Test Kia EV5 GT-line

Fahrzeugdaten:

Automarke:
Kia
Klasse:
Geländewagen/SUV
Antrieb:
Vorderrad
Leistung:
218PS
Treibstoff:
Elektro
Treibstoff:
17,8 kWh /100 km
Modelljahr:
2025
Grundpreis:
54590€
Sportage unter Strom Wir testen Kias neuen familientauglichen Elektro-SUV in der sportlich-noblen Top-Ausstattung. Langsam könnte man bei der koreanischen „Electric Vehicle“-Familie den Überblick ver­lieren, der EV2 wurde gerade erst präsentiert, der EV5 hier ist der jüngste Streich, den man be­reits kaufen kann. Von den Abmessungen her ist er am ehesten mit Kias Klas­siker Sportage zu vergleichen, der 5er misst bei Radstand und Länge freilich sieben Zentimeter mehr. Nachdem der Basis-Kofferraum auf exakt demselben Niveau liegt, kann man sich schon vorstellen, wer am meisten von der „Streckung“ profitiert – erraten: die Fond-Pas­sagiere. Die Kniefreiheit auf der Rückbank ist wirklich top, dazu sind die Lehnen auch hier in der Neigung zu verstellen. Weiterer EV-Pluspunkt: Unter der vorderen Haube wartet ein brauchbarer Frunk, der es locker mit dem Ladekabel aufnimmt. Toppen kann das Cockpit des Elektrikers seinen Verbrenner-Bruder in Sachen Abla­gen-Aufkommen, dafür könnte hier der eine oder andere Drehregler abgehen – in Summe passt aber auch die Bedienung im EV5. Ziemlich dünn ist zurzeit allerdings noch die Antriebs-Palette des Strom-SUV, es gibt vor­erst nur eine Variante mit 218 PS und Frontantrieb, ein Allradler sowie eine potente GT-Version folgen freilich im Laufe des Jahres. Mehr Auswahl gibt es in Sachen Ausstattung. Die Basis-Mitgift „Air“ bringt um 45.590 Eu­ro bereits Einparkhilfe vorne wie hinten, zwei 12,3 Zoll-Monitore, Rückfahr­ka­mera, schlüssellosen Zugang, Wärmepumpe, Sitz- und Lenkrad-Heizung, 18-Zöller, abgedun­kelte Fondscheiben und dazu Adaptiv-Tempomat sowie Spurfolge-Assistent. Der 2600 Euro teurere „Earth“ legt etwa noch klimatisierbare E-Vordersitze, Sitz­heizung hinten, V2L-Adapter und induktives Handyladen drauf. Der „Earth Plus“ addiert um weitere 2000 Euro unter anderem Rundumkamera, sensor­ge­steuerte E-Heckkappe, ein paar Assistenzsysteme, digitalen Schlüssel und Kunstle­der-Polste­rung. Die getestete „GT-line“ toppt das Ganze mit Massage-Sitz fahrerseitig, Head­up-Dis­play, Fingerabdruck-Sensor, Harman-Kardon-Sound und 19 Zoll-Rädern. Hier ist man dann allerdings schon bei einem Tarif von 54.590 Euro angelangt, Stich­wort Fa­mi­lientauglichkeit. Zweierlei zeigte sich bei unserem winterlichen Test: Die Traktion auf Schnee ist über­ra­schend gut, was auch an der souverän arbeitenden Schlupfregelung liegt. Und wie bei so viele Elektro-Autos bricht bei tieferen Temperaturen die Reichweite ein: 330 statt der 505 versprochenen Kilometer waren es bei uns in der Praxis. Text: Enrico Falchetto Fotos: Robert May Motor & Getriebe Guter, aber keinesfalls atemberaubender Vortrieb. Rekuperation über Lenkrad-Wipp­tasten dreistufig zu variieren – der zusätzliche Automatik-Modus funktioniert gut und bremst bis zum Stillstand. Top: die Geräuschdämmung. Fahrwerk & Traktion Guter Fahrkomfort, dank tiefem Schwerpunkt dennoch wenig Wanken in flotten Kurven – und dabei keine Lastwechsel-Tücken. Selbst auf Schee überraschend gute Traktion, auch ob souveräner Schlupfregelung. Bremsen nicht sehr fein zu dosieren, aber wirk­sam. Lenkung: präzise, direkt genug, im richtigen Maß leichtgängig. Bedienung & Multimedia Ordentliche Sitzposition, gute Übersicht, wenig Seitenhalt. Problemlose Bedienung, ob­wohl keine Drehregler, aber ausreichend echte Tasten. Multimediasystem rasch durch­schaut. Fein: viele Ablagen, gute Sprachsteuerung, V2L-Adapter, 220V-Steckdose im Kofferraum, USB-C-Slots auch im Fond, Relax-Sitze vorne, Fingerabdrucksensor zur Identifikation, Vorklimatisierung via App. Innen- & Kofferraum Viel Passagier-Platz, im Fond gefallen Beinfreiheit und Schenkelauflage. Kofferraum recht groß und mit geräumigem Fach unterm Boden, nach Umlegen der (neigungs­ver­stellbaren) 2:1-Fondlehnen keine Stufe und ebener Ladefläche. Mittelmäßige Anhänge­last, weit aufschwingende E-Heckklappe. Dran &…

