TEST: Abarth 595 Competizione 1,4 Turbo T-JET

13. Januar 2017
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Abarth
Klasse:Coupé
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:180 PS
Testverbrauch:6,9 l/100km
Modelljahr:2016
Grundpreis:26.700 Euro

Seit unglaublichen neun Jahren läuft der Fiat 500 bereits, gut ein Jahr nach der Premiere des kultig-knubbeligen Kleinwagens wurde der heiße Abarth-Ableger nachgeschoben. Und nachdem der kleine Italo-Dauerbrenner vor kurzem eine erste umfassende Modellpflege erfuhr, sind nun die Sport-Versionen mit dem Skorpion im Wappenzeichen dran. Im Test knöpften wir uns das Topmodell namens Competizione vor, bei dem die Leistung des 1400er-Turbos um satte 20 PS stieg. Besonders spürbar ist das Power-Upgrade im giftigeren Sport-Modus – vor allem der Durchzug wurde signifikant besser.

Neben optischen Modifikationen innen wie außen brachte das Facelift auch eine neue Multimedia-Generation, dafür war die Zeit schon wirklich reif. Nicht aufschlie­ßen auf aktuelles Klassen-Niveau konnten die Italiener sicherheitsseitig, da ist vor allem Hauptkonkurrent Mini viel besser aufgestellt. Allerdings ist der ähnlich kultige Brite in der letzten Generation in eine andere Klasse entwachsen – mit allen Vor- und Nachteilen. Nachgelegt hat das kleine Abarth-Topmodell leider beim Preis, der Competizione wurde um über 2000 Euro teurer, obwohl Xenon-Licht und Parksen­soren aus der Serienausstattung flogen.

Motor & Getriebe – Kaum spürbares Turboloch, bäriger Durchzug – trotz hoher Literleistung gefällt die Charakteristik des 1400ers. Der Klang sowieso, allein auf der Autobahn wünscht man sich mehr Ruhe und einen sechsten Gang für das über einen perfekt platzierten Hebel passabel schaltbare Getriebe.

Fahrwerk & Traktion – Ziemlich hart gefedert, da bleibt kaum Spielraum für Komfort. Dafür sehr hohe Kurventempi möglich, dabei keine Lastwechsel-Tücken. Vorderräder kämpfen dank optionalem Sperrdifferenzial erstaunlich selten um Grip, die feinfühle Traktions­kontrolle muss man aber bei jedem Motorstart neu aktivieren. Top-Bremsen, gut abgestimmte Lenkung.

Cockpit & Bedienung – Einfache Bedienung, das gilt auch fürs neue Multimediasystem. Sitze nicht in der Höhe, Lenkrad nicht in Reichweite verstellbar. Minus: wenig Ablagen, großer Wendekreis, geringe Reichweite, fummelige Lehnenverstellung.

Innen- & Kofferraum – Im (mühsam zu enternden) Fond ziemlich eng, wenig geräumig ist auch das Ladeabteil mit Stufe nach Umlegen der 1:1-Fondlehne.

Dran & Drin – Aus sportlicher Sicht tadellose Mitgift. Überschaubare Extra-Auswahl. Um 1550 Euro Aufpreis gibt’s ein (wenig empfehlenswertes) automatisiertes Getriebe, um 2000 Euro extra die Stoffdach-Version. Saubere Verarbeitung, Basis-Materialien mit Carbon & Alcantara aufgeputzt.

Schutz & Sicherheit – Unterdurchschnittliche Sicherheitsausstattung, weil die Sabelt-Schalensitze keine Seitenairbags vertragen – und es keine modernen Assistenzsysteme gibt.

Sauber & Grün – Verbrauch der Leistung angemessen, kein Start/Stopp-System beim Abarth.

Preis & Kosten – Preislich gleichauf mit dem Mini Cooper S, teurer ist ein vergleichbarer Audi A1, billiger der etwas schwächere DS3 aus dem Hause Citroën. Der mittelmäßige Garantie-Umfang ist gegen Aufpreis verlängerbar. Dünnes Werkstattnetz, aber gute Werthaltung.

Foto: Robert May - Veröffentlichung mit Credit: Robert May, Veröffentlichung ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung! Honorar nach vorheriger Vereinbarung!

