Test: Ford Puma ST X

21. Februar 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Ford
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:200 PS
Testverbrauch:7,7 l/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:37.390 Euro

Seit eineinhalb Jahren bereichert der Ford Puma das Segment der City-SUV – mit einer durchaus bunten Palette aus einem Vierzylinder-Diesel sowie einem Trio an Dreizylinder-Benzinern (die beiden stärkeren sind Mildhybride und gegen Aufpreis mit Automatik zu haben). Neueste Variante ist das sportliche Topmodell mit 200 PS – die bereitet Köln wie schon bei der Bau-Basis Fiesta aus drei Häferln zu, wenn auch mit 1,5 Litern. Optik-Aufputz außen (unter anderem Frontschürze mit größeren Lufteinlässen, schwarzes Dach bis zurück zum Spoiler, geänderte Heckschürze mit Doppelrohr-Auspuff rechts, dazu serienmäßig 19-Zöller) und innen (unten abgeflachtes Lenkrad, Recaro-Sitze mit rutschfestem Bezug) dokumentieren den ST-Anspruch gekonnt.

Dazu werden größere Bremsen, ein sportlicheres Fahrwerk und eine um 25 Prozent direktere Lenkung verbaut – gegen Aufpreis gibt es sogar ein mechanisches Sperr­differenzial für die allein angetriebene Vorderachse. Damit schafft der Puma ST eine in dieser Klasse einzigartige Dynamik – sieht man freilich vom deutlich stärkeren (und deutlich teureren) Hyundai Kona N ab. Eine gewisse Kompromissbereitschaft muss man freilich mitbringen: Das Fahrwerk ist ziemlich hart und die Enge der Sitzflächen auf langen Strecken eher ungemütlich.

Motor & Getriebe – Fast verzögerungsfrei geht der drehfreudige Dreizylinder vehement zur Sache, klingt dabei sportlich (in den beiden dynamischen Fahr-Modi mit dezentem Nachballern). Getriebe gut gestuft und tadellos zu schalten, Ganghebel etwas zu tief platziert.

Fahrwerk & Traktion – Das ziemlich straffe Sportfahrwerk bringt zusammen mit der direkteren Lenkung ungeahnte Agi­lität samt hohem Kurven-Speed – die ausgeprägte Lastwechselanfälligkeit werden zumindest Sport-Fans goutieren (ESP greift recht spät ein). Keine Traktions-Probleme auf trockener Fahrbahn, zumal mit optionalem Sperrdifferenzial. Giftige Bremsen. 

Bedienung & Multimedia – Tiefere Sitzposition als bei normalen Pumas, die feinen Recaros drücken seitlich an der Sitzfläche. ­Gute Ergonomie und einfache Bedienung über genug echte Regler und Knöpfe. Ausreichend Ablagen. Passable Sprachsteuerung, serienmäßig volle Smartphone-Anbindung plus induktives Handyladen und WLAN-Hotspot. Fein: vier One Touch-Fensterheber, integrierter Tankverschluss.  

Innen- & Kofferraum – Klassenübliches Platzangebot vorne, im Fond wird es besonders im Kopfbereich eng (v. a. bei ­optionalem Panoramadach). Großer, gut nutzbarer Kofferraum mit hoher Ladekante. Nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen keine Stufe dank doppeltem Boden (­darunter eine 81 Liter große, wasserdichte Box).

Dran & Drin – Als sportliches Topmodell ziemlich gut bestückt, die getestete „X“-Variante bietet um 3500 Euro extra Klimaautomatik, Alarmanlage, schlüssellosen Zugang, besseres LED-Licht und rote Bremssättel. Wenig Extras, nicht mit Automatik zu haben, Rot ist die einzige aufpreisfreie Farbe. Ansehnliche Materi­alien, nicht ganz knisterfreie Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit – Zum klassenüblichen Airbag-Aufkommen gibt es serienmäßig schon ein paar Assistenzsysteme, den Rest kauft man über ein fair gepreistes Paket dazu.

Preis & Kosten – Mit 200 PS im Segment der City-SUV allein auf weiter Flur, am ehesten kommt als Alternative noch der (als Fronttriebler) ähnlich teure, wenn auch etwas schwächere und ärmlicher bestückte Mini Countryman Cooper S in Frage. Fein: fünf Jahre Garantie (bis 100.000 km). Praxis-Verbrauch im Rahmen. Dichtes Werkstatt-Netz. Jahresservice Pflicht. 

