Studie: Im Batteriemarkt entsteht eine Blase

22. März 2018
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Aktuelles

Wohin man sich dreht und wendet: Fast alle Automobilhersteller der Welt stellen ihre Weichen Richtung E-Mobilität. Bei all diesen E-Offensiven könnte man, vor allem nach den Geschichten rund um Versorgungsknappheit bei Tesla, auf die Idee kommen, dass es bald zu wenige Batterien für all die E-Autos geben wird. Doch laut einer Studie der Unternehmensberatung Berylls ist genau das Gegenteil der Fall. Ihnen zufolge gibt es bereits heute massive Überkapazitäten.

Denn nicht nur immer mehr spezialisierte Hersteller steigen in das Business ein. Auch die Hersteller selbst bauten bereits jetzt starke, eigene Kapazitäten auf. Das deckt sich auch mit unseren persönlichen Erfahrungen aus Gesprächen zum Beispiel mit Albrecht Reimold, Mitglied des Vorstands für Produktion und Logistik bei Porsche, der meinte, dass man wohl aktuell noch mit externen Partnern für Beschaffung und Montage zusammenarbeitet, zukünftig aber auch Konzern-interne Lösungen zurückgreifen wird.

Berylls meint in seiner Studie weiter, dass viele nicht ausgelastete Anbieter bald vom Markt verschwinden werden, die Schere in den nächsten Jahren dennoch weiter aufgehen wird. Schon 2021, so die Analysten, werde ein Drittel mehr Batterien produziert, als die Autoindustrie braucht. Als möglichen Weg aus der Misere für die Produzenten wird die Zweitverwertung ausgelauter Auto-Akkus angesehen. Lithium-Ionen-Batterien, die für ein Auto nicht mehr genug Speicherfähigkeit aufweisen, könnten als stationäre Energiespeicher ein zweites Leben bekommen. Auch in Traktoren oder Bergbaufahrzeugen könnten sie verwendet werden.

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