Test: Jaguar XF Sportbrake S D200 AWD

3. August 2021
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Jaguar
Klasse:Kombi
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:204 PS
Testverbrauch:6,6 l/100km
Modelljahr:2021
Grundpreis:62.622 Euro

Jaguar gibt Gas: Nach den SUV F-Pace und E-Pace zeigt sich die Oberklassen-Baureihe XF ebenfalls aufgefrischt – nach sechs Jahren wurde es auch Zeit. Das Motorenangebot beschränkt sich ab sofort nur mehr auf Vierzylinder: Es gibt Benziner mit 250 (Hinterradantrieb) und 300 PS (Allrad) sowie einen Selbstzünder mit 204 PS und Mildhybrid – ­wahlweise (wie in unserem Fall) auch mit vier angetriebenen Rädern. Alle Varianten sind mit einer Achtgang-Automatik kombiniert, die auch manuell über hochwertige Alu-Schaltwippen dirigiert werden kann.

Innen hat auch hier das neue, hochauflösende Touchscreen-Multimediasystem Einzug gehalten, zudem wurde die Bedienung optimiert – der Drehregler für die Gang-Wahl wich etwa einem herkömmlichen Automatik-Hebel. Auch Lenkrad und ­Instrumente sind runderneuert und lassen den XF nun deutlich moderner und hochwertiger wirken. Unverändert bleiben das großzügige Platzangebot und die dynamisch-komfortab­len Fahreigenschaften samt feinen Langstrecken-Qualitäten. Das Kapitel klassischer Diesel-Kombi schließt Jaguar mit diesem Modell wohl, nachkommen wird dergleichen auf Grund der künftigen E-Orientierung eher nichts mehr. 

Motor & Getriebe – Der drehfreudige Zweiliter-Diesel geht gleichermaßen kultiviert wie kräftig zur Sache – mehr Motor braucht man im Alltag nicht. Unauffälliges Mild­hy­brid-System. Sanfte Achtgang-Automatik, die ­Gänge werden jedoch auffällig lange gehalten. Fein zu dosieren beim Rangieren.

Fahrwerk & Traktion – Tolle Mischung aus Komfort und Sportlichkeit, Testwagen mit ­Adaptiv-Dämpfern (Aufpreis 1018 Euro). Durchaus aktives, aber niemals gefährliches Fahrverhalten. ­Feinfühlig-direkte Lenkung, tadellose Bremsen (­auf größere Scheiben aufrüstbar). Top-Traktion dank 4102 Euro teurem Allrad.  

Bedienung & Multimedia – Angenehme Sitzposition auf komfortablem Gestühl. Ergonomisch weitgehend in Ordnung.  Die aufpreispflichtigen Digital-Instrumente sind gut abzulesen, die Bedienung (griffgünstig platzierter Touchscreen, Dreh- und ­Drückregler, Softtouch-Tasten, Sprachsteuerung) ist logisch, aber hier und da etwas kompliziert. Serien­mäßige Smartphone-Spiegelung,
induktives Handy­laden gegen 360 Euro extra. Vor allem nach hinten schlechte Übersicht, dafür stets mit Rundumkameras bestückt. Genügend Ablagen, jedoch enge Tür-Fächer. Große Reichweite.

Innen- & Kofferraum – Viel Bewegungsfreiheit vorne und hinten, überzeu­gen kann auch der gut nutzbare Kofferraum. Recht niedrige Ladekante, ebener Boden (auch nach Umlegen der 2:1:2-Fondlehnen). E-Heckklappe Serie.

Dran & Drin – In der Basisversion „S“ immerhin mit E-Sitzen, Lederausstattung, Holz-Dekor, Klima und DAB-­Tuner bestückt, auf Wunsch ist sogar belüftetes Massage-Gestühl zu haben. Lobenswert: Materialwahl und Verarbeitung. 

Schutz & Sicherheit – Klassenüblich: Luftpolster-Aufkommen, Insassenschutz sowie der Umstand, dass die meisten E-Helferlein aufpreispflichtig sind – zumindest ist der Spurverlassens-Warner Serie. 

