Test Honda Civic e:HEV 2.0i-MMD Hybrid Advance

Fahrzeugdaten:

Automarke:
Honda
Klasse:
Kompaktwagen
Antrieb:
Vorderrad
Leistung:
184PS
Treibstoff:
Benzin
Treibstoff:
5,6 /100 km
Modelljahr:
2025
Grundpreis:
43190€
Held des Alltags Honda verpasst seinem Vollhybrid-Kompakten Civic eine dezente Auffrischung. Seit 2021 fährt der Honda Civic in elfter Generation vor. Jetzt ist ein klassisches Facelift fällig. Schürzen und Scheinwerfer wurden nachgeschärft, der Kühlergrill ist nun ange­win­kelt. Die Nebelscheinwerfer entfallen, deren Aufgabe übernimmt das überarbeitete Licht­system. Frische Felgen-Designs und eine neue Farbe runden die Außen-Auffri­schung ab. Innen geht es etwas dunkler zu, Säulen und Dachhimmel sind jetzt immer schwarz. Ab Niveau „Elegance“spielt es jetzt kabelloses Laden in der Mittelkonsole. Ein neuer Hoch­ge­schwindigkeits-Chip sorgt obendrein für flottere Reaktionen der Assistenz­systeme. Unter der Haube bleibt alles beim bewährten Antrieb. Im Prinzip hat der Civic ein serielles Hybridsystem, sprich nur der Elektromotor mit 184 PS treibt die Vorderräder an, der 143 PS-Benziner dient rein als Stromerzeuger für den 1,1 kW kleinen Zwischen­speicher. Bisher überzeugte die Kombination nur bedingt, das ständige zum Gaspedal unsyn­chro­ne Aufheulen ist meist irritierend bis nervig. Hondas Vorsprung offenbart diese Lö­sung mit simulierten Gangsprünge. Dieser Japaner fühlt sich an wie ein normales Auto­ma­tik-Auto. Als Zugabe klingt der Saugmotor richtig ansprechend, und ohne Verluste durch die Antriebsachse wirkt dieser noch motivierter. Dieser Hybrid macht Laune, zumal der Verbrenner auf Wunsch sofort anspricht und für Strom-Nachschub sorgt. Von der Ampel weg zieht man mit unmittelbarem Elektroschub zügig davon. Nicht so häufig fährt der Civic im reinen EV-Modus. Das Resultat: Eine vier vor dem Komma ist innerstädtisch machbar, auf der Autobahn sind gut sechseinhalb Liter realistisch. Der Fahrspaß wird mit einem hervorragenden Gefühl für die gefahrene Geschwindigkeit gefüttert, man ist also selten unbemerkt zu schnell unterwegs. Hinzu kommt das sportliche Fahrgefühl. Der Civic liegt straff auf der Straße, filtert den­noch alle störenden Unebenheiten heraus und liefert genau den richtigen Grad an Rück­meldung. Dazu passt die nicht extrem direkte, aber doch zielgenaue Lenkung. Diese gefällt mit angenehmem Widerstand und toller Kommunikation mit der Straße. Aber auch die Bedienung passt. Echte analoge Tasten und Drehregler erfreuen Fahrer und dienen der Verkehrssicherheit. Diese konservative Auslegung gefällt in der Praxis, zumal im Vergleich zu machen modernerem Mitbewerber. Vielleicht kommt ja die große Zeit des Civic noch, ein häufigerer Auftritt im heimischen Straßenbild hätte sich der japanische Golf-Gegner jedenfalls verdient. Text: Bernhard Reichel Fotos: Robert May Motor & Getriebe Zügige Beschleunigung des E-Motors, dabei angenehme simulierte Fahrstufen des kul­ti­vierten Saug-Benziners. Laut nur bei abruptem Leistungsabruf. Bloß kurzes rein elek­trisches Fahren möglich. Die Rekuperation ist in vier Stufen per Lenkrad-Wippen ver­stellbar – vom Adaptiv-Modus ist nicht viel zu spüren. Fahrwerk & Traktion Straffes, wankfreies Fahrwerk mit reichlich Restkomfort und Rückmeldung. Nicht über­trie­ben direkte, aber zielgenaue Lenkung mit sportlichem Widerstand. Agiles Fahrver­hal­ten. Kräftige, gefühlvoll dosierbare Bremsen. Im Nassen Traktions-Schwächen beim zügigen Ampelstart. Bedienung & Multimedia Angenehme Sitzposition auf gut geschnittenen und seitenhaltreichen Sitzen. Dünne A-Säule. Echte Tasten und Drehregler für Klimasteuerung und Lautstärke. Logi­sch aufge­bautes Multimedia Menü. Viele, wenn auch kleine Ablagen. Minus: großer Wendekreis, Übersicht nach hinten schlecht, Sprachsteuerung verbesserungswürdig Innen- & Kofferraum Gute Bewegungsfreiheit in beiden Reihen, Kopffreiheit aber eher bescheiden. Außen­länge und somit Kofferraum über Golfklasse-Format. Fondlehnen 2:1 umlegbar, dabei kleine Stufe. Der beim „Advance“ serienmäßiger Subwoofer vereinnahmt 20…

8

0

Fazit

Sparsame, aber keinesfalls Spaß-arme Alternative in der Golfklasse

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User Rating : No Ratings Yet !
8

Held des Alltags

Honda verpasst seinem Vollhybrid-Kompakten Civic eine dezente Auffrischung.

