Stellantis richtet seine Strategie bis 2030 neu aus. Auf dem Investor Day in Auburn Hills präsentierte der Konzern den Fünfjahresplan „FaSTLAne 2030“, der Investitionen von 60 Milliarden Euro umfasst. Ziel ist es, Wachstum und Profitabilität zu beschleunigen, das Markenportfolio klarer zu steuern und die globale Größe des Konzerns besser in Rendite umzusetzen.
Fokus auf starke Marken und profitable Segmente
Künftig will Stellantis Kapital und Entwicklungsaufwand stärker dort bündeln, wo Volumen, Marge und globale Skalierbarkeit zusammenkommen. Besonders im Mittelpunkt stehen Jeep, Ram, Peugeot, FIAT und die Nutzfahrzeugsparte Pro One. Rund 70 Prozent der Marken- und Produktinvestitionen sollen in diese Bereiche fließen. Die übrigen Marken bleiben Teil des Konzerns, sollen aber stärker auf gemeinsame Technik zurückgreifen und ihre jeweilige Identität klarer herausarbeiten. Damit verfolgt Stellantis einen Ansatz, der weniger auf Breite um jeden Preis und stärker auf Effizienz, Skaleneffekte und Wiedererkennbarkeit setzt. Auf der Produktseite plant Stellantis bis 2030 mehr als 60 Neueinführungen und 50 umfangreiche Modellpflegen. Die Antriebspalette bleibt dabei bewusst breit. Geplant sind 29 batterieelektrische Fahrzeuge, 15 Plug-in-Hybride oder Modelle mit Range-Extender, 24 Vollhybride sowie 39 Fahrzeuge mit Verbrenner- oder Mildhybridantrieb. Damit setzt Stellantis nicht ausschließlich auf reine Elektromobilität, sondern auf eine flexible Multi-Energy-Strategie. Der Konzern reagiert damit auf unterschiedliche Marktentwicklungen, regulatorische Vorgaben und Kundennachfrage in den einzelnen Regionen.
Mehr als 24 Milliarden Euro sollen in Plattformen, Antriebe und Software fließen. Ab 2027 will Stellantis zentrale Zukunftstechnologien wie STLA Brain, STLA SmartCockpit und STLA AutoDrive in die Serie bringen. Dahinter stehen eine neue vernetzte Elektronikarchitektur, moderne Bedienkonzepte und skalierbare Assistenz- sowie Automatisierungssysteme. Bis 2030 sollen 35 Prozent des weltweiten Volumens mindestens eine dieser Technologien nutzen. Gleichzeitig setzt Stellantis stärker auf Partnerschaften, unter anderem mit Leapmotor, Dongfeng, Tata, Jaguar Land Rover sowie Technologieunternehmen wie Qualcomm, NVIDIA, Wayve, Uber, Mistral AI und CATL. In Europa soll die Produktionskapazität um mehr als 800.000 Einheiten reduziert werden. Dadurch will Stellantis die Werksauslastung bis 2030 von 60 auf 80 Prozent erhöhen. Gleichzeitig soll die Entwicklungszeit neuer Fahrzeuge von bislang bis zu 40 Monaten auf 24 Monate sinken.
Mit „FaSTLAne 2030“ macht Stellantis deutlich, dass der Konzern seine Größe künftig konsequenter nutzen will: weniger Komplexität, klarere Prioritäten, schnellere Entwicklung und ein breites Antriebsangebot für unterschiedliche Märkte.
