Test Abarth 600e Scorpionissima

Fahrzeugdaten:

Automarke:
Abarth
Klasse:
Kompaktwagen
Antrieb:
Vorderrad
Leistung:
280PS
Treibstoff:
Elektro
Treibstoff:
21,7l/100km
Modelljahr:
2025
Grundpreis:
46600€
Im großen Vergleichstest der stromenden City-SUV hier im Heft ab Seite 8 konnte der Fiat 600e vor allem in Sachen Sportlichkeit punkten. Die hauseigene Tuning-Filiale Abarth setzt dennoch eines drauf und steigert zum ersten die Leistung von 156 auf satte 240 bzw. bei dem von uns getesteten Topmodell „Scorpionissima“ sogar auf 280 PS. Da der Antrieb nach wie vor über die Vorderräder erfolgt, kommt ein Torsen-Sperr­dif­ferenzial zum Einsatz, das für erstaunlich gute Traktion sorgt. Dazu gibt es feine Sport-Möbel aus dem Hause Sabelt samt deutlich tieferer Sitzposition und einen Sound-Ge­nerator, der (auf Wunsch) über Außenlautsprecher Verbrenner-Geräusche macht – authentischer und weniger peinlich als im kleinen Bruder Abarth 500e.Doch neben dem spürbaren Mehrpreis gibt es noch weitere Abstriche gegenüber der zivilen Bau-Basis zu machen. Das 35 Millimeter tiefer gelegte Fahrwerk ist deutlich straf­fer abgestimmt, dazu gibt es ob der Sabelt-Sitze etwas weniger Beinfreiheit im Fond – und unverständlicherweise flog beim Abarth-Ableger die Wärmepumpe raus. Findige Familienvorstände bringen aber auch ein Plus-Argument der sport­lichen Ab­stimmung: Die Ladekante liegt nun zwei Zentimeter tiefer.Foto: Robert May Motor & Getriebe Kräftiger Vortrieb in allen Lebenslagen, auf Knopfdruck untermalt von sportlichem Verbrenner-Sound über (Außen-)Lautsprecher. Für die Rekuperation stehen nur zwei Stufen zur Verfügung. Fahrwerk & Traktion Ziemlich straff abgestimmt, dafür agil in flotten Kurven, dabei erst spätes Untersteuern – aber spürbare Lastwechselanfälligkeit. Kräftige, gut dosierbare Bremse. Die Lenkung könnte man sich einen Tick direkter vorstellen. Traktion dank Sperrdifferenzial überra­schend gut.  Bedienung & Multimedia Sportliche Sitzposition auf eher engem Sabelt-Satteln. Gut ablesbare, aber nicht wan­delbare Digital-Instrumente. Schmaler Touchscreen, über den leider die Sitzheizung ge­steuert wird – Bedienung des recht flotten Multimediasystems ansonsten OK. Dazu ein paar echte Schalter und Drehregler (für Audio-Lautstärke etwa). Ergonomisch schlecht: Fahrtrichtungswechsel über Drucktasten an der Mittel­kon­sole: Fein: schlüs­selloser Zu­gang ohne Tasten-Drücken, sensorgesteuerte E-Heckklappe, genug Ablagen, Vorkli­ma­tisierung via App, USB-C-Slots auch hinten. Innen- & Kofferraum Vorne genug Platz, im Fond bieten Mitbewerber mehr. Gepäckabteil bestenfalls im Klassenschnitt, dank doppeltem Boden keine Stufe nach Umlegen der 2:1-Fond­lehne, Fläche dann fast eben.  Dran & Drin Der stärkere der beiden Abarth-600er bietet für 4000 Euro Aufpreis unter anderem noch Sabelt-Sitze mit Leder/Alcantara-Bezug, abgedunkelte Fondscheiben, Navi, elektrisch klappbare Spiegel, induktives Handyladen, Rundumkamera, E-Fahrersitze Sitzheizung E-Heckklappe und schlüssellosen Zugang. Verarbeitung sauber und solide, für die Preisklasse aber zu viel Hartplastik. Schutz & Sicherheit Keine Airbag-Highlights, der „Scorpionissima“ hat dem Basismodell „Turismo“ Fernlicht-Assistent, Toterwinkel-Warner und automatische Spurführung voraus. Die Assistenz­systeme funktionieren ganz gut und lassen sich relativ leicht deaktivieren.  Reichweite & Laden Praxis-Reichweite spürbar schlechter als von Werk versprochen, auch ob fehlender Wärmepumpe. Bei 3,6 kW ist ein leerer Akku in etwas mehr als 16 Stunden wieder voll, 100 kW Gleichstrom-Laden ist für die Klasse OK. Preis & Kosten Kein Preis-Hit, immerhin etwas günstiger als der baugleiche Alfa Junior, der weniger sportliche Smart #1 ist spürbar billiger zu haben. Stromverbrauch zu hoch. Kurze Service-Intervalle, immer­hin genug heimische Marken-Werkstätten. Nur zwei Jahre Garantie, gegen Aufpreis fünf. Technik Serienausstattung Extras R4, 16V, Turbo, 1498 ccm, 150 PS (110 kW) bei 5000/min, max. Drehmoment 250 Nm bei 1500–5000/min,E-Motor 116 PS (85 kW) bzw. 150 Nm, Systemleistung 204 PS (150 kW) bzw. 350 Nm, Akku 19,7 kWh,Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorder­radantrieb, Schei­benbremsen v/h…

