Probesitzen in Paris: Honda Civic

30. September 2016
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Aktuelles

dsc_0652Man könnte sagen, er sei erwachsen geworden, der Kompakte von Honda, aber irgendwie täte man ihm damit unrecht. Ja, der letzte war vielleicht ein wenig sehr „mutig“ was das Design angeht, deswegen aber freilich nicht schlecht. Ob sich der neue nun ebenso gut fährt, können wir erst zu seiner Markteinführung Anfang 2017 sagen, aber zumindest können wir schon mal ein wenig darüber plaudern wie es sich drin sitzt: Gemütlich. Am Fahrersitz fällt der Blick auf komplett aus LCDs bestehende aber doch fast klassische Armaturen, während die Hände ein Knopferlreiches Volant umfassen dürfen. Ganz natürlich gelingt auch die Handbewegung auf den Schaltknauf – Ergonomie passt. Auch in Reihe Zwei sitzt man als Durchschnittseuropäer noch gut. Der Kofferraum dürfte im Alltags-Klassenschnitt aber nicht ganz oben mitspielen. Das recht „dynamisch“ gezeichnete Heck nimmt hier nach oben Platz weg. Sehr kreativ fanden wir hingegen die „Hutablagen-Lösung“: Diese besteht nämlich zur Hälfte aus einem Tuch, das im Auto zur Seite nach aufgerollt werden kann, die andere Hälfte verbleibt fix am Kofferraumdeckel. Irgendwie sind diese Civics halt doch immer etwas „anders“.

 

Doch zurück ans Steuer: Erfreulich war, dass sich Sitzposition und Schaltwege schon jetzt etwas sportlich anfühlen, auch wenn erstere freilich lange nicht so kurz und knackig sind wie im aktuellen Type R. Apropos Type R: Auch der stand als Studie schon in seiner nächsten Version in Paris und wird auch bereits fleißig entwickelt, Erlkönigsichtungen bestätigen das. Diese hatten übrigens auch schon die drei Endrohre, die nun auch das Konzeptauto ziert. Offensichtlich scheinen diese es also tatsächlich in die Serie zu schaffen. Etwas übertrieben, finden wir … aber zu dem erneut riesigen Flügel passts dann ja schon wieder irgendwie dazu. Wer es gern etwas dezenter hat, kann auch zum Type S greifen – ebenfalls in Paris gezeigt. Der hat nur zwei Endohre in der Mitte der etwas weiter nach unten gezogenen Schürze und gibt sich auch sonst etwas weniger schreierisch.

 

In Sachen Antrieb sind bis dato zwei Motoren bestätigt: ein dreizylindriger 1,0 Liter VTEC Turbo und ein 1,5 Liter VTEC Turbo mit vier Töpfen. Der erste stämmt 129 PS und maximal 200 NM, der größere 184 PS und bis zu 240 NM Drehmoment. Verwaltet wird die Power entweder manuell oder über ein stufenloses CVT Getriebe.

Zum Schluss sei noch erwähnt: In Paris stand der Civic sowohl als Hatchback, als auch als Limousine (ausschließlich mit dem Vierzylinder, später soll aber ein 1.6 Liter i-DTEC Motor nachgereicht werden). Auch diese kommt wohl nach Österreich.

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