Test Kia K4 GT-line 1.6 T-GDI 180

Fahrzeugdaten:

Automarke:
Kia
Klasse:
Kompaktwagen
Antrieb:
Vorderrad
Leistung:
180PS
Treibstoff:
Benzin
Treibstoff:
7,6 l /100 km
Modelljahr:
2026
Grundpreis:
34290€
Korea-Golf Mit dem K4 schickt Kia den Nachfolger des Ceed ins Rennen. Der neue Golf-Gegner setzt auf klassisches Verbrenner-Rezept und frisches Design. Kia bringt derzeit ein neues Modell nach dem anderen. Während die Elektro-Offensive längst auf Touren ist, legen die Koreaner parallel auch bei den klassischen Verbrennern nach. Der K4 übernimmt in der Golfklasse die Rolle des Ceed, der seit 2006 in drei Generationen eine fixe Größe im Kia-Programm war. Der Name ist neu, die Aufgabe dahinter ziemlich klar: ein kompakter Allrounder für alle, die noch nicht komplett an der Steckdose hängen wollen. Optisch schlägt der K4 dabei einen anderen Weg ein als viele seiner Marken-Brüder. Die flache Linie, die weit nach hinten gezogene Dachpartie und die in der C-Säule versteckten Fondtürgriffe verleihen ihm einen eigenständigen Auftritt. Dazu kommt das markante Lichtdesign, das dem Koreaner an Front und Heck einen hohen Wiedererkennungswert verschafft. Das Ausstattung-Angebot hält Kia überschaubar vier Stufen (Titan, Silber, Gold und GT-line) ordnen die Palette, bei den Extras bleibt es bei wenigen Paketen statt endloser Kreuzchen-Listen. Das Einstiegsmodell startet bei 25.590 Euro. Unter der Haube geht Kia bewusst einen konservativen Weg. Statt noch mehr Elektrifizierung gibt es klassische Turbobenziner mit 1,0 oder 1,6 Liter Hubraum. Die Leistungspanne reicht von 115 bis 180 PS, teilweise mit 48-Volt-Unterstützung, teilweise ganz konventionell. Wer es traditionell mag, bekommt in manchen Versionen sogar noch ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Die stärkeren Varianten fahren mit Siebengang-Doppelkupplung vor. Innen zeigt sich ein ähnliches Bild. Das Cockpit ist modern, aber nicht verspielt. Die große Display-Landschaft wirkt aufgeräumt, die Menüs sind logisch aufgebaut, und viele Funktionen lassen sich ohne langes Herumtippen erfassen. Wer ein neues Auto nicht erst studieren will, findet sich hier schnell zurecht. Dazu kommt der angenehme Mix aus Touchflächen und echten Tasten, vor allem bei der Klimabedienung. Auch beim Platzangebot liefert der K4 ab. Der lange Radstand von 2,72 Metern macht sich vor allem in der zweiten Reihe bemerkbar. Hinten fährt man nicht bloß irgendwie mit, sondern sitzt durchaus ordentlich – selbst größere Passagiere finden noch genug Luft über dem Kopf. Im Test trat der K4 als Topmodell an, also in der GT-line mit 180 PS. In früheren Spitzen-Ceed war noch etwas mehr Feuer drin, untermotorisiert ist der K4 deshalb aber keineswegs. Der 1600er liefert ordentlich Vorschub, harmoniert gut mit dem Doppel­kupp­lungsgetriebe und passt bestens zum Charakter des Autos. Unterm Strich ist der K4 kein Revolutionär, sondern ein gut gemachter Nachfolger für den beliebten Ceed. Er sieht eigenständig aus, bietet viel Technik, bleibt im Alltag angenehm unkompliziert und hält am klassischen Verbrenner fest. Für viele Kunden dürfte genau das die beste Nachricht sein. Und wer schnell ist, profitiert bis Ende Juni noch von 3900 Euro Rabatt. Text: Enrico Falchetto Fotos: Robert May Motor & Getriebe Kräftiger Durchzug durch gut bulligen Vierzylinder-Turbobenziner. Sauber und flott schaltendes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe – im Sport-Modus spürbar spontaner. Fahrwerk & Traktion Traktion auch ohne Allrad verlässlich, der Kompakt-Kia federt komfortorientiert ohne weiche Knie in schnellen Kurven. Absolut brav im Grenzbereich, keine Allüren bei Lastwechseln. Lenkung direkt genug, aber eher auf Komfort getrimmt. Bremsen…

8.6

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Fazit

Kompakter Koreaner mit gutem Komfort und feiner Ausstattung zum fairen Preis.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
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9

Korea-Golf

Mit dem K4 schickt Kia den Nachfolger des Ceed ins Rennen. Der neue Golf-Gegner setzt auf klassisches Verbrenner-Rezept und frisches Design.

