TEST: Ford Fiesta ST

8. Oktober 2018
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Ford
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:200 PS
Testverbrauch:6,9 l/100km
Modelljahr:2018
Grundpreis:23.050 Euro

Natürlich wird es immer Leute geben, die meinen, vier Zylinder seien besser als drei. Allen anderen sei gesagt: Bei der ersten Kurve wird klar, dass es dem neuen Fiesta ST an nichts fehlt. Am allerwenigsten an sportlichem Wirkungsgrad. Da wäre zum ersten die Lenkung, die zu den besten der Klasse zählt und so feinfühlig und direkt auf jeden noch so kleinen Volant-Befehl reagiert, als wäre der Fiesta kein Fronttriebler. Dann ist da das Fahrwerk, das in Kombination mit den supergriffigen Michelins und der mechanischen Differenzialsperre (Option) fast schon erschreckend hohe Kurvengeschwindigkeiten zulässt, dabei aber so ruhig bleibt, als würde man bloß einparken.

Und natürlich der Motor. Die 200 PS ballern bei jeder Drehzahl massiv los und harmonieren perfekt mit dem restlichen Setup. Immer genügend Leistung, um die Mundwinkel des Piloten nach oben zu ziehen. Aber nie zu viel, um die Pneus zu überfordern. Der ST ist ein Skalpell in der Hülle eines Schweizer Messers, stets bereit, einen sauberen Schnitt durch jede Art von Kurve zu schneiden. Und den passenden Soundtrack liefert der Primzahl-Murl – auch wenn manche behaupten werden, vier Zylinder könnten auch das besser.

Motor & Getriebe – Der Dreizylinder-Benziner klingt kernig, läuft aber nahezu vibrationsfrei. Spontane Kraftentfaltung, hohe Drehfreude, das lang übersetzte Getriebe hemmt das Temperament ein wenig. Ohne Tadel: Ganganschlüsse und Präzi­sion der Schaltung.

Fahrwerk & Traktion – Überaus straff, aber immer noch alltagstauglich abgestimmtes Fahrwerk mit Top-Dynamik. Weitgehend neutrales Eigenlenkverhalten, sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich. Sehr exakte und präzise arbeitende Lenkung, völlig frei von Antriebseinflüssen. Traktion und Bremsen 1A.

Cockpit & Bedienung – Tadellose Sitzposition trifft auf durchdachte Ergonomie: Zahlreiche Funktionen sind im großen Touchscreen zusammengefasst, wichtige Bedien­elemente, etwa für die Klimaanlage, aber weiterhin ausgelagert und manuell regelbar. Ordentliche Ablagen-Anzahl, brauchbare Übersicht.

Innen- & Kofferraum – Platzangebot auf Vorgänger-Niveau, bei der Breite gingen gar ein paar Zentimeter verloren. Fond-Kniefreiheit nicht berühmt. Stark konturierte, langstreckentaugliche Sportsitze. Kofferraum: ­etwas kleiner als bei der Konkurrenz, hohe Ladekante, dank doppeltem Boden eben erweiterbar.

Dran & Drin – Ab Werk nicht überragend gut bestückt, dank zahlreicher Optionen aber nach persönlichen Vorlieben sportlicher oder luxuriöser konfigurierbar. Nicht mit Automatik oder fünf Türen zu haben.

Schutz & Sicherheit – Serienmäßig mit Fahrerknie-Airbag und Spurhalte-Assistent bestückt. Gegen Aufpreis noch weitere E-Helferlein im Angebot. Unlogisch: Radar-Tempomat nur für normale Fiesta erhältlich.

Sauber & Grün – Wer untertourig auf der Drehmomentwelle surft, kann dank des lang übersetzten Getriebes sparsam unterwegs sein. Flottes Start/Stopp-System.

Preis & Kosten – Preis­lich deutlich unter dem ebenfalls brandneuen (vierzylindrigen) VW Polo GTI. Fein: fünf Jahre Neuwagen-Garantie und lebenslanger Mobilitäts-Schutz bei Service-Treue. Lange Service-Intervalle, gute Chancen beim Wiederverkauf.