7.8

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Fazit

Gelungener Strom-SUV für den komfortbetonten Genießer statt den hektischen Hetzer.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
Reichweite & Laden
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8

Sportage unter Strom

Wir testen Kias neuen familientauglichen Elektro-SUV in der sportlich-noblen Top-Ausstattung.

Langsam könnte man bei der koreanischen „Electric Vehicle“-Familie den Überblick ver­lieren, der EV2 wurde gerade erst präsentiert, der EV5 hier ist der jüngste Streich, den man be­reits kaufen kann. Von den Abmessungen her ist er am ehesten mit Kias Klas­siker Sportage zu vergleichen, der 5er misst bei Radstand und Länge freilich sieben Zentimeter mehr.

Nachdem der Basis-Kofferraum auf exakt demselben Niveau liegt, kann man sich schon vorstellen, wer am meisten von der „Streckung“ profitiert – erraten: die Fond-Pas­sagiere. Die Kniefreiheit auf der Rückbank ist wirklich top, dazu sind die Lehnen auch hier in der Neigung zu verstellen. Weiterer EV-Pluspunkt: Unter der vorderen Haube wartet ein brauchbarer Frunk, der es locker mit dem Ladekabel aufnimmt.

Toppen kann das Cockpit des Elektrikers seinen Verbrenner-Bruder in Sachen Abla­gen-Aufkommen, dafür könnte hier der eine oder andere Drehregler abgehen – in Summe passt aber auch die Bedienung im EV5.

Ziemlich dünn ist zurzeit allerdings noch die Antriebs-Palette des Strom-SUV, es gibt vor­erst nur eine Variante mit 218 PS und Frontantrieb, ein Allradler sowie eine potente GT-Version folgen freilich im Laufe des Jahres.

Mehr Auswahl gibt es in Sachen Ausstattung. Die Basis-Mitgift „Air“ bringt um 45.590 Eu­ro bereits Einparkhilfe vorne wie hinten, zwei 12,3 Zoll-Monitore, Rückfahr­ka­mera, schlüssellosen Zugang, Wärmepumpe, Sitz- und Lenkrad-Heizung, 18-Zöller, abgedun­kelte Fondscheiben und dazu Adaptiv-Tempomat sowie Spurfolge-Assistent. Der 2600 Euro teurere „Earth“ legt etwa noch klimatisierbare E-Vordersitze, Sitz­heizung hinten, V2L-Adapter und induktives Handyladen drauf.

Der „Earth Plus“ addiert um weitere 2000 Euro unter anderem Rundumkamera, sensor­ge­steuerte E-Heckkappe, ein paar Assistenzsysteme, digitalen Schlüssel und Kunstle­der-Polste­rung. Die getestete „GT-line“ toppt das Ganze mit Massage-Sitz fahrerseitig, Head­up-Dis­play, Fingerabdruck-Sensor, Harman-Kardon-Sound und 19 Zoll-Rädern. Hier ist man dann allerdings schon bei einem Tarif von 54.590 Euro angelangt, Stich­wort Fa­mi­lientauglichkeit.

Zweierlei zeigte sich bei unserem winterlichen Test: Die Traktion auf Schnee ist über­ra­schend gut, was auch an der souverän arbeitenden Schlupfregelung liegt. Und wie bei so viele Elektro-Autos bricht bei tieferen Temperaturen die Reichweite ein: 330 statt der 505 versprochenen Kilometer waren es bei uns in der Praxis.

Text: Enrico Falchetto Fotos: Robert May

Motor & Getriebe

Guter, aber keinesfalls atemberaubender Vortrieb. Rekuperation über Lenkrad-Wipp­tasten dreistufig zu variieren – der zusätzliche Automatik-Modus funktioniert gut und bremst bis zum Stillstand. Top: die Geräuschdämmung. 

Fahrwerk & Traktion

Guter Fahrkomfort, dank tiefem Schwerpunkt dennoch wenig Wanken in flotten Kurven – und dabei keine Lastwechsel-Tücken. Selbst auf Schee überraschend gute Traktion, auch ob souveräner Schlupfregelung. Bremsen nicht sehr fein zu dosieren, aber wirk­sam. Lenkung: präzise, direkt genug, im richtigen Maß leichtgängig.

