TEST: Alfa Romeo Stelvio Super 2,2 Diesel 210 AWD Aut.

15. November 2017
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Alfa Romeo
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:210 PS
Testverbrauch:0,0 l/100km
Modelljahr:2017
Grundpreis:51.230 Euro

Im Jahr 2003 (!) kündigte Alfa Romeo erstmals einen SUV an und zeigte eine ent­sprechende Studie. 14 Jahre und einige Existenzkrisen vergingen, ehe der Stelvio tatsächlich auf den Markt kam. Dafür ist er genau das, was die Fans erwartet haben: Die Übertragung all dessen, was Alfa ausmacht, auf einen schneidigen, mittelgroßen SUV.

Der vergleichsweise leichtgewichtige Stelvio fährt sich äußerst dynamisch und fühlt sich in Sachen Handling deutlich kleiner an als 4,69 Meter. Die hervorragende (vielleicht etwas zu nervöse) Lenkung, die souveräne Automatik und die kraftvollen Bremsen runden das Bild positiv ab.

Auch innen gibt es Alfa pur: röhrenförmig-klassische Instrumente, ein kleines, griffiges Lenk­­rad und gerade so viele Elektronik-Helfer, wie es Puristen akzeptieren können. Assistenten, die ins Lenkgeschehen eingreifen, sucht man etwa vergeblich.

Dynamisch sind auch die Motorisierungen: Anfangs gab es nur einen 210 PS-Diesel und einen Benziner mit 280 PS, nunmehr wird sukzessive nach unten erweitert: 200 PS-Benziner, Diesel mit 180 und 150 PS. Letzterer definiert mit 42.030 Euro den Preiseinstieg, ist aber lediglich mit Hinterradantrieb erhältlich. Ganz oben gibt es zum Jahresende ebenfalls Zuwachs – in Form des 510 Benziner-PS starken Quadrifoglio.

In Sachen Raumangebot muss sich der Stelvio im Gegensatz zum „heimeligen“ Ruf der meisten Alfas vor keinem Konkurrenten verstecken. Auch das Gepäckabteil kann sich sehen lassen, die Ladekante liegt für einen SUV angenehm niedrig. Beim Kaufpreis macht Alfa allerdings keine Geschenke, bestenfalls die Extras sind etwas günstiger zu kriegen als anderswo.

Dieser Test war Teil unserer großen Kaufberatung zu noblen Mittelklasse-SUVs.

Hier geht’s zur Übersicht.

R4, 16V, Turbo, 2143 ccm, 210 PS (154 kW) bei 3750/min, max. Drehmoment 470 Nm bei 1750/min, Achtgang-Automatik, L/B/H 4687/1903/1671 mm, Radstand 2818 mm, Kofferraumvolumen 525–1600 l, Leergewicht 1659 kg, 0–100 km/h 6,6 sec, Spitze 215 km/h, Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 5,5/4,4/4,8 l Diesel, CO2 127 g/km

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Sportlich-puristisches Alfa-Cockpit, in dem alles passt. Bloß der Bildschirm ist gar schmal geraten. Zur Freude aktiver Fahrer gibt es mächtige Schaltwippen, wenn auch in der Regel gegen Auf­preis, der „D.N.A.“- Dreh­­­­regler in der Mittelkonsole lässt einem die Wahl zwischen drei Fahrprogrammen.

Im Jahr 2003 (!) kündigte Alfa Romeo erstmals einen SUV an und zeigte eine ent­sprechende Studie. 14 Jahre und einige Existenzkrisen vergingen, ehe der Stelvio tatsächlich auf den Markt kam. Dafür ist er genau das, was die Fans erwartet haben: Die Übertragung all dessen, was Alfa ausmacht, auf einen schneidigen, mittelgroßen SUV. Der vergleichsweise leichtgewichtige Stelvio fährt sich äußerst dynamisch und fühlt sich in Sachen Handling deutlich kleiner an als 4,69 Meter. Die hervorragende (vielleicht etwas zu nervöse) Lenkung, die souveräne Automatik und die kraftvollen Bremsen runden das Bild positiv ab. Auch innen gibt es Alfa pur: röhrenförmig-klassische Instrumente, ein kleines, griffiges Lenk­­rad und gerade so viele Elektronik-Helfer, wie es Puristen akzeptieren können. Assistenten, die ins Lenkgeschehen eingreifen, sucht man etwa vergeblich. Dynamisch sind auch die Motorisierungen: Anfangs gab es nur einen 210 PS-Diesel und einen Benziner mit 280 PS, nunmehr wird sukzessive nach unten erweitert: 200 PS-Benziner, Diesel mit 180 und 150 PS. Letzterer definiert mit 42.030 Euro den Preiseinstieg, ist aber lediglich mit Hinterradantrieb erhältlich. Ganz oben gibt es zum Jahresende ebenfalls Zuwachs – in Form des 510 Benziner-PS starken Quadrifoglio. In Sachen Raumangebot muss sich der Stelvio im Gegensatz zum „heimeligen“ Ruf der meisten Alfas vor keinem Konkurrenten verstecken. Auch das Gepäckabteil kann sich sehen lassen, die Ladekante liegt für einen SUV angenehm niedrig. Beim Kaufpreis macht Alfa allerdings keine Geschenke, bestenfalls die Extras sind etwas günstiger zu kriegen als anderswo.

Dieser Test war Teil unserer großen Kaufberatung zu noblen Mittelklasse-SUVs. Hier geht's zur Übersicht.

R4, 16V, Turbo, 2143 ccm, 210 PS (154 kW) bei 3750/min, max. Drehmoment 470 Nm bei 1750/min, Achtgang-Automatik, L/B/H 4687/1903/1671 mm, Radstand 2818 mm, Kofferraumvolumen 525–1600 l, Leergewicht 1659 kg, 0–100 km/h 6,6 sec, Spitze 215 km/h, Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 5,5/4,4/4,8 l Diesel, CO2 127 g/km

Sportlich-puristisches Alfa-Cockpit, in dem alles passt. Bloß der Bildschirm ist gar schmal geraten. Zur Freude aktiver Fahrer gibt es mächtige Schaltwippen, wenn auch in der Regel gegen Auf­preis, der „D.N.A.“- Dreh­­­­regler in der Mittelkonsole lässt einem die Wahl zwischen drei Fahrprogrammen.

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FAZIT

Plus: Fahrfreude pur, kräftig-sparsame Diesel-Motoren, in­tuitive Bedienung, gutes Raumangebot, großer Kofferraum, vier Jahre Fahrzeug-Garantie, vernünftige Bodenfreiheit

Minus: schlechte Sicht nach hinten, keine semi-autonomen Assistenten erhältlich, schmaler Zentralbild­schirm, kein Hit in Sachen Multimedia

Gesamtwertung
User-Wertung : 1.19 ( 37 Stimmen)
8

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