Kia bringt derzeit ein neues Modell nach dem anderen. Während die Elektro-Offensive längst auf Touren ist, legen die Koreaner parallel auch bei den klassischen Verbrennern nach. Der K4 übernimmt in der Golfklasse die Rolle des Ceed, der seit 2006 in drei Generationen eine fixe Größe im Kia-Programm war. Der Name ist neu, die Aufgabe dahinter ziemlich klar: ein kompakter Allrounder für alle, die noch nicht komplett an der Steckdose hängen wollen.

Optisch schlägt der K4 dabei einen anderen Weg ein als viele seiner Marken-Brüder. Die flache Linie, die weit nach hinten gezogene Dachpartie und die in der C-Säule versteckten Fondtürgriffe verleihen ihm einen eigenständigen Auftritt. Dazu kommt das markante Lichtdesign, das dem Koreaner an Front und Heck einen hohen Wiedererkennungswert verschafft.

Das Ausstattung-Angebot hält Kia überschaubar vier Stufen (Titan, Silber, Gold und GT-line) ordnen die Palette, bei den Extras bleibt es bei wenigen Paketen statt endloser Kreuzchen-Listen. Das Einstiegsmodell startet bei 25.590 Euro.

Unter der Haube geht Kia bewusst einen konservativen Weg. Statt noch mehr Elektrifizierung gibt es klassische Turbobenziner mit 1,0 oder 1,6 Liter Hubraum. Die Leistungspanne reicht von 115 bis 180 PS, teilweise mit 48-Volt-Unterstützung, teilweise ganz konventionell. Wer es traditionell mag, bekommt in manchen Versionen sogar noch ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Die stärkeren Varianten fahren mit Siebengang-Doppelkupplung vor.

Innen zeigt sich ein ähnliches Bild. Das Cockpit ist modern, aber nicht verspielt. Die große Display-Landschaft wirkt aufgeräumt, die Menüs sind logisch aufgebaut, und viele Funktionen lassen sich ohne langes Herumtippen erfassen. Wer ein neues Auto nicht erst studieren will, findet sich hier schnell zurecht. Dazu kommt der angenehme Mix aus Touchflächen und echten Tasten, vor allem bei der Klimabedienung.

Auch beim Platzangebot liefert der K4 ab. Der lange Radstand von 2,72 Metern macht sich vor allem in der zweiten Reihe bemerkbar. Hinten fährt man nicht bloß irgendwie mit, sondern sitzt durchaus ordentlich – selbst größere Passagiere finden noch genug Luft über dem Kopf.

Im Test trat der K4 als Topmodell an, also in der GT-line mit 180 PS. In früheren Spitzen-Ceed war noch etwas mehr Feuer drin, untermotorisiert ist der K4 deshalb aber keineswegs. Der 1600er liefert ordentlich Vorschub, harmoniert gut mit dem Doppel­kupp­lungsgetriebe und passt bestens zum Charakter des Autos.  

Unterm Strich ist der K4 kein Revolutionär, sondern ein gut gemachter Nachfolger für den beliebten Ceed. Er sieht eigenständig aus, bietet viel Technik, bleibt im Alltag angenehm unkompliziert und hält am klassischen Verbrenner fest. Für viele Kunden dürfte genau das die beste Nachricht sein. Und wer schnell ist, profitiert bis Ende Juni noch von 3900 Euro Rabatt.  

Text: Enrico Falchetto Fotos: Robert May

Motor & Getriebe

Kräftiger Durchzug durch gut bulligen Vierzylinder-Turbobenziner. Sauber und flott schaltendes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe – im Sport-Modus spürbar spontaner.