Abarth neu: digitale Instrumente und frische Mittelkonsole mit neuem Multimedia­system, beim Topmodell mit Alcantara und Carbon-Aufputz.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit unglaublichen neun Jahren läuft der Fiat 500 bereits, gut ein Jahr nach der Premiere des kultig-knubbeligen Kleinwagens wurde der heiße Abarth-Ableger nachgeschoben. Und nachdem der kleine Italo-Dauerbrenner vor kurzem eine erste umfassende Modellpflege erfuhr, sind nun die Sport-Versionen mit dem Skorpion im Wappenzeichen dran. Im Test knöpften wir uns das Topmodell namens Competizione vor, bei dem die Leistung des 1400er-Turbos um satte 20 PS stieg. Besonders spürbar ist das Power-Upgrade im giftigeren Sport-Modus – vor allem der Durchzug wurde signifikant besser. Neben optischen Modifikationen innen wie außen brachte das Facelift auch eine neue Multimedia-Generation, dafür war die Zeit schon wirklich reif. Nicht aufschlie­ßen auf aktuelles Klassen-Niveau konnten die Italiener sicherheitsseitig, da ist vor allem Hauptkonkurrent Mini viel besser aufgestellt. Allerdings ist der ähnlich kultige Brite in der letzten Generation in eine andere Klasse entwachsen – mit allen Vor- und Nachteilen. Nachgelegt hat das kleine Abarth-Topmodell leider beim Preis, der Competizione wurde um über 2000 Euro teurer, obwohl Xenon-Licht und Parksen­soren aus der Serienausstattung flogen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Kaum spürbares Turboloch, bäriger Durchzug – trotz hoher Literleistung gefällt die Charakteristik des 1400ers. Der Klang sowieso, allein auf der Autobahn wünscht man sich mehr Ruhe und einen sechsten Gang für das über einen perfekt platzierten Hebel passabel schaltbare Getriebe. Fahrwerk & Traktion - Ziemlich hart gefedert, da bleibt kaum Spielraum für Komfort. Dafür sehr hohe Kurventempi möglich, dabei keine Lastwechsel-Tücken. Vorderräder kämpfen dank optionalem Sperrdifferenzial erstaunlich selten um Grip, die feinfühle Traktions­kontrolle muss man aber bei jedem Motorstart neu aktivieren. Top-Bremsen, gut abgestimmte Lenkung. Cockpit & Bedienung - Einfache Bedienung, das gilt auch fürs neue Multimediasystem. Sitze nicht in der Höhe, Lenkrad nicht in Reichweite verstellbar. Minus: wenig Ablagen, großer Wendekreis, geringe Reichweite, fummelige Lehnenverstellung. Innen- & Kofferraum - Im (mühsam zu enternden) Fond ziemlich eng, wenig geräumig ist auch das Ladeabteil mit Stufe nach Umlegen der 1:1-Fondlehne. Dran & Drin - Aus sportlicher Sicht tadellose Mitgift. Überschaubare Extra-Auswahl. Um 1550 Euro Aufpreis gibt’s ein (wenig empfehlenswertes) automatisiertes Getriebe, um 2000 Euro extra die Stoffdach-Version. Saubere Verarbeitung, Basis-Materialien mit Carbon & Alcantara aufgeputzt. Schutz & Sicherheit - Unterdurchschnittliche Sicherheitsausstattung, weil die Sabelt-Schalensitze keine Seitenairbags vertragen – und es keine modernen Assistenzsysteme gibt. Sauber & Grün - Verbrauch der Leistung angemessen, kein Start/Stopp-System beim Abarth. Preis & Kosten - Preislich gleichauf mit dem Mini Cooper S, teurer ist ein vergleichbarer Audi A1, billiger der etwas schwächere DS3 aus dem Hause Citroën. Der mittelmäßige Garantie-Umfang ist gegen Aufpreis verlängerbar. Dünnes Werkstattnetz, aber gute Werthaltung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1484308743806{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1484308628562{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Abarth neu: digitale Instrumente und frische Mittelkonsole mit neuem Multimedia­system, beim Topmodell mit Alcantara und Carbon-Aufputz.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32471b45-6160"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1368 ccm, 180 PS (132 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 230 Nm bei 2500/min (Sport-Modus: 250 Nm bei 3000/min), Fünfgang-Getriebe, Vorderradan­trieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 3660/1627/1490 mm, Radstand 2300 mm, 4 Sitze, Wendekreis 10,9 m, Reifendimension 205/40 R 17 (Testwagen-Bereifung Pirelli Sottozero 3), Tankinhalt 35 l, Reichweite 510 km, Kofferraumvolumen…

5.5

FAZIT

Kleiner Spaßmacher, der ein paar Kompromisse im Alltag einfordert.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 3.71 ( 15 Stimmen)
6

R4, 16V, Turbo, 1368 ccm, 180 PS (132 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 230 Nm bei 2500/min (Sport-Modus: 250 Nm bei 3000/min), Fünfgang-Getriebe, Vorderradan­trieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 3660/1627/1490 mm, Radstand 2300 mm, 4 Sitze, Wendekreis 10,9 m, Reifendimension 205/40 R 17 (Testwagen-Bereifung Pirelli Sottozero 3), Tankinhalt 35 l, Reichweite 510 km, Kofferraumvolumen 185–550 l, Leer­gewicht 1070 kg, zul. Gesamtgewicht 1425 kg, max. Anh.-Last 800 kg, 0–100 km/h 6,7 sec, 60–100 km/h (im 4. Gang) 5,8 sec, Spitze 225 km/h, Steuer (jährl.) € 847,44, Werkstätten in Österreich 31, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 7,9/4,9/6,0 l, Testverbrauch 6,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 139/159 g/km

Front- und Kopfairbags vorne, Knieairbag fahrerseitig, Bluetooth-Freisprecheinr., Ladedruckanzeige, Klimaautomatik, CD- Radio mit 6 LS sowie AUX/USB-Anschluss und 5 Zoll-Touchscreen, E-Fensterheber, el. verstell-, beheiz- und klappbare Außenspiegel, FB-Zentralverriegelung, Sportfahrwerk, Leder/Alcantara/Car­bon-Lenkrad, Bordcomputer, Nebelscheinwerfer, 17 Zoll Alufelgen, getönte Fond-Schei­ben, Brembo-Bremsen mit roten Bremssätteln, Sabelt-Schalensitze etc.

Metallic-/Pastell-/Bicolor-Lack € 637,–/468,–/1235,–, seitlicher Abarth-Schrift­zug rot, weiß oder schwarz € 130,–, Felgen grau, schwarz oder titanium € 130,–, Bremssättel gelb, grau oder schwarz € 195,–, Performance Paket (mechan. Sperrdiffe­renzial, Sitzbezug in Leder/Alcantara schwarz oder Leder braun, div. Optik-Aufputz etc.) € 3101,–, Bi-Xenon-Licht € 884,–, Einparkhilfe h € 299,–, Navi € 520,– (mit 7 Zoll-Schirm € 650,–), E-Panoramadach € 767,–, autom. abblend. Innenspiegel € 156,–, 480W-Soundsystem „Beats“ € 520,– etc.

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