Seit 2021 fährt der Honda Civic in elfter Generation vor. Jetzt ist ein klassisches Facelift fällig. Schürzen und Scheinwerfer wurden nachgeschärft, der Kühlergrill ist nun ange­win­kelt. Die Nebelscheinwerfer entfallen, deren Aufgabe übernimmt das überarbeitete Licht­system. Frische Felgen-Designs und eine neue Farbe runden die Außen-Auffri­schung ab.

Innen geht es etwas dunkler zu, Säulen und Dachhimmel sind jetzt immer schwarz. Ab Niveau „Elegance“spielt es jetzt kabelloses Laden in der Mittelkonsole. Ein neuer Hoch­ge­schwindigkeits-Chip sorgt obendrein für flottere Reaktionen der Assistenz­systeme.
Unter der Haube bleibt alles beim bewährten Antrieb. Im Prinzip hat der Civic ein serielles Hybridsystem, sprich nur der Elektromotor mit 184 PS treibt die Vorderräder an, der 143 PS-Benziner dient rein als Stromerzeuger für den 1,1 kW kleinen Zwischen­speicher.

Bisher überzeugte die Kombination nur bedingt, das ständige zum Gaspedal unsyn­chro­ne Aufheulen ist meist irritierend bis nervig. Hondas Vorsprung offenbart diese Lö­sung mit simulierten Gangsprünge. Dieser Japaner fühlt sich an wie ein normales Auto­ma­tik-Auto. Als Zugabe klingt der Saugmotor richtig ansprechend, und ohne Verluste durch die Antriebsachse wirkt dieser noch motivierter.

Dieser Hybrid macht Laune, zumal der Verbrenner auf Wunsch sofort anspricht und für Strom-Nachschub sorgt. Von der Ampel weg zieht man mit unmittelbarem Elektroschub zügig davon. Nicht so häufig fährt der Civic im reinen EV-Modus.

Das Resultat: Eine vier vor dem Komma ist innerstädtisch machbar, auf der Autobahn sind gut sechseinhalb Liter realistisch. Der Fahrspaß wird mit einem hervorragenden Gefühl für die gefahrene Geschwindigkeit gefüttert, man ist also selten unbemerkt zu schnell unterwegs.
Hinzu kommt das sportliche Fahrgefühl. Der Civic liegt straff auf der Straße, filtert den­noch alle störenden Unebenheiten heraus und liefert genau den richtigen Grad an Rück­meldung. Dazu passt die nicht extrem direkte, aber doch zielgenaue Lenkung. Diese gefällt mit angenehmem Widerstand und toller Kommunikation mit der Straße.
Aber auch die Bedienung passt. Echte analoge Tasten und Drehregler erfreuen Fahrer und dienen der Verkehrssicherheit. Diese konservative Auslegung gefällt in der Praxis, zumal im Vergleich zu machen modernerem Mitbewerber. Vielleicht kommt ja die große Zeit des Civic noch, ein häufigerer Auftritt im heimischen Straßenbild hätte sich der japanische Golf-Gegner jedenfalls verdient.

Text: Bernhard Reichel Fotos: Robert May

Motor & Getriebe

Zügige Beschleunigung des E-Motors, dabei angenehme simulierte Fahrstufen des kul­ti­vierten Saug-Benziners. Laut nur bei abruptem Leistungsabruf. Bloß kurzes rein elek­trisches Fahren möglich. Die Rekuperation ist in vier Stufen per Lenkrad-Wippen ver­stellbar – vom Adaptiv-Modus ist nicht viel zu spüren.

Fahrwerk & Traktion

Straffes, wankfreies Fahrwerk mit reichlich Restkomfort und Rückmeldung. Nicht über­trie­ben direkte, aber zielgenaue Lenkung mit sportlichem Widerstand. Agiles Fahrver­hal­ten. Kräftige, gefühlvoll dosierbare Bremsen. Im Nassen Traktions-Schwächen beim zügigen Ampelstart.