Fahrwerk & Traktion

Traktion auch ohne Allrad verlässlich, der Kompakt-Kia federt komfortorientiert ohne weiche Knie in schnellen Kurven. Absolut brav im Grenzbereich, keine Allüren bei Lastwechseln. Lenkung direkt genug, aber eher auf Komfort getrimmt. Bremsen unauffällig OK.

Bedienung & Multimedia

Weich gepolsterte Sitze, Tasten für Sitzklimatisierung und Lenkradheizung an der Türverkleidung. Cockpit mit echten Tasten für Grundfunktionen und klar strukturiertem Touchscreen, Sprachsteuerung zuverlässig. Im Mitteltunnel reichlich Stauraum mit USB-C, Induktiv-Ladefeld und Becherhaltern. Im Fond zwei USB-C Slots. Rundum­kamera hochauflösend. Einige Funktionen aus der Entfernung via App steuerbar. Gute Über- und Rundumsicht. Elektrische Kindersicherung für die Fondtüren.

Innen- & Kofferraum

Vorne großzügiges Raumgefühl, im Fond viel Bein- und Kopffreiheit – die 2:1-Umlege-Lehnen ergeben eine ebene Fläche. Gut nutzbares Fach unterm Ladeboden, Lade­kanten-Höhe im Klassenschnitt. Kofferraumvolumen deutlich unter dem des VW Golf.

Dran & Drin

Für 1000 Euro weniger verzichtet man auf 30 PS, weitere 3000 Euro günstiger kommt der „Gold“ – dabei verzichtet man aber unter anderem auf E-Fahrersitz, Sitzventilation vorne, Sitzheizung hinten, Headup-Display und 18-Zöller. Saubere Verarbeitung, angenehme und hochwertige Materialien.

Schutz & Sicherheit

Standard-Airbagset mit Zusatzkissen in der Fahrzeugmitte. Assistenzprogramm beim „GT line“ um Spurwechsel- und Auspark-Kollisionsvermeidung erweitert. Toterwinkel-Warner mit Kamera-Darstellung in den Instrumenten. Warn-Gepiepse schnell und ohne große Sucherei im Menü abschaltbar.

Preis & Kosten

Durch die aktuelle Rabatt-Aktion sogar günstiger als ein Seat Leon, als ein Golf sowieso, auch Toyota Corolla und Opel Astra sind teurer. Fein: sieben Jahre Garantie. Weniger gut: recht hoher Praxis-Verbrauch. Jahresservice Pflicht.

R4, 16V, Turbo, 1598 ccm, 180 PS (132 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 265 Nm bei 1500–4500/min, 12V-Mildhybrid, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorder­rad­antrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.) L/B/H4440/1850/1435 mm, Radstand 2720 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,8 m, Reifendimension 235/40 R 18, Tankinhalt 47 l Reichweite 618 km, Kofferraumvolumen 328–1217 l, Leergewicht (EU) 1500 kg, zul. Gesamtge­wicht 1940 kg, max. Anh.-Last 1410 kg, 0–100 km/h 8,4 sec, Spitze 210 km/h, Steuer (jährl.) € 1131,84, Werkstätten in Österreich 100, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 6,9 l, Testverbrauch 7,6 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 155/175 g/km

Serienausstattung: sechs Airbags plus Zentralairbag v, Adaptiv-Tempomat, Spurhalte-Assistent, Autobahn- und Toterwinkel-Assistent, Querverkehrs- und Spurwechsel War­ner, digitale Instrumente 12,3 Zoll, Multimediasystem mit 12,3 Zoll Touchscreen, Navi­gationssystem, Zweizonen-Klimaautomatik, Rundumkamera, Einparkhilfe v/h, Licht- und Regensensor, schlüsselloser Zugang, automatisch abblendender Innen­spiegel, digitaler Schlüssel (via Smartphone), induktives Handyladen, Außenspiegel el. klapp­bar, abgedunkelte Fondscheiben, el. verstellbarer Fahrersitz, klimatisierte Vordersitze, Sitzheizung h, Lenkradheizung, Kunstlederpolsterung, Harman Kardon-Sound, Headup-Display, Aluräder 18 Zoll etc.

Extras: Metallic Lackierung ab € 350,–, Schiebedach € 1200,–, 

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