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Ergonomisch feines Fiesta-Cockpit. Perfekt geformt, ohne einzuengen: die Recaro-Sportsitze.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Natürlich wird es immer Leute geben, die meinen, vier Zylinder seien besser als drei. Allen anderen sei gesagt: Bei der ersten Kurve wird klar, dass es dem neuen Fiesta ST an nichts fehlt. Am allerwenigsten an sportlichem Wirkungsgrad. Da wäre zum ersten die Lenkung, die zu den besten der Klasse zählt und so feinfühlig und direkt auf jeden noch so kleinen Volant-Befehl reagiert, als wäre der Fiesta kein Fronttriebler. Dann ist da das Fahrwerk, das in Kombination mit den supergriffigen Michelins und der mechanischen Differenzialsperre (Option) fast schon erschreckend hohe Kurvengeschwindigkeiten zulässt, dabei aber so ruhig bleibt, als würde man bloß einparken. Und natürlich der Motor. Die 200 PS ballern bei jeder Drehzahl massiv los und harmonieren perfekt mit dem restlichen Setup. Immer genügend Leistung, um die Mundwinkel des Piloten nach oben zu ziehen. Aber nie zu viel, um die Pneus zu überfordern. Der ST ist ein Skalpell in der Hülle eines Schweizer Messers, stets bereit, einen sauberen Schnitt durch jede Art von Kurve zu schneiden. Und den passenden Soundtrack liefert der Primzahl-Murl – auch wenn manche behaupten werden, vier Zylinder könnten auch das besser.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Dreizylinder-Benziner klingt kernig, läuft aber nahezu vibrationsfrei. Spontane Kraftentfaltung, hohe Drehfreude, das lang übersetzte Getriebe hemmt das Temperament ein wenig. Ohne Tadel: Ganganschlüsse und Präzi­sion der Schaltung. Fahrwerk & Traktion - Überaus straff, aber immer noch alltagstauglich abgestimmtes Fahrwerk mit Top-Dynamik. Weitgehend neutrales Eigenlenkverhalten, sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich. Sehr exakte und präzise arbeitende Lenkung, völlig frei von Antriebseinflüssen. Traktion und Bremsen 1A. Cockpit & Bedienung - Tadellose Sitzposition trifft auf durchdachte Ergonomie: Zahlreiche Funktionen sind im großen Touchscreen zusammengefasst, wichtige Bedien­elemente, etwa für die Klimaanlage, aber weiterhin ausgelagert und manuell regelbar. Ordentliche Ablagen-Anzahl, brauchbare Übersicht. Innen- & Kofferraum - Platzangebot auf Vorgänger-Niveau, bei der Breite gingen gar ein paar Zentimeter verloren. Fond-Kniefreiheit nicht berühmt. Stark konturierte, langstreckentaugliche Sportsitze. Kofferraum: ­etwas kleiner als bei der Konkurrenz, hohe Ladekante, dank doppeltem Boden eben erweiterbar. Dran & Drin - Ab Werk nicht überragend gut bestückt, dank zahlreicher Optionen aber nach persönlichen Vorlieben sportlicher oder luxuriöser konfigurierbar. Nicht mit Automatik oder fünf Türen zu haben. Schutz & Sicherheit - Serienmäßig mit Fahrerknie-Airbag und Spurhalte-Assistent bestückt. Gegen Aufpreis noch weitere E-Helferlein im Angebot. Unlogisch: Radar-Tempomat nur für normale Fiesta erhältlich. Sauber & Grün - Wer untertourig auf der Drehmomentwelle surft, kann dank des lang übersetzten Getriebes sparsam unterwegs sein. Flottes Start/Stopp-System. Preis & Kosten - Preis­lich deutlich unter dem ebenfalls brandneuen (vierzylindrigen) VW Polo GTI. Fein: fünf Jahre Neuwagen-Garantie und lebenslanger Mobilitäts-Schutz bei Service-Treue. Lange Service-Intervalle, gute Chancen beim Wiederverkauf.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1539006940309{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1539006951366{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Ergonomisch feines Fiesta-Cockpit. Perfekt geformt, ohne einzuengen: die Recaro-Sportsitze.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43aa69-84b6"][vc_column_text]R3, 12V, Turbo, 1497 ccm, 200 PS (147 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 290 Nm bei 1600–4000/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4068/1735/1469 mm, Radstand 2493 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,0 m, Reifendimension 205/45 R 17 (Testwagen-Bereifung…

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FAZIT

Womöglich der kleinste Sportwagen der Welt.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 4.4 ( 1 Stimmen)
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R3, 12V, Turbo, 1497 ccm, 200 PS (147 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 290 Nm bei 1600–4000/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4068/1735/1469 mm, Radstand 2493 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,0 m, Reifendimension 205/45 R 17 (Testwagen-Bereifung Michelin Pilot Super Sport 205/40 R 18), Tankinhalt 42 l, Reichweite 600 km, Kofferraumvolumen 311–1093 l, Leerge­wicht 1262 kg, zul. Gesamtgewicht 1635 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 6,5 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 4,6/6,7 sec, Spitze 232 km/h, Steuer (jährl.) € 982,44, Werkstätten in Österreich 193, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), Normver­brauch (Stadt/außerorts/Mix) 7,6/5,1/6,0 l, Testverbrauch 6,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 136/159 g/km

Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vorhänge, Fahrerknie-Airbag, Spurhalte-Assistent, Lichtsensor, FB-Zentralsperre, autom. abblend. und beheizb. E-Außenspiegel, Bordcomputer, E-Fensterheber, Klimaanlage, Dreispeichen-Sportlederlenkrad, Sportfahrwerk, Fahrerlebnis-Schalter, Recaro-Sitze, LED-Tagfahrlicht und -Heckleuchten, Nebelscheinwerfer, Audiosystem mit 6,5 Zoll-Touchscreen, Bluetooth für Telefon & Audio, 17 Zoll-Aluräder etc.

Voll-LED-Licht € 700,–, Toterwinkel-/ Querverkehrs-Warner plus beheizb. und el. klappb. Außenspiegel € 430,–, Assistenz-Paket (Fernlicht-Assistent, Müdigkeits-Warner, Verkehrszeichen-Erkennung etc.) € 370,–, Performance-Paket (Launch Control, mechanische Differenzialsperre etc.) € 1013,–, Sicht-Paket (autom. abblendend. Rückspiegel, Regensensor) € 150,–, Winter-Paket (heizb. Windschutzscheibe, Lenkrad-Heizung, Sitzheizung v) € 400,–, Navigation ab € 470,–, beheizb. Frontscheibe € 160,–, Rückfahrkamera € 586,–, schlüssel­loser Zugang € 200,–, Rückfahrkamera € 550,–, Metallic-Lack € 550,–, Einparkhilfe h € 250,–, Klimaautomatik € 350,– etc.

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