Bedienung & Multimedia

Ordentliche Sitzposition, gute Übersicht, wenig Seitenhalt. Problemlose Bedienung, ob­wohl keine Drehregler, aber ausreichend echte Tasten. Multimediasystem rasch durch­schaut. Fein: viele Ablagen, gute Sprachsteuerung, V2L-Adapter, 220V-Steckdose im Kofferraum, USB-C-Slots auch im Fond, Relax-Sitze vorne, Fingerabdrucksensor zur Identifikation, Vorklimatisierung via App.

Innen- & Kofferraum

Viel Passagier-Platz, im Fond gefallen Beinfreiheit und Schenkelauflage. Kofferraum recht groß und mit geräumigem Fach unterm Boden, nach Umlegen der (neigungs­ver­stellbaren) 2:1-Fondlehnen keine Stufe und ebener Ladefläche. Mittelmäßige Anhänge­last, weit aufschwingende E-Heckklappe.

Dran & Drin

In der besten von vier Ausstattungsstufen ziemlich üppig bestückt, mit den billigeren Versionen fährt man auch nicht schlecht. Panorama-Schiebedach als einziges echtes Extra. Saubere und klapperfreie Materialien, angenehmer Material-Eindruck.

Schutz & Sicherheit

Vorderer Zentralairbag als einziges Luftpolster-Atout. Alle zeitgemäßen Assistenz­sys­te­me an Bord – sie funktionieren gut und lassen sich halbwegs flott stummschalten bzw. deaktivieren.

Reichweite & Laden

Bei winterlichen Temperaturen kein Hit in Sachen Strom-Verbrauch – Überland natür­lich „durstig“. 150 kW Gleichstrom-Lade mittlerweile mittelmäßig, 30 Minuten auf 80 Prozent sind jedenfalls ein passabler (Theorie-)Wert.

Preis & Kosten

Die meisten Mitbewerber (Citroën C5 Aircross, Opel Grandland, Nissan Ariya, Skoda Enyaq, Toyota bz4X, VW ID.4) sind billiger, haben aber weniger Ausstattung und kleinere Akkus. Kia-Plus: sieben Jahre bzw. 150.000 Kilometer Garantie. Ebenfalls gut: dichtes Werkstatt-Netz, lange Service-Intervalle. Kein Hit: der Stromverbrauch.

Synchronmotor, Spitzenleistung 218 PS (160 kW), Dauerleistung 72 PS (53 kW), max. Drehmoment 295 Nm, Akku (netto) 81,4 kWh, Vorderradantrieb mit fixer Übersetzung, Schei­ben­bremsen v/h (v bel.), L/B/H4610/1875/1680 mm, Radstand 2750 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,7 m, Reifendimension 235/55 R 19,Kofferraumvolumen v/h 44/566–1650 l, Leergewicht (EU) 2069 kg, zul. Gesamtgewicht 2580 kg, max. Anh.-Last 1200 kg, 0–100 km/h 8,4 sec, 60–100 km/h 4,4 sec, Spitze 165 km/h, Steuer (jährl.) € 360,84,Werkstätten in Österreich 100, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 17,8 kWh, Testverbrauch 24,9 kWh, Reich­weite Norm/Test 505/330 km, Ladedauer bei 11 kW (100%) 7:20 Std, bei 150 kW Gleich­strom (80%) 30 Min

Serienausstattung: sechs Airbags plus Zentralairbag v, Adaptiv-Tempomat, Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, Autobahn- und Toterwinkel-Assistent, Quer­ver­kehrs- und Spurwechsel Warner, Toterwinkel-Warner, Auspark-Kollisionsver­meid­er, di­gitale Instrumente 12,3 Zoll, Multimediasystem mit 12,3 Zoll Touchscreen, Naviga­tion, Dreizonen-Klimaautomatik, Rundumkamera, Einparkhilfe v/h, Licht- und Regen­sensor, schlüsselloser Zugang, automatisch abblendender Innenspiegel, digitaler Schlüssel, in­duktives Handyladen, 220V-Steckdose, abgedunkelte Fondscheiben, Außenspiegel el. klappbar, Wärmepumpe, sensorgesteuerte E-Heckklappe, el. verstell- und klimati­sier­ba­re Relax-Sitze mit E-Lendenwirbelstütze und Massage-Funktion fahrerseitig, Sitzhei­zung h, Lenkrad­heizung, Kunstlederpolsterung, ferngesteuertes Parken, Harman Kar­don-Sound, Headup-Display, Vehicle-to-load-Adapter, Sportlenkrad, Aluräder 19 Zoll etc.

Extras: Metallic/Matt-Lackierung € 850,–/1850,–, Panorama-Schiebedach € 1200,–

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