Bedienung & Multimedia

Angenehme Sitzposition auf gut geschnittenen und seitenhaltreichen Sitzen. Dünne A-Säule. Echte Tasten und Drehregler für Klimasteuerung und Lautstärke. Logi­sch aufge­bautes Multimedia Menü. Viele, wenn auch kleine Ablagen. Minus: großer Wendekreis, Übersicht nach hinten schlecht, Sprachsteuerung verbesserungswürdig

Innen- & Kofferraum

Gute Bewegungsfreiheit in beiden Reihen, Kopffreiheit aber eher bescheiden. Außen­länge und somit Kofferraum über Golfklasse-Format. Fondlehnen 2:1 umlegbar, dabei kleine Stufe. Der beim „Advance“ serienmäßiger Subwoofer vereinnahmt 20 Liter. Ge­päckraumabdeckung als praktisches seitliches Rollo. Mittelhohe Ladekante

Dran & Drin

In der höchsten von drei Ausstattungsstufen üppig bestückt. Wer etwa auf die induktive Ladeschale, Lenkradheizung, adaptives Fernlicht, Panorama-Schiebedach, Premium-Sound oder Leder verzichten kann, spart 3200 Euro beim Downgrade auf die mittige Linie „Sport“. Fein: Materialien und Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit

Die sechs Standard-Airbags werden durch einen Zentralairbag, Knieairbags auf beiden Seiten und Seitenairbags im Fond konkurrenzlos maximiert. Das adaptive Fernlicht (Se­rie beim „Advance“) leuchtet mit ähnlich partiell aus wie Matrix-LED-Scheinwerfer. Un­auf­fällige und gut funktionierende (mittelschnell deaktivierbare) Assistenten auf Höhe der Zeit.

Preis & Kosten

Kein Schnäppchen, ausstattungsbereinigt aber OK. Teurer als seine direkten (wenn auch durchwegs kürzeren) Konkurrenten. Sehr sparsam in der Stadt, angemessen auf der Autobahn. Jahresservice-Pflicht, Wartungspaket für fünf Jahre 2190 Euro. Niedrige Kfz-Steuer. Drei Jahre bzw. 100.000 Kilometer Garantie (fünf Jahre auf Hybrid-Kompo­nen­ten, bei Service-Treue bis zu acht Jahre und 150.000 Kilometer). Überschaubar dichtes Werkstattnetz.

R4, 16V, 1993 ccm, 143 PS (107 kW) bei 5900/min, max. Drehmoment 186 Nm bei 4500/min, E-Motor (=Systemleistung) 184 PS (135 kW) bzw. 315 Nm, Akku 1,1 kWh, Vorderradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (v. bel.), L/B/H 4560/1890/1408 mm, Radstand 2734 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,6 m,Reifendimen­sion 235/40 R 18, Tankinhalt 40 l, Reichweite 715 km, Kofferraumvolumen 404–1187 l,Leergewicht (EU) 1533 kg, zul. Gesamtgewicht 1930 kg, max. Anh.-Last 750 kg, 0–100 km/h 8,1 sec, Spitze180 km/h, Steuer (jährl.) € 509,76, Werkstätten in Österreich 54, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 5,0 l, Test­verbrauch 5,6 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 114/129 g/km

Serienausstattung: sechs Airbags plus Zentral-Airbag, zwei Knieairbags, Seitenair­bags hinten, Notbrems-, Toterwinkel-, Querverkehrs-, Spurhalte-, Auspark-, Stau-,und Spurführungs-Assistent, Adaptiv-Tempomat mit Stop and go-Funktion, Verkehrszei­chen­­erkennung, Zweizonen-Klimaautomatik, digitale Instrumente 10,2 Zoll, 9 Zoll- Touchscreen, Navigation, Sprachsteuerung, Premium-Sound mit 12 LS und Sub­woofer, 4x USB-C,induktive Ladeschale, Lederpolsterung, E-Vordersitze, Sitzheizung v, Lenk­rad­heizung, akustische Einparkhilfe v+h, Rückfahrkamera, aut. abblend. Innen­spiegel, el. klappb. Außenspiegel, schlüsselloser Zugang, Panorama-Glasschiebedach, abge­dunkelte Fondscheiben, Alarmanlage, 18 Zoll-Aluräder etc.

Extras: Sport-Paket (Front- und Heckspoiler, Seitenschweller, schwarze Außenspiegel-Kappen und Embleme etc.) € 1690,–, Sport-Paket „Plus“ (Scheinwerfer-Dekor, Heck­schürze) € 850,–, Metallic-Lackierung ab € 790,–, alternative Räder-Design € 1490,–, Ambientebeleuchtung rot o. weiß ab € 1090,–, Akzentteile Silber oder Bronze € 1650,–, Anhängerkupplung abnehmbar € 1390,– etc.

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Lies unser E-Paper direkt in der App: