Test: Hyundai Tucson 1.6 T-GDI Plug-In 4WD AT Prestige Line

27. Januar 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Hyundai
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:265 PS
Testverbrauch:2,5–6,2 l/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:51.990 Euro

Hyundai beeindruckt seit Jahren mit Technologie-Offenheit. In der extrem breit gefächerten Palette finden sich neben Benzinern, Dieseln, Elektroautos und einem Wasserstoff-Modell auch Mild-, Voll- und Plug-In-Hybride. Letzteren Antrieb bekam nun auch die neueste Generation des Kompakt-SUV Tucson spendiert. Die Kombination aus 180 Benziner- und 91 Elektro-PS bringt es auf eine Systemleistung von 265 Pferdchen und wird auch im größeren Santa Fe sowie in dessen Kia-Schwestermodell Sorento ver­baut. Während bei den dicken Ansteck-Hybriden der Stromer sogar im reinen Elektromodus immer mal wieder auf Benziner-Unterstützung angewiesen ist, benötigt er diese im leichteren Tucson – bei genügend Saft in der Batterie – nicht: Dann geht es emissions­los flott dahin und das in unserem Test sogar 60 Kilometer weit (nur zwei Kilometer unter der Werksangabe).

Interessant: In Sachen Allrad lässt Hyundai den E-Motor nicht allein die Hinterachse antreiben, wie das bei der Konkurrenz meist üblich ist, sondern setzt eine klassische Kardanwelle ein, wobei die Hinterräder via Kupplung erst bei Schlupf vorne aktiv werden. In diesem Punkt bleibt die sonst so progressive Marke auch mal konservativ. 

Motor & Getriebe – Der Benziner wird nur höhertourig laut, gemeinsam mit dem bulligen Stromer sorgt er für gute Fahrleistungen. Positiv unauffällige Automatik.

Fahrwerk & Traktion – Auch ohne optionales Adaptiv-Fahrwerk federt der Tucson angenehm, Lastwechsel-Reaktionen werden vom ESP dezent entschärft. Leichtgängig-direkte Lenkung, kräftige Bremsen. Allradantrieb setzt mit leichter Verzögerung ein, dennoch gute Traktion.

Bedienung & Multimedia – Die Digital-Instrumente sind mehrfach ­konfigurier- und immer gut ablesbar. Klima-Bedienung über ­fixe (Softtouch-)Tasten, verständnisvolle Sprachsteuerung. Nobel: Beifahrersitz auch von links verstellbar. Tadellose Möbel, genügend Ablagen. Induktives Handyladen und Smartphone-Integration Serie.

Innen- & Kofferraum – In beiden Sitzreihen ordentlich Platz, die Kopffreiheit passt auch mit optionalem Panoramadach. Fond-Assets: viel Beinfreiheit, Lehnen neigungsverstellbar und im Verhältnis von 2:1:2 umlegbar. Ladevolumen gegenüber Standard-Benziner um 62 Liter verkleinert, doch nach wie vor familientauglich.

Dran & Drin – In der Top-Version „Prestige Line“ fein ausgestattet – wer auf Luxus wie Leder, E-Sitze, Premium-Sound sowie auf einige Assistenzsysteme verzichten kann, fährt mit dem „Smart Line“ um 8000 Euro günstiger. Gute Verarbeitung, hochwertige Materialien.

Schutz & Sicherheit – Sechs Airbags plus zentraler Luftpolster zwischen den Vordersitzen, dazu jede Menge ­Assistenzsysteme bis hin zum (gut funktionierenden) teilautonomen Fahren. Beim Blinker-Setzen wird der jeweilige ­tote Winkel via temporärem Kamera-Bild belebt.

Reichweite & Laden – Hohe Elektro-Reichweite, die Werksangabe (62 km) erreichten wir im Test mit 60 Kilometern nahezu. Mittelmäßige Ladeleistung von max. 7,2 kW, eine Vollladung dauert damit etwas über 100 Minuten.

Preis & Kosten – Kein Sonderangebot, ausstattungsbereinigt aber fair genug. Qualifiziert für Elektro-Förderung von 2750 Euro für Privatpersonen. Niedriger Verbrauch bei leerem Akku. Fünf Jahre Garantie, lange ­Service- Intervalle, gute Werkstattnetz-Dichte.

