Skoda Rapid: Nachfolger heißt Scala – erste Infos

24. Oktober 2018
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Aktuelles

Ein praktischer, moderner und besonders sicherer Kompakter mit allen bekannte Skoda-Stärken – das soll der neue Skoda Scala alles können. Er ersetzt den mäßig erfolgreichen Skoda Rapid, soll das erste Outing von Skodas neuer Designsprache werden und noch in der ersten Jahreshälfte 2019 auf den Markt kommen. Als Plattform dient der aktuelle, modulare Querbaukasten von VW, Typ A0. Auf diesem basieren unter anderem auch der aktuelle VW Polo, der neue Audi A1 und der Seat Arona basieren.

Mit Außenmaßen von 4.362 Millimeter, 1.793 Millimeter Breite und 1.471 Millimeter Höhe ist er rund 6 cm länger, 9 cm breiter und 1 cm höher als der Rapid. Der Radstand beträgt 2.649 Millimetern. Mit diesen Daten kommt er dem Octavia schon recht nahe – das zeigt sich auch innen. Skoda selbst gibt für den Fond eine Kniefreiheit von 73 Millimetern an und eine Kopffreiheit von 982 mm an – damit ist der „Kleine“ gleichauf bzw. nach oben hin sogar etwas geräumiger als sein vermeintlich großer Bruder. Nur bei der Ellbogenfreiheit muss er sich mit 1.425 Millimeter (Octavia: 1.449 Millimeter) knapp geschlagen geben. Beim Kofferraum sprechen die Tschechen von 467 bis maximal 1.410 Litern Volumen – ebenfalls deutlich mehr als beim Rapid.

Darüber hinaus verbauen die Skoda-Techniker viel Hightech … wenn auch meist gegen Aufpreis: Voll-LED-Scheinwerfer und Heckleuchten (erstmals bei Skoda mit dynamischen Blinkern), eine schwenkbare Anhängerkupplung mit elektrischer Entriegelung, eine E-Heckklappe und ein 10,25 Zoll (ca. 26 cm) großes Virtual Cockpit sowie einen bis zu 9,2 Zoll (ca. 23 cm) großen Touchscreen für das Internetfähig Infotainment-System samt „over the air“ Updatefunktion etwa. Zudem sollen Scala-Fahrer ihr Auto mit dem Mobiltelefon ver- und entriegeln können und sich darüber freuen, dass ihr Auto dank eingebauter eSIM zu jeder Zeit mit LTE-Geschwindigkeit online ist.

 

Natürlich kann der Scala aber nicht nur „Internet“, sondern auch fahren. Drei Benziner sowie ein Diesel werden zum Start angeboten – ein Erdgas-Antrieb soll im Laufe des Jahres 2019 folgen. Skodas O-Ton zu den Motoren:

Der 1,0 TSI mit 70 kW (95 PS) gibt seine Kraft über ein manuelles 5 Gang Getriebe ab. Der 1,0 TSI mit 85 kW (115 PS) ist serienmäßig mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe oder auf Wunsch mit einem automatischen 7-Gang-DSG bestückt. Top-Benzinmotorisierung des ŠKODA SCALA ist der 1,5 TSI. Der Vierzylinder leistet 110 kW (150 PS) und kommt serienmäßig mit einem manuellen 6 Gang Getriebe, auf Wunsch ist auch ein 7-Gang-DSG erhältlich. Alle Benzinmotoren sind mit Ottopartikelfilter ausgestattet.

 

Der 1,6 TDI mit vier Zylindern mobilisiert 85 kW (115 PS) und stemmt ein Drehmoment von 250 Nm auf die Kurbelwelle. Ein SCR-Katalysator mit AdBlue-Einspritzung sowie Dieselpartikelfilter gehören zum Serienumfang. Er erfüllt auch die Abgasnorm Euro 6d-TEMP. Der sparsame Selbstzünder ist serienmäßig mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe gekoppelt, das 7 Gang-DSG ist optional erhältlich.

 

Die umweltschonende Möglichkeit, den neuen ŠKODA SCALA zu fahren, bietet der 1,0 G-TEC. Der Dreizylinder ist hauptsächlich auf den Betrieb mit Erdgas (CNG) ausgelegt, bei dem weniger CO2  und NOx-Emissionen anfallen als bei herkömmlichen Kraftstoffen. Nachdem das getankte Erdgas aufgebraucht ist, lässt sich der Motor auch mit Benzin betreiben. Die neueste Version des CNG Triebwerkes verfügt über 66 kW (90 PS), die Kraftübertragung erfolgt ausschließlich per manuelles 6-Gang-Getriebe.

An Bildern hat Skoda fürs Erste nur Teaser-Bilder und die Erlkönig-Fotos weiter oben veröffentlicht. Allerdings versprechen die Designer, dass der Scala sich dann wohl stark am VISION RS Konzeptauto (unten) anlehnen wird, dass in Paris die neue tschechische Design-Ära einläuten sollte und bereits so manche Köpfe verdreht hat. Rein von den Proportionen des Scala dürfte es bei ihm dann optisch zwar deutlich weniger dynamisch zugehen, aber eventuelle Hoffnung auf einen wirklich schicken Kompakten sind hier definitiv nicht grundlos.

Profilbild von Johannes Posch

Filme, Videospiele, Technik, Autos, Speis und Trank ... meine Interessen lesen sich wie das 1x1 der Männer-Klischees. Aber so bin ich nun mal. ;) Und das zeigt sich auch in meinem bisherigen Werdegang: Hotelfachschule, dann Videospieljournalist (übrigens bis heute: www.gamers.at), anschließend einige Jährchen bei einer Unternehmensberatung und Digital-Marketing Agentur und nun also hier, bei Alles Auto. Hier darf ich seit Mai 2015 die Geschicke von allem das "online & digital" ist lenken und gestalten ... und "nebenbei" natürlich der Redaktion mit Tests, Fahrberichten und mehr meinen Stempel aufdrücken. Und dabei bin ich natürlich auch immer für Anregungen offen. Fragen und vor allem Anregungen sind also jederzeit willkommen. :)

1 Kommentare

  1. Profilbild von Hans

    Schade, dass Skoda den Rapid in der ursprünglichen Form nicht weiterführt (Fastback).
    Der war – abgesehen vom Namen 😉 ein wirklich gutes Auto. Nur preislich zu nahe am Octavia. Mit nur der Hatchback-Version wird er auch nur ein Auto von vielen sein. Aber Hauptsache 9 Zentimeter breiter.
    Außerdem sollte Skoda lieber schauen, dass sie endlich den kleinen SUV (der ursprünglich Polar hätte heißen sollen) rausbringen.
    Wahrscheinlich steht hier wieder einmal VW auf der Bremse.
    MfG J

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