Test: Audi A1 citycarver 30 TFSI intense

6. November 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Audi
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:115 PS
Testverbrauch:6,3 l/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:27.000 Euro

Nun mischt auch Audi mit im Reigen der auf offroad getrimmten Kleinwagen und lanciert mit dem „citycarver“ einen A1-Ableger für alle, die etwas höher sitzen und einen etwas trendiger designten Stadtflitzer fahren wollen. Vier Zentimeter mehr Bodenfreiheit und eine entsprechend erhöhte Sitzposition bringen vorwiegend Vorteile, 35 Millimeter davon gehen auf das Konto des Fahrwerks, der Rest auf die größeren Räder. Dazu gibt es (glänzende) Radhaus-Verbreiterungen, einen neuen Grill im Stil der Q-Brüder sowie Schürzen mit Unterfahrschutz-Optik. Bei der getesteten 115 PS-Version beträgt der Aufpreis zum Basismodell exakt 2140 Euro. Den Dreizylinder gäbe es übrigens auch mit 95 PS, alternativ dazu einen Vierzylinder mit 150 Pferden.

Unterwegs fällt auf, dass dieser A1 ob längerer Federwege einen etwas besseren Fahrkomfort bietet als seine konventionellen Brüder, dennoch neigt sich die Karosserie in flotten Kurven kaum. Der Rest ist A1 pur – das Gepäck muss freilich über eine vier Zentimeter höhere Ladekante gewuchtet werden, doch bei Audis echtem Baby-SUV Q2 sind es noch einmal drei Zentimeter mehr. Der A1 citycarver ist also ideal für (solvente) Fans trendiger Stadt-Flitzer, die nicht gleich ins SUV-Segment aufsteigen wollen.

Motor & Getriebe – Der kultivierte und durchaus drehfreudige Dreizylinder bietet trotz langer Übersetzung gute Fahrleistungen. Knackig-leichtgängige Schaltung.

Fahrwerk & Traktion – Durch die Höherlegung und die damit einhergehenden längeren Federwege guter Fahrkomfort, dennoch in flotten Kurven kein Wanken und sichere Straßenlage, das ESP ist sehr reaktionsschnell. ­Agiles Handling, gute Traktion, tadellose Bremsen, direkt-präzise Lenkung.

Bedienung & Multimedia – Sitzposition und Ergonomie ohne Tadel, gut ablesbare Digital-Instrumente, fast selbsterklärende Bedienung – Drehregler für Lautstärke und Navi-Zoom fehlen jedoch. Minus: Handschuhfach nur gegen Aufpreis abschließbar. Genug Ablagen, Übersicht nur nach schräg hinten schlecht. Teure ­Extras: induktives Handyladen um 417 Euro, Smart­phone-Integration um 636 Euro.

Innen- & Kofferraum – Für die Fahrzeugklasse ordentliches Platzangebot. Relativ großer, gut nutzbarer Kofferraum, ein Muss ist der variable Ladeboden (im Paket mit Gepäcknetz um 60 Euro), dann bleibt die Ladefläche auch nach Umlegen der 2:1-Fondlehne eben. Recht ­hohe Ladekante. Minus: kein Hängerbetrieb möglich.

Dran & Drin – Gute Serien-Mitgift, der getestete „intense“ legt um bescheidene 1460 Euro 17 Zoll-Alufelgen (statt 15 Zoll in Stahl), automatische Klima, LED-Scheinwerfer, Tempomat und Einparkhilfe hinten drauf. Viele ­Extras zur Wahl, zum Teil überraschend günstig. Doppelkupplungsgetriebe kostet 2200 Euro ­extra. Hochwertige Materialien, nur an den Türverkleidungen zu viel Hartplastik. 

Schutz & Sicherheit – Keine Überraschung beim Airbag-Aufkommen, ­dazu gibt es Notbrems-Assistent und Spurverlassens-Warner inklusive Lenkeingriff sowie gegen Aufpreis u. a. Radar-Tempomat, Verkehrszeichen-Erkennung und Fernlicht-Automatik.

