Richtig herum falsch: Briten in Spanien

23. Oktober 2017
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Aktuelles

Linksverkehr ist für uns Zentraleuropäer immer ein bisschen eigenartig und exotisch – dabei gilt er in 59 Ländern dieser Erde. Am häufigsten kommen wir vermutlich beim London-Urlaub mit der straßenverkehrsmäßigen Eigenart in Berührung. Nicht wenige Urlauber sagen danach, dass sie in England wirklich nur ungern Autofahren würden. Umgekehrt könnte es allerdings anders sein: die Briten dürften sich mit ihrer Sonderstellung innerhalb Europas abgefunden haben und fahren auch gerne auf der ihnen unvertrauten Fahrspur.

Wie eine spanische Unfallstatistik zeigt, haben die Inselaner damit aber ihre Probleme. Schätzungsweise 200.000 Briten fahren allein in Spanien jedes Jahr auf der falschen Seite und gefährden damit sich und die restlichen Verkehrsteilnehmer. Das Versicherungsunternehmen Churchill hat errechnet, dass rund zwei Prozent der Touristen aus Großbritannien auf der für sie üblichen Seite fahren. Die Studie hat auch ergeben, dass fast die Hälfte aller Feriengäste keine Ahnung über landesspezifische Verkehrsregeln haben. Auch die steigende Gefahr durch Ablenkungen durch das Infotainmentsystem zeigt sich.

Dass so viele Fahrer im Urlaub auf der falschen Seite unterwegs sind, ist besorgniserregend. Es ist ein Glück, dass es nicht mehr Unfälle deswegen gibt. Das Problem ist, dass die Leute davon ausgehen, dass es in Großbritannien und auf dem europäischen Festland nur wenige Unterschiede gibt – aber die Verkehrsregeln sind auf dem gesamten Kontinent sehr unterschiedlich, so Steve Barrett, Leiter der Churchill Autoversicherung.