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Fazit

Sportlicher Strom-SUV für die Stadt, der doch ein paar Kompromisse verlangt.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
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7

Im großen Vergleichstest der stromenden City-SUV hier im Heft ab Seite 8 konnte der Fiat 600e vor allem in Sachen Sportlichkeit punkten. Die hauseigene Tuning-Filiale Abarth setzt dennoch eines drauf und steigert zum ersten die Leistung von 156 auf satte 240 bzw. bei dem von uns getesteten Topmodell „Scorpionissima“ sogar auf 280 PS. Da der Antrieb nach wie vor über die Vorderräder erfolgt, kommt ein Torsen-Sperr­dif­ferenzial zum Einsatz, das für erstaunlich gute Traktion sorgt. Dazu gibt es feine Sport-Möbel aus dem Hause Sabelt samt deutlich tieferer Sitzposition und einen Sound-Ge­nerator, der (auf Wunsch) über Außenlautsprecher Verbrenner-Geräusche macht – authentischer und weniger peinlich als im kleinen Bruder Abarth 500e.

Doch neben dem spürbaren Mehrpreis gibt es noch weitere Abstriche gegenüber der zivilen Bau-Basis zu machen. Das 35 Millimeter tiefer gelegte Fahrwerk ist deutlich straf­fer abgestimmt, dazu gibt es ob der Sabelt-Sitze etwas weniger Beinfreiheit im Fond – und unverständlicherweise flog beim Abarth-Ableger die Wärmepumpe raus. Findige Familienvorstände bringen aber auch ein Plus-Argument der sport­lichen Ab­stimmung: Die Ladekante liegt nun zwei Zentimeter tiefer.

Foto: Robert May

Motor & Getriebe

Kräftiger Vortrieb in allen Lebenslagen, auf Knopfdruck untermalt von sportlichem Verbrenner-Sound über (Außen-)Lautsprecher. Für die Rekuperation stehen nur zwei Stufen zur Verfügung.

Fahrwerk & Traktion

Ziemlich straff abgestimmt, dafür agil in flotten Kurven, dabei erst spätes Untersteuern – aber spürbare Lastwechselanfälligkeit. Kräftige, gut dosierbare Bremse. Die Lenkung könnte man sich einen Tick direkter vorstellen. Traktion dank Sperrdifferenzial überra­schend gut. 

Bedienung & Multimedia

Sportliche Sitzposition auf eher engem Sabelt-Satteln. Gut ablesbare, aber nicht wan­delbare Digital-Instrumente. Schmaler Touchscreen, über den leider die Sitzheizung ge­steuert wird – Bedienung des recht flotten Multimediasystems ansonsten OK. Dazu ein paar echte Schalter und Drehregler (für Audio-Lautstärke etwa). Ergonomisch schlecht: Fahrtrichtungswechsel über Drucktasten an der Mittel­kon­sole: Fein: schlüs­selloser Zu­gang ohne Tasten-Drücken, sensorgesteuerte E-Heckklappe, genug Ablagen, Vorkli­ma­tisierung via App, USB-C-Slots auch hinten.