Preis & Kosten – So teuer wie kein anderer Kleinwagen, selbst ­ohne Offroad-Aufputz. Die Zweijahres-Garantie lässt sich gegen 330 Euro auf fünf Jahre verlängern. Spürbarer Mehrverbrauch durch das ­„citycarver“-Paket. Langes erstes Service-Intervall, dichtes Werkstatt-Netz. Vermutlich gute Werthaltung. 

Gewohntes A1-Ambiente, etwas aufgelockert durch farbige Einsätze, etwa an Lüftungsdüsen und Türgriffmulden.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nun mischt auch Audi mit im Reigen der auf offroad getrimmten Kleinwagen und lanciert mit dem „citycarver“ einen A1-Ableger für alle, die etwas höher sitzen und einen etwas trendiger designten Stadtflitzer fahren wollen. Vier Zentimeter mehr Bodenfreiheit und eine entsprechend erhöhte Sitzposition bringen vorwiegend Vorteile, 35 Millimeter davon gehen auf das Konto des Fahrwerks, der Rest auf die größeren Räder. Dazu gibt es (glänzende) Radhaus-Verbreiterungen, einen neuen Grill im Stil der Q-Brüder sowie Schürzen mit Unterfahrschutz-Optik. Bei der getesteten 115 PS-Version beträgt der Aufpreis zum Basismodell exakt 2140 Euro. Den Dreizylinder gäbe es übrigens auch mit 95 PS, alternativ dazu einen Vierzylinder mit 150 Pferden. Unterwegs fällt auf, dass dieser A1 ob längerer Federwege einen etwas besseren Fahrkomfort bietet als seine konventionellen Brüder, dennoch neigt sich die Karosserie in flotten Kurven kaum. Der Rest ist A1 pur – das Gepäck muss freilich über eine vier Zentimeter höhere Ladekante gewuchtet werden, doch bei Audis echtem Baby-SUV Q2 sind es noch einmal drei Zentimeter mehr. Der A1 citycarver ist also ideal für (solvente) Fans trendiger Stadt-Flitzer, die nicht gleich ins SUV-Segment aufsteigen wollen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der kultivierte und durchaus drehfreudige Dreizylinder bietet trotz langer Übersetzung gute Fahrleistungen. Knackig-leichtgängige Schaltung. Fahrwerk & Traktion - Durch die Höherlegung und die damit einhergehenden längeren Federwege guter Fahrkomfort, dennoch in flotten Kurven kein Wanken und sichere Straßenlage, das ESP ist sehr reaktionsschnell. ­Agiles Handling, gute Traktion, tadellose Bremsen, direkt-präzise Lenkung. Bedienung & Multimedia - Sitzposition und Ergonomie ohne Tadel, gut ablesbare Digital-Instrumente, fast selbsterklärende Bedienung – Drehregler für Lautstärke und Navi-Zoom fehlen jedoch. Minus: Handschuhfach nur gegen Aufpreis abschließbar. Genug Ablagen, Übersicht nur nach schräg hinten schlecht. Teure ­Extras: induktives Handyladen um 417 Euro, Smart­phone-Integration um 636 Euro. Innen- & Kofferraum - Für die Fahrzeugklasse ordentliches Platzangebot. Relativ großer, gut nutzbarer Kofferraum, ein Muss ist der variable Ladeboden (im Paket mit Gepäcknetz um 60 Euro), dann bleibt die Ladefläche auch nach Umlegen der 2:1-Fondlehne eben. Recht ­hohe Ladekante. Minus: kein Hängerbetrieb möglich. Dran & Drin - Gute Serien-Mitgift, der getestete „intense“ legt um bescheidene 1460 Euro 17 Zoll-Alufelgen (statt 15 Zoll in Stahl), automatische Klima, LED-Scheinwerfer, Tempomat und Einparkhilfe hinten drauf. Viele ­Extras zur Wahl, zum Teil überraschend günstig. Doppelkupplungsgetriebe kostet 2200 Euro ­extra. Hochwertige Materialien, nur an den Türverkleidungen zu viel Hartplastik.  Schutz & Sicherheit - Keine Überraschung beim Airbag-Aufkommen, ­dazu gibt es Notbrems-Assistent und Spurverlassens-Warner inklusive Lenkeingriff sowie gegen Aufpreis u. a. Radar-Tempomat, Verkehrszeichen-Erkennung und Fernlicht-Automatik. Preis & Kosten - So teuer wie kein anderer Kleinwagen, selbst ­ohne Offroad-Aufputz. Die Zweijahres-Garantie lässt sich gegen 330 Euro auf fünf Jahre verlängern. Spürbarer Mehrverbrauch durch das ­„citycarver“-Paket. Langes erstes Service-Intervall, dichtes Werkstatt-Netz. Vermutlich gute Werthaltung. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1604659165440{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1604658649705{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Gewohntes A1-Ambiente, etwas aufgelockert durch farbige Einsätze, etwa an Lüftungsdüsen und Türgriffmulden.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43de62-86a2"][vc_column_text]R3, 12V, Turbo, 999 ccm, 115 PS (85 kW) bei 5000–5500/min, max. Drehmoment 200 Nm bei 2000–3500/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4046/1940/1483 mm, Radstand…