Preis & Kosten – Die gesamte Premium-Konkurrenz à la Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse ist eine Spur teurer. Recht wenige Werkstätten, dafür lange Wartungsintervalle. Top: drei Jahre Garantie sowie ­gratis Service. Werthaltung kein Ruhmesblatt.

Gänzlich modernisiert zeigt sich die Fahrerumgebung des XF. Leder und Natur-Holz gibt es ohne Aufpreis.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Jaguar gibt Gas: Nach den SUV F-Pace und E-Pace zeigt sich die Oberklassen-Baureihe XF ebenfalls aufgefrischt – nach sechs Jahren wurde es auch Zeit. Das Motorenangebot beschränkt sich ab sofort nur mehr auf Vierzylinder: Es gibt Benziner mit 250 (Hinterradantrieb) und 300 PS (Allrad) sowie einen Selbstzünder mit 204 PS und Mildhybrid – ­wahlweise (wie in unserem Fall) auch mit vier angetriebenen Rädern. Alle Varianten sind mit einer Achtgang-Automatik kombiniert, die auch manuell über hochwertige Alu-Schaltwippen dirigiert werden kann. Innen hat auch hier das neue, hochauflösende Touchscreen-Multimediasystem Einzug gehalten, zudem wurde die Bedienung optimiert – der Drehregler für die Gang-Wahl wich etwa einem herkömmlichen Automatik-Hebel. Auch Lenkrad und ­Instrumente sind runderneuert und lassen den XF nun deutlich moderner und hochwertiger wirken. Unverändert bleiben das großzügige Platzangebot und die dynamisch-komfortab­len Fahreigenschaften samt feinen Langstrecken-Qualitäten. Das Kapitel klassischer Diesel-Kombi schließt Jaguar mit diesem Modell wohl, nachkommen wird dergleichen auf Grund der künftigen E-Orientierung eher nichts mehr. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der drehfreudige Zweiliter-Diesel geht gleichermaßen kultiviert wie kräftig zur Sache – mehr Motor braucht man im Alltag nicht. Unauffälliges Mild­hy­brid-System. Sanfte Achtgang-Automatik, die ­Gänge werden jedoch auffällig lange gehalten. Fein zu dosieren beim Rangieren. Fahrwerk & Traktion - Tolle Mischung aus Komfort und Sportlichkeit, Testwagen mit ­Adaptiv-Dämpfern (Aufpreis 1018 Euro). Durchaus aktives, aber niemals gefährliches Fahrverhalten. ­Feinfühlig-direkte Lenkung, tadellose Bremsen (­auf größere Scheiben aufrüstbar). Top-Traktion dank 4102 Euro teurem Allrad.   Bedienung & Multimedia - Angenehme Sitzposition auf komfortablem Gestühl. Ergonomisch weitgehend in Ordnung.  Die aufpreispflichtigen Digital-Instrumente sind gut abzulesen, die Bedienung (griffgünstig platzierter Touchscreen, Dreh- und ­Drückregler, Softtouch-Tasten, Sprachsteuerung) ist logisch, aber hier und da etwas kompliziert. Serien­mäßige Smartphone-Spiegelung, induktives Handy­laden gegen 360 Euro extra. Vor allem nach hinten schlechte Übersicht, dafür stets mit Rundumkameras bestückt. Genügend Ablagen, jedoch enge Tür-Fächer. Große Reichweite. Innen- & Kofferraum - Viel Bewegungsfreiheit vorne und hinten, überzeu­gen kann auch der gut nutzbare Kofferraum. Recht niedrige Ladekante, ebener Boden (auch nach Umlegen der 2:1:2-Fondlehnen). E-Heckklappe Serie. Dran & Drin - In der Basisversion „S“ immerhin mit E-Sitzen, Lederausstattung, Holz-Dekor, Klima und DAB-­Tuner bestückt, auf Wunsch ist sogar belüftetes Massage-Gestühl zu haben. Lobenswert: Materialwahl und Verarbeitung.  Schutz & Sicherheit - Klassenüblich: Luftpolster-Aufkommen, Insassenschutz sowie der Umstand, dass die meisten E-Helferlein aufpreispflichtig sind – zumindest ist der Spurverlassens-Warner Serie.  Preis & Kosten - Die gesamte Premium-Konkurrenz à la Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse ist eine Spur teurer. Recht wenige Werkstätten, dafür lange Wartungsintervalle. Top: drei Jahre Garantie sowie ­gratis Service. Werthaltung kein Ruhmesblatt.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1627989581092{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1627989222292{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Gänzlich modernisiert zeigt sich die Fahrerumgebung des XF. Leder und Natur-Holz gibt es ohne Aufpreis.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43cd25-0fd0"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1997 ccm, 204 PS (150 kW) bei 4250/min, max. Drehmoment 430 Nm bei 1750–2500/min, 48V-Mildhybrid, E-Motor 20 PS (15 kW), Achtgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4964/ 1987/1494 mm, Radstand 2960 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,9 m, Reifendimension 245/45 R 18 (Testwagen-Bereifung 245/40 R 20), Tankinhalt 66 l (AdBlue: 16 l), Reichweite 1000 km, Kofferraumvolumen…

