Scheinbar unlösbares Problem mit Seat Altea – gekürzte Fassung auch an die Redaktion geschickt

23. Juli 2017
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Hallo zusammen!

Nachdem mein im Juni 2008 gekaufter Altea 1.4 TSI Stylance nach Überwindung der Probleme zu Anfang (EPC-Lampe leuchtet unvermittelt auf und das Auto hat keine Leistung auf Garantie beseitigt) überwunden hatte, folgten 7 völlig problemlose Jahre (garniert nur durch Reparaturen an der Karossiere, die ich selbst zu verantworten hatte).

Am 12.6.2015 musste ich dann anlässlich der Pickerlüberprüfung hinten 2 Federn austauschen lassen, die gebrochen waren, Kostenpunkt 270 Euro. Kilometerstand 111.292.

Im Juli 2015 später meldete sich die Airbagkontrollleuchte, kostete 20 Euro. KM-Stand 113.500.

Aber 2016 gings dann richtig los: zunächst leuchtete die EPC-Kontrolle auf und das Auto fiel ins Notlaufprogramm (= keine bzw. kaum Leistung), verschwand aber wieder, am 30.1. bei 121.740 und am 3.2. bei 121.800.

Eben aus diesem Grund fuhr ich dann am 9.6.2016 in die Werkstatt, dort wurde das Gaspedal eingestellt und einige andere Arbeiten, Kostenpunkt 327,36 Euro. KM-Stand 127.296.

Fünf Tage später bei KM 127.400 leuchtete die Kontrolle wieder, aber diesmal kam ich mit 10 Euro für irgendein Kleinteil über die Runden.

Am 21.7.2016 leuchtete die Kontrolle wieder, diesmal wurde das Steuergerät ersetzt, wobei ich nur den Preis für das Gerät selbst bezahlen musste, waren 649,12 Euro bei KM-Stand 131.309.

Am 30.8.2016 bei KM-Stand 133.062 waren dann die Bremsscheiben und -klötze vorne fällig (ok, Verschleißteil, aber trotzdem gerade in diesem Jahr) 349,69 musste ich abdrücken.

2017 gings dann munter weiter…Anfang des Jahres kam es immer wieder vor, dass sich die rechte hintere Tür nicht öffnen liess, bis sie schließlich Ende März völlig den Dienst verweigerte.

Am 28.3. fuhr ich dann in die Werkstatt, dort wurde außer dem Türschloss auch der mittlere Auspufftopf getauscht, der durch war…inklusive eines Klimaservice waren 928,64 Euro zu löhnen. KM-Stand 141.950.

Ende Mai leuchtete dann die Reifendruckkontrolle auf, ich fuhr zum Reifenservice, dort wurde aber nichts gefunden. KM 144.320.

Zwei Wochen später neuerlich, diesmal wurde genauer nachgesehen, im rechten Hinterreifen fand sich ein Nagel…Kostenpunkt insgesamt 23 Euro. KM Ok, kann das Auto nichts für. Ärgerlich ists trotzdem.

Die linke hintere Tür lässt sich – analog zu ihrer Kollegin auf der anderen Seite im Vorjahr – nur mehr dann von außen öffnen, wenn sie will.

Am 12.6.2017 bei KM-Stand 144.420 leuchtete dann die EPC-Leuchte wieder auf, verschwand aber wieder und wir fuhren am 17.6.2017 mit dem Auto in den Urlaub. Bei der Rückreise, 20 Kilometer von daheim leuchtete die Lampe wieder auf, aber wir konnten im Notlaufprogramm nach Hause fahren. KM 146.100. Termin für 11.7.2017 in der Werkstatt vereinbart.

Am 8.7.2017 leuchtete die EPC-Kontrolle wieder auf, und diesmal ließ sich der Wagen nicht im Notlaufprogramm weiterfahren, sondern verlor total die Leistung und ich konnte mit Müh und Not die vielleicht knapp 100 Meter bis zur Garage fahren. Auch die Abgaskontrollleuchte meldete sich.

Und weils grad so schön ist, meldete sich auch die Reifenkontrollleuchte wieder zu Wort, ich dachte, das hängt sicher mit der Elektronik zusammen, fuhr aber trotzdem am 10.7. zum Reifenservice und siehe da, es war wieder ein Metallteil im Reifen – diesmal links hinten. Kosten etwa 23 Euro. KM 146.450

Zwei Tage sprang der Wagen, als ich vom Reifenservice wegfahren wollte, nicht an. Ein tickendes Geräusch, wie es z.B. der Blinker macht, war zu hören und es machte nur „KRRRRRRRRRRR…“! Der Arbeiter, der auch den Reifen repariert hatte, erbarmte sich meiner und gab mir Starthilfe.

Am 11.72017 habe ich einen Termin in der Werkstätte, bin mir aber nicht einmal sicher, ob ich es überhaupt dorthin schaffe, weil ich nicht weiß, ob das Auto anspringt.

Nachdem ich die Karre mittels Starthilfekabel zum Laufen gebracht hatte, fuhr ich in die Werkstatt.Es wurde mir mitgeteilt, dass die Batterie getauscht und sonst kein Fehler gefunden wurde. Kosten 250 Euro.

Jetzt hab ich das Problem, das ich ein Auto besitze, dass karosseriemäßig trotz seiner mehr als 9 Jahre optisch gut dasteht, mir aber die Haare vom Kopf frisst, vor allem aber meine Nerven über Gebühr strapaziert mit den ständigen Werkstattbesuchen.

Am 22.7.2017 leuchteten wieder die EPC- und die Abgaskontrollleuchte auf und das Auto fiel ins Notprogramm.

Wie es derzeit aussieht, wird mir nichts anderen übrig bleiben, als das Auto zu verschrotten, privat verkaufen kann ich es nicht, mit dem Defekt kauft es keiner und Verschweigen würde zweifellos den Tatbestand der arglistigen Täuschung erfüllen, und auch Eintauschen dürfte schwierig sein, da sich jeder Händler schön bedanken würde.

Beim Überholen könnte ein Auftreten des Defektes lebensgefährlich sein.

Falls jemand einen Tipp hat, wo ich einen spitzenmäßigen Autoelektriker finde, immer her damit.

Fazit: eindeutig im Frühjahr 2015 den Absprung verpasst.

Keine Ahnung, wie es weitergehen soll.

MfG Hans und vielen Dank an alle, die es sich angetan haben, bis zum Schluss zu lesen. 😉

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