7.1

FAZIT

Hochwertiger und entsprechend teurer Kleinwagen im SUV-Look.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R3, 12V, Turbo, 999 ccm, 115 PS (85 kW) bei 5000–5500/min, max. Drehmoment 200 Nm bei 2000–3500/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4046/1940/1483 mm, Radstand 2566 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 205/55 R 17 (Testwagen-Bereifung Falken Azenis), Tankinhalt 40 l, Reichweite 635 km, Kofferraumvolumen 335–1090 l, Leergewicht (EU) 1215 kg, zul. Gesamtgewicht 1680 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 9,9 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 8,7/12,3 sec, Spitze 198 km/h, Steuer (jährl.) € 362,88, Werkstätten in Österreich 215, Service alle 30.000 km (erstmals nach zwei Jahren, danach jährlich), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 6,1 l, Test­verbrauch 6,3 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 137/ 145 g/km

Front- u. vordere Seitenairbags, durchgeh. Kopfairbag-Vorhänge, Notbrems-Assistent inkl. Fußgänger-Erkennung, Spurverlassens-Warner inkl. Lenkeingriff, Licht- und Regensensor, LED-Licht, Klimaautomatik, digitale Instrumente, vier E-Fensterheber, heizbare E-Außenspiegel, FB-Zentralsperre, Fahrersitz höhenverstellbar, Sitzheizung v, Bluetooth für Telefon & Audio, USB/SD-Slot, Audiosystem mit 6 LS, DAB-Tuner, 8,8 Zoll-Monitor, Sprachsteuerung, 17 Zoll-Aluräder, Einparkhilfe h, Tempomat etc.

Radar-Tempomat € 321,–, Verkehrszeichen-Erkennung € 237,–, Fernlicht-Assistent € 161,–, Parklenk-Assistent € 381,–, Rückfahrkamera € 417,–, Berganfahrhilfe € 71,–, 10,1 Zoll-Touchscreen € 416,–, Navigation inkl. 10,1 Zoll-Touchscreen sowie digitalen Instrumenten und Smartphone-Anbindung ab € 1350,–, B&O-Sound € 892,–, erweitertes digitales Cockpit € 179,–, Audi Drive Select € 202,–, el. klappbare Außenspiegel € 179,–, schlüsselloser Zugang € 464,–, getönte Fondscheiben € 417,–, Beifahrersitz höhenverstellbar € 95,–, Sportsitze v ­€ 403,–, Leder-/Kunstlederausstattung € 1342,– (Alcantara € 523,–), adaptive Dämpfer inkl. größere Bremsen € 1131,–, Metallic-Lack ab € 655,– etc.

1 Kommentare

  1. Ich habe noch nie einen citycarver in freier Wildbahn gesehen. Von euch jemand?

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