Renault enthüllt den neuen Grand Scenic

14. September 2016
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Aktuelles

Schon der „kleine“ Scenic ließ bei seiner Vorstellung im März durchaus aufhorchen: so schnittig hat schon lange kein Minivan mehr ausgesehen. Bei seinem großen Bruder, dem Grand Scenic, den Renault nun vorgestellt hat, ist die Überraschung somit nicht mehr ganz so groß, dass auch dieser ziemlich dynamisch gezeichnet wurde. Dabei wirkt er durch die zusätzliche Länge sogar noch etwas sportlicher als der kleine Scenic. Beide arbeiten hier aber freilich mit einem optischen Trick: Schwarzen Säulen und Dach. Auch die serienmäßigen 20 Zoll Felgen (montiert werden effizienz-freundliche 195/55er-Reifen) tun freilich ihr übriges zum dynamischen Auftritt. Das Ergebnis kann zumindest optisch jedenfalls überzeugen. Doch weiter zur Technik:

16575-renault_81507_global_frWie schon sein Vorgänger ist auch die Neuauflage des geräumigen Kompaktvans als Fünf- und Siebensitzer erhältlich. Dabei wächst der Franzose allerdings bei Länge und Radstand um 6,2 beziehungsweise 3,2 Zentimeter. Das kommt vor allem dem Innenraum zu Gute. Gegenstände mit einer Länge von bis zu 2,85 Meter finden Platz im Grand Scenic, der über ein maximales Kofferraumvolumen von 1.901 l verfügt. Da sind die clever untergebrachten Schub- und Unterbodenladen im Fußraum der hinteren Sitzreihen noch gar nicht mitgerechnet. Zudem wurde der Grand Scenic etwas verpasst, das Renault „Modulares Easy-Folding“ getauft hat (rechts). Damit können die Rückbanklehnen sowie die optionalen Einzelsitze in der dritten Reihe einzeln oder zugleich per Fingertip im Boden versenkt werden.

Auch bei der Sicherheit wurde fleißig zugelegt: ein Notbremsassistenz-System mit Fußgängererkennung ist Serie, darüber hinaus warten sowohl ein aktiver Spurhalteassistent als auch eine Müdigkeitserkennung – unter anderem. Zum Markstart bietet Renault für den Grand Scénic zwei Turbobenzin- und vier Turbo-dieselmotoren an, die zwischen 81 kW/110 PS und 118 kW/160 PS leisten. Start-Stop ist bei allen Serie. In Sachen Benzinmotoren stehen der TCe 115 und ENERGY TCe 130 zur Wahl, jeweils mit 6-Gang-Schaltgetriebe. Bei den Dieseln warten hingegen der dCi 110 mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder 7-Gang-Doppelkupplungs­getriebe EDC, der 130 mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder der dCi 160 EDC mit Twin-Turbo-Technik und 6-Gang-Doppel­kupplung. Anfang 2017 kommt dann noch der dCi 110 Hybrid-Assist hinzu: Er verfügt über einen so genannten Riemenstarter-Generator anstelle der Lichtmaschine, der den Vierzylinder insbesondere beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen unterstützt.

Marktstart für den neuen Grand Scénic ist Anfang 2017 zum Preis ab 22.190 Euro.

5 Kommentare

  1. 20 Zoll Felgen…wem das wohl eingefallen ist? *kopfschüttel*

    MfGJ

  2. Die 20Zöller an sich find ich nicht so schlimm – nur sind das vermutlich keine Felgen „von der Stange“ und auch die Reifen werden spezielle Modelle sein, die nur von einem Hersteller angeboten werden.
    Schaut so aus, als wolle man es dem Kunden immer schwieriger bis unmöglich machen, Teile/Zubehör von 3. Herstellern zu kaufen.
    lg
    Olli

    • Genau das meinte ich, Olli.
      Die 195/55-20er gibt es als Sommerreifen derzeit nur von Conti und Goodyear, als Winterreifen auch noch einen Michelin.

      Und der Conti Sommerreifen kostet auf reifendirekt.at 148,80 pro Stück, während der gleiche Reifen in der Dimension 205/55-16 67,30 kostet…und ich glaube nicht, dass sehr viele Autohersteller dem Unfug von Renault folgen werden. Daher wird diese Reifendimension wohl exotisch bleiben.

      MfGJ

  3. Na bitte, Conti, Goodyear und Michelin – haben wir ja eh DREI Hersteller … raunz net, kauf ;P
    Wo gibt es „Zubehörfelgen“ und was kosten die im Vergleich zu gängigen Felgen?
    lg
    Olli

  4. Ich glaube (hoffe inständig!) dass 20-Zöller nicht zum Standard für Familien- und Kompakt-Autos werden – die sind eigentlich ein Design-Schmäh, um das Riesenkastl nicht so hoch und wuchtug aussehen zu lassen.
    Kosten? Aufbewahrungsplatz?? Gewicht??? Oder gehen die davon aus, dass sich unsere Gesellschaft dahingehend verändert, dass wir unsere Reifen sowieso nur mehr in der Werkstatt wechseln und gleich aufbewahren…?
    lg
    Rolex

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