6.9

FAZIT

Edler und unaufgeregter Lademeister mit klassischen Linien und modernem Touch.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R4, 16V, Turbo, 1997 ccm, 204 PS (150 kW) bei 4250/min, max. Drehmoment 430 Nm bei 1750–2500/min, 48V-Mildhybrid, E-Motor 20 PS (15 kW), Achtgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4964/ 1987/1494 mm, Radstand 2960 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,9 m, Reifendimension 245/45 R 18 (Testwagen-Bereifung 245/40 R 20), Tankinhalt 66 l (AdBlue: 16 l), Reichweite 1000 km, Kofferraumvolumen 563–1695 l, Leergewicht (EU) 1931 kg, zul. Gesamtgewicht 2450 kg, max. Anh.-Last 2000 kg, 0–100 km/h 8,0 sec, Spitze 230 km/h, Steuer (jährl.) € 1071,36, Werkstätten in Österreich 18, Service alle 34.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 5,7 l, Testverbrauch 6,6 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 150/174 g/km 

sechs Airbags, Spurverlassens-Warner, Verkehrszeichen-Erkennung, Notbrems-Assistent, LED-Licht, Tempomat, Einparkhilfe v+h, Rundum-Kameras, Spiegel autom. abblend., Lederpolsterung, Holz-De­kor, E-Sitzverstellung v, el. klappb. Außenspiegel, Licht- und Regensensor, Zweizonen-Klimaautomatik, Audiosystem mit DAB-Tuner und 6 LS, Sprachsteuerung,  11,4 Zoll-Touchscreen, 18 Zoll-Aluräder, E-Heckklappe etc.

Fahrassistenz-Paket (adaptive Geschwindigkeitsregelung plus Heckkollisions-Vermeidungssystem, Toterwinkel-Assistent etc.) € 1974,–, Fernlicht-Automatik € 154,–, Headup-Display € 1103,–, digitale Instrumente (12,3 Zoll) € 720,–, Navigation € 1080,– HiFi-Sound ab € 638,–, WLAN-Hotspot € 466,–, 19/20 Zoll-Aluräder ab € 1663,–/2772,–, Winter-Paket (Lenkradheizung, heizb. Windschutzscheibe etc.) € 709,–, Komfort-Paket (­schlüsselloser Zugang, Türen mit Zuzieh-Automatik, el. verstellb. Lenksäule etc.) € 2607,–, Massage-Sitze v € 2108,–, Sitzheizung/-klimatisierung v € 411,–/2622,–, schlüsselloser Zugang € 504,–, Panoramadach
€ 1445,–, Metallic-Lack ab € 1058,– etc.  

1 Kommentare

  1. In dieser Fahrzeugklasse keinen 6-Zylinder zusätzlich anzubieten ist ein Manko, welches auch Volvo teilt – aber die haben ja keinen im Chinaregal. Jaguar bräuchte ja nur auf den neu entwickelten, konzerneigenen Reihensechszylinder zugreifen wie beim F-Pace. Denn der Verbrauchsunterschied ist bei identer Fahrweise vernachlässigbar und die Laufruhe und das Schnurren/Grollen eines 6-Zylinders ist nach wie vor unerreicht von 4-Zylindern. Soundmachines via Lautsprecher oder ähnliche Wixereien bieten da keinen Ersatz.

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