Tucson-Cockpit: elegant, modern und übersichtlich, die Touchscreen-Menüführung ist logisch.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Hyundai beeindruckt seit Jahren mit Technologie-Offenheit. In der extrem breit gefächerten Palette finden sich neben Benzinern, Dieseln, Elektroautos und einem Wasserstoff-Modell auch Mild-, Voll- und Plug-In-Hybride. Letzteren Antrieb bekam nun auch die neueste Generation des Kompakt-SUV Tucson spendiert. Die Kombination aus 180 Benziner- und 91 Elektro-PS bringt es auf eine Systemleistung von 265 Pferdchen und wird auch im größeren Santa Fe sowie in dessen Kia-Schwestermodell Sorento ver­baut. Während bei den dicken Ansteck-Hybriden der Stromer sogar im reinen Elektromodus immer mal wieder auf Benziner-Unterstützung angewiesen ist, benötigt er diese im leichteren Tucson – bei genügend Saft in der Batterie – nicht: Dann geht es emissions­los flott dahin und das in unserem Test sogar 60 Kilometer weit (nur zwei Kilometer unter der Werksangabe). Interessant: In Sachen Allrad lässt Hyundai den E-Motor nicht allein die Hinterachse antreiben, wie das bei der Konkurrenz meist üblich ist, sondern setzt eine klassische Kardanwelle ein, wobei die Hinterräder via Kupplung erst bei Schlupf vorne aktiv werden. In diesem Punkt bleibt die sonst so progressive Marke auch mal konservativ. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Benziner wird nur höhertourig laut, gemeinsam mit dem bulligen Stromer sorgt er für gute Fahrleistungen. Positiv unauffällige Automatik. Fahrwerk & Traktion - Auch ohne optionales Adaptiv-Fahrwerk federt der Tucson angenehm, Lastwechsel-Reaktionen werden vom ESP dezent entschärft. Leichtgängig-direkte Lenkung, kräftige Bremsen. Allradantrieb setzt mit leichter Verzögerung ein, dennoch gute Traktion. Bedienung & Multimedia - Die Digital-Instrumente sind mehrfach ­konfigurier- und immer gut ablesbar. Klima-Bedienung über ­fixe (Softtouch-)Tasten, verständnisvolle Sprachsteuerung. Nobel: Beifahrersitz auch von links verstellbar. Tadellose Möbel, genügend Ablagen. Induktives Handyladen und Smartphone-Integration Serie. Innen- & Kofferraum - In beiden Sitzreihen ordentlich Platz, die Kopffreiheit passt auch mit optionalem Panoramadach. Fond-Assets: viel Beinfreiheit, Lehnen neigungsverstellbar und im Verhältnis von 2:1:2 umlegbar. Ladevolumen gegenüber Standard-Benziner um 62 Liter verkleinert, doch nach wie vor familientauglich. Dran & Drin - In der Top-Version „Prestige Line“ fein ausgestattet – wer auf Luxus wie Leder, E-Sitze, Premium-Sound sowie auf einige Assistenzsysteme verzichten kann, fährt mit dem „Smart Line“ um 8000 Euro günstiger. Gute Verarbeitung, hochwertige Materialien. Schutz & Sicherheit - Sechs Airbags plus zentraler Luftpolster zwischen den Vordersitzen, dazu jede Menge ­Assistenzsysteme bis hin zum (gut funktionierenden) teilautonomen Fahren. Beim Blinker-Setzen wird der jeweilige ­tote Winkel via temporärem Kamera-Bild belebt. Reichweite & Laden - Hohe Elektro-Reichweite, die Werksangabe (62 km) erreichten wir im Test mit 60 Kilometern nahezu. Mittelmäßige Ladeleistung von max. 7,2 kW, eine Vollladung dauert damit etwas über 100 Minuten. Preis & Kosten - Kein Sonderangebot, ausstattungsbereinigt aber fair genug. Qualifiziert für Elektro-Förderung von 2750 Euro für Privatpersonen. Niedriger Verbrauch bei leerem Akku. Fünf Jahre Garantie, lange ­Service- Intervalle, gute Werkstattnetz-Dichte.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1643302974500{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1643301401238{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Tucson-Cockpit: elegant, modern und übersichtlich, die Touchscreen-Menüführung ist logisch.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb4360d8-c489"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1598 ccm, 180 PS (132 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 265 Nm bei 1500/min, E-Motor 91 PS (67 kW) bzw. 304 Nm, Systemleistung 265 PS (195 kW) bzw. 350 Nm, Akku 13,8 kWh, Sechsgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen…

8.5

FAZIT

Fein ausgestatteter und familientauglicher Plug-In-SUV zum noch erträglichen Preis.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
9

R4, 16V, Turbo, 1598 ccm, 180 PS (132 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 265 Nm bei 1500/min, E-Motor 91 PS (67 kW) bzw. 304 Nm, Systemleistung 265 PS (195 kW) bzw. 350 Nm, Akku 13,8 kWh, Sechsgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4500/1865/1650 mm, Radstand 2680 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,9 m, Reifendimension 235/50 R 19, Tankinhalt 42 l, Reichweite 675 km (plus elektr. 60), Kofferraumvolumen 558–1721 l, Leergewicht (EU) 1893 kg, zul. Gesamtgewicht 2415 kg, max. Anh.-Last 1350 kg, 0–100 km/h 8,2 sec, Spitze 191 (el. 130) km/h, Steuer (jährl.) € 630,72, Werkstätten in Österreich 130, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 1,4 l, Testverbrauch 2,5–6,2 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 31/57–143 g/km

sechs Airbags plus Zentral-Airbag, Notbrems-, Spurhalte-, Spurführungs-, Toterwinkel-, Abbiege- und Querverkehrs-Assistent, Ausstiegswarner, Adaptiv-Tempomat mit Stop & Go-Funktion, Headup-Display, LED-Licht, Licht-, Regen- u. Fernlicht-Sensor, Bergabfahrhilfe, Digital-Instrumente, 10,25 Zoll-Touchscreen-Multimediasystem, 4x USB, Android Audio & Apple CarPlay, Navigation mit Echtzeit-Verkehrsinfos, DAB-Tuner, HiFi-Sound, induktives Smartphone-Laden, Dreizonen-Klimaautomatik, Außenspiegel el. klappbar, Innenspiegel aut. abblendbar, akust. Einparkhilfe v+h, Echt-/Kunstlederpolsterung, E-Vordersitze (fahrerseitig mit Memory), Sitzheizung v+h, Sitzkühlung v, Rückfahrkamera, 360 Grad-Kameras, Einpark-Automatik, schlüsselloser Zugang, Lenkrad-Heizung, sensorgesteuerte E-Heckklappe, 19 Zoll-Aluräder etc. 

Panoramadach € 1290,–, Adaptiv-Fahrwerk € 990,–, Zweiton- od. Metallic-Lack € 650,–

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