Innen- & Kofferraum

Vorne genug Platz, im Fond bieten Mitbewerber mehr. Gepäckabteil bestenfalls im Klassenschnitt, dank doppeltem Boden keine Stufe nach Umlegen der 2:1-Fond­lehne, Fläche dann fast eben. 

Dran & Drin

Der stärkere der beiden Abarth-600er bietet für 4000 Euro Aufpreis unter anderem noch Sabelt-Sitze mit Leder/Alcantara-Bezug, abgedunkelte Fondscheiben, Navi, elektrisch klappbare Spiegel, induktives Handyladen, Rundumkamera, E-Fahrersitze Sitzheizung E-Heckklappe und schlüssellosen Zugang. Verarbeitung sauber und solide, für die Preisklasse aber zu viel Hartplastik.

Schutz & Sicherheit

Keine Airbag-Highlights, der „Scorpionissima“ hat dem Basismodell „Turismo“ Fernlicht-Assistent, Toterwinkel-Warner und automatische Spurführung voraus. Die Assistenz­systeme funktionieren ganz gut und lassen sich relativ leicht deaktivieren. 

Reichweite & Laden

Praxis-Reichweite spürbar schlechter als von Werk versprochen, auch ob fehlender Wärmepumpe. Bei 3,6 kW ist ein leerer Akku in etwas mehr als 16 Stunden wieder voll, 100 kW Gleichstrom-Laden ist für die Klasse OK.

Preis & Kosten

Kein Preis-Hit, immerhin etwas günstiger als der baugleiche Alfa Junior, der weniger sportliche Smart #1 ist spürbar billiger zu haben. Stromverbrauch zu hoch. Kurze Service-Intervalle, immer­hin genug heimische Marken-Werkstätten. Nur zwei Jahre Garantie, gegen Aufpreis fünf.

R4, 16V, Turbo, 1498 ccm, 150 PS (110 kW) bei 5000/min, max. Drehmoment 250 Nm bei 1500–5000/min,E-Motor 116 PS (85 kW) bzw. 150 Nm, Systemleistung 204 PS (150 kW) bzw. 350 Nm, Akku 19,7 kWh,Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorder­radantrieb, Schei­benbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4289/1789/1478 mm, Radstand 2630 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,1 m, Reifendimension 225/45 R 17 (Testwagen-Bereifung 225/40 R 18), Tankinhalt 40 l, Reichweite 645 (plus elektr. 99) km, Kofferraumvolumen 273–1129 l,Leergewicht (EU) 1652 kg, zul. Gesamtgewicht 2080 kg, max. Anh.-Last 1700 kg, 0–100 km/h 7,2 sec, Spitze220 (el. 140) km/h, Steuer (jährl.) € 475, Werk­stät­ten in Österreich 251, Service alle 30.000 km (alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 0,3–0,6 l, Testverbrauch 0,1–6,2 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 7/2,3–143 g/km

sechs Airbags, Not­brems-Assistent, Spur­halte-Assistent, Ver­kehrs­­zeichenerkennung, Adaptiv-Tempomat mit Stau-Assistent, Toterwinkel-Assistent, adaptive Spurführung, Fernlicht-Auto­matik, Aufmerksamkeits-Assistent, Licht- und Re­gen­sen­sor, Klima­­automatik, vier E-Fensterheber, di­gi­tale Instrumente 7 Zoll, 10,25-Zoll Touch­screen-Mul­ti­media­system mit 6 LS, Navi­ga­tionssystem, Apple CarPlay & An­dro­id Auto, induktives Handyladen, In­nen­spiegel au­tom. ab­blendend, Außen­spiegel el. klappbar, Einparkhilfe v/h, Rück­fahrkamera, Sabelt-Sportsitze mit Leder/Alcantara-Polsterung, E-Fahrersitz, Sitz­heizung v, 20 Zoll-Alu­räder, heizbare Wind­schutzscheibe, sensorge­steuerte E-Heckklappe, schlüsselloser Zugang, Mode 3-Ladekabel, abge­dunkelte Fondscheiben, Torsen-Sperrdifferenzial etc.

Ladekabel für Haushaltssteckdose € 200,– 

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