst entwickelter und autonom hergestellter, genau drei Liter großer V6 Twin-Turbo-Motor. Getauft wurde er auf den Namen „Nettuno“, er liefert 630 PS und 730 Newtonmeter Drehmoment. Besonders stolz ist man auf ein patentiertes Zündsystem, das der Hersteller Maserati Twin Combustion nennt. Technisch gesehen handelt es sich hierbei um eine Doppelzündung mit passiver Vorkammer, der Einspritzdruck beträgt 6 Bar (für eingefleischte Technik-Fans: Das System erinnert ein wenig an die Vorkammereinspritzung bei alten Dieselmotoren). Das Fahrzeug ist – wie es sich für einen echten Renner gehört – mit einer Trockensumpfschmierung ausgestattet. Einhundert Stundenkilometer hat der MC20 in unter 2,9 Sekunden erreicht, 200 in 8,8. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 325 km/h., die Kraftübertragung erfolgt über ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe.

Besonders stolz ist man bei Maserati darauf, dass das Fahrzeug zu 100 Prozent in Italien entwickelt wurde und auch dort gefertigt wird. 97 Prozent aller dynamischen Test wurden über ein mathematisches Modell beziehungsweise über eine Computersimulation durchgeführt, erst abschließend ging es zum Feinschliff auf die Rennstrecke. Die Aerodynamik wurde in mehr als 2000 Arbeitsstunden im Windkanal entwickelt, der CW-Wert beträgt unter 0,38.

Außen gibt sich der MC20 clean und scharf gezeichnet, die Flügeltüren sind da schon nicht mehr so zurückhaltend. Auch die 20 Zoll großen Felgen fallen richtig auf. Für das Design ist übrigens das hauseigene Design-Büro „Maserati Centro Stile“ verantwortlich.

 

Der Innenraum wirkt puristisch: Es gibt nur wenige Knöpfe und Schalter, dafür eine Schale für induktives Handyladen, zwei 10,25-Zoll-Bildschirme und die volle Smartphone-Anbindung über die Maserati Connect App.

Lackiert wird der MC20 in sechs exklusiven Farben „Bianco Audace, Giallo Genio, Rosso Vincente, Blu Infinito, Nero Enigma und Grigio Mistero“. Auf gut Deutsch: Es wird ihn in Weiß, Gelb, Rot, Blau, Schwarz und Grau geben.

 

Bestellungen werden ab sofort zu noch unbekannten Preisen entgegengenommen,  der Produktionsstart ist für Ende des Jahres im legendären Maserati-Werk „Viale Ciro Menotti“ geplant. 

1 Kommentare

  1. Dass man das noch erleben darf….in Zeiten von Downsizingschwachsinn, Batteriehysterie und Hybriddiktatur steigt Maserati wie der Phönix aus der Asche und beschert uns ein wunderbares Auto zum Träumen. Grazie!

Kommentar abgeben