Der Puma-Innenraum wird beim ST mit grauen Nähten und einem unten abgeflachten Sportlenkrad aufgewertet.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit eineinhalb Jahren bereichert der Ford Puma das Segment der City-SUV – mit einer durchaus bunten Palette aus einem Vierzylinder-Diesel sowie einem Trio an Dreizylinder-Benzinern (die beiden stärkeren sind Mildhybride und gegen Aufpreis mit Automatik zu haben). Neueste Variante ist das sportliche Topmodell mit 200 PS – die bereitet Köln wie schon bei der Bau-Basis Fiesta aus drei Häferln zu, wenn auch mit 1,5 Litern. Optik-Aufputz außen (unter anderem Frontschürze mit größeren Lufteinlässen, schwarzes Dach bis zurück zum Spoiler, geänderte Heckschürze mit Doppelrohr-Auspuff rechts, dazu serienmäßig 19-Zöller) und innen (unten abgeflachtes Lenkrad, Recaro-Sitze mit rutschfestem Bezug) dokumentieren den ST-Anspruch gekonnt. Dazu werden größere Bremsen, ein sportlicheres Fahrwerk und eine um 25 Prozent direktere Lenkung verbaut – gegen Aufpreis gibt es sogar ein mechanisches Sperr­differenzial für die allein angetriebene Vorderachse. Damit schafft der Puma ST eine in dieser Klasse einzigartige Dynamik – sieht man freilich vom deutlich stärkeren (und deutlich teureren) Hyundai Kona N ab. Eine gewisse Kompromissbereitschaft muss man freilich mitbringen: Das Fahrwerk ist ziemlich hart und die Enge der Sitzflächen auf langen Strecken eher ungemütlich.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Fast verzögerungsfrei geht der drehfreudige Dreizylinder vehement zur Sache, klingt dabei sportlich (in den beiden dynamischen Fahr-Modi mit dezentem Nachballern). Getriebe gut gestuft und tadellos zu schalten, Ganghebel etwas zu tief platziert. Fahrwerk & Traktion - Das ziemlich straffe Sportfahrwerk bringt zusammen mit der direkteren Lenkung ungeahnte Agi­lität samt hohem Kurven-Speed – die ausgeprägte Lastwechselanfälligkeit werden zumindest Sport-Fans goutieren (ESP greift recht spät ein). Keine Traktions-Probleme auf trockener Fahrbahn, zumal mit optionalem Sperrdifferenzial. Giftige Bremsen.  Bedienung & Multimedia - Tiefere Sitzposition als bei normalen Pumas, die feinen Recaros drücken seitlich an der Sitzfläche. ­Gute Ergonomie und einfache Bedienung über genug echte Regler und Knöpfe. Ausreichend Ablagen. Passable Sprachsteuerung, serienmäßig volle Smartphone-Anbindung plus induktives Handyladen und WLAN-Hotspot. Fein: vier One Touch-Fensterheber, integrierter Tankverschluss.   Innen- & Kofferraum - Klassenübliches Platzangebot vorne, im Fond wird es besonders im Kopfbereich eng (v. a. bei ­optionalem Panoramadach). Großer, gut nutzbarer Kofferraum mit hoher Ladekante. Nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen keine Stufe dank doppeltem Boden (­darunter eine 81 Liter große, wasserdichte Box). Dran & Drin - Als sportliches Topmodell ziemlich gut bestückt, die getestete „X“-Variante bietet um 3500 Euro extra Klimaautomatik, Alarmanlage, schlüssellosen Zugang, besseres LED-Licht und rote Bremssättel. Wenig Extras, nicht mit Automatik zu haben, Rot ist die einzige aufpreisfreie Farbe. Ansehnliche Materi­alien, nicht ganz knisterfreie Verarbeitung. Schutz & Sicherheit - Zum klassenüblichen Airbag-Aufkommen gibt es serienmäßig schon ein paar Assistenzsysteme, den Rest kauft man über ein fair gepreistes Paket dazu. Preis & Kosten - Mit 200 PS im Segment der City-SUV allein auf weiter Flur, am ehesten kommt als Alternative noch der (als Fronttriebler) ähnlich teure, wenn auch etwas schwächere und ärmlicher bestückte Mini Countryman Cooper S in Frage. Fein: fünf Jahre Garantie (bis 100.000 km). Praxis-Verbrauch im Rahmen. Dichtes Werkstatt-Netz. Jahresservice Pflicht. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1645441588742{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1645440639968{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Der Puma-Innenraum wird beim ST mit grauen Nähten und einem unten abgeflachten Sportlenkrad aufgewertet.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top:…

7.7

FAZIT

Ungewohnt viel Dynamik (und Härte) im beliebten Segment der City-SUV.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

R3, 12V, Turbo, 1496 ccm, 200 PS (147 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 320 Nm bei 2500–3500/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4226/1805/1520 mm, Radstand 2588 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,3 m, Reifendimension 225/40 R 19, Tankinhalt 45 l, Reichweite 585 km, Kofferraumvolumen 456–1216 l, Leergewicht (EU) 1358 kg, zul. Gesamtgewicht 1810 kg, max. Anh.-Last 750 kg, 0–100 km/h 6,7 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 5,9/7,2 sec, Spitze 220 km/h, Steuer (jährl.) € 1097,28, Werkstätten in Österreich 190, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 6,8 l, Testverbrauch 7,7 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 155/177 g/km

sechs Airbags, Notbrems- und Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung, Geisterfahrer- und Müdigkeits-Warnung, LED-Scheinwerfer, Fernlicht-Automatik, Tempomat, Klimaautomatik, el. klappbare E-Außenspiegel, Innenspiegel aut. abblendend, digitale Instrumente, akust. Einparkhilfe v/h, Frontscheibe heizbar, Sitzheizung v, Lenkrad-Heizung, 8 Zoll-Touchscreen, Navigation, B&O-Audiosystem mit 575 Watt und 10 LS, DAB-Tuner, WLAN-Hotspot, Sprachsteuerung, Apple CarPlay & Android Auto, induktives Han

Fahrerassistenz-Paket (Adaptiv-Tempomat, Ausweich-, Toterwinkel- und Querverkehrs-Assistent, Einpark-Vollautomatik, Rückfahrkamera) € 1100,–, Performance-Paket (Launch Control, mechanisches Sperrdifferenzial, Performance-Schaltanzeige etc.) € 1200,–, Panorama-Schiebedach € 900,–, sensorgesteuerte E-Heckklappe € 400,–, Anhängerkupplung € 750,–, Metallic-Lack ab € 550,– 

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