TEST: Kia Niro 1.6 GDI Plug-In-Hybrid Platin

30. März 2018
Keine Kommentare
7.640 Views
Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Kia
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:141 PS
Testverbrauch:3,6 l/100km
Modelljahr:2017
Grundpreis:42.090 Euro

Der Kia Niro ist für uns kein Unbekannter. Schon im Spätsommer 2016 baten wir den Hybrid-Koreaner zum Test und ließen uns von seiner seidig arbeitenden Ver­brenner/Elektromotor-Kombination, dem komfortablen Fahrwerk und der guten Ausstat­tung zum gemütlichen Cruisen verführen. Jetzt stand sein um ein größe­res Batterie-Paket aufgepumpter Plug-In-Bruder am Testplan, dem dadurch einiges an Koffer­raum­volumen abhandengekommen ist: 436 bis 1434 Liter stehen nunmehr 324 bis 1322 gege­nüber.

Dafür stellt der E-Motor jetzt bei gleich gebliebener Systemleistung eine höhere Spit­zen­­leistung parat, was sich in der Praxis durchaus bemerkbar macht – eine Ausgeburt an Kraft ist der Saug-Benziner nämlich nicht. Das macht sich vor allem auf der Auto­bahn bemerkbar, die dort nötigen hohen Touren führen gelegentlich zu hörbarem Heulen. Im Stadtbetrieb bekommen die Ohren das aber nur bei Kick-down zu spüren. Immerhin: Innerorts schweigt der Otto-Motor meist gänzlich. Sofern der Akku über 20 Prozent geladen ist, lässt es sich in der Stadt rein elektrisch gut mitschwimmen – über­land geht Stromen bis 120 km/h. Allein aus den theoretisch möglichen 58 Kilometern rein elektrischer Reichweite wurden bei uns in der Praxis nur rund 45.

Motor & Getriebe – Recht schwachbrüstiger Vierzylinder-Sauger (auf der Autobahn neigt er durch hohe Drehzahlen zu hörbarem Heulen), wird durch den E-Motor aber gut unterstützt. Auch die Zusammenarbeit der beiden mit der Doppelkupplung funktioniert gut – Letztere schaltet sanft und flott zugleich.

Fahrwerk & Traktion – Sehr komfortabel abgestimmt. Kein Kurven-Künst­ler – das frühe Untersteuern hat das ESP aber bestens im Griff. Leichtgängige und mäßig gefühlvolle Lenkung. Gut dosierbares Brems/Rekuperations-Zusammenspiel, Verzögerung tadellos.

Cockpit & Bedienung – Ergonomie und Sitzposition sind gut. Flottes Info­tainmentsystem, intuitiv bedienbar. Übersicht OK, ­Rückfahrkamera Serie. Bequemes Gestühl.

Innen- & Kofferraum – Vorn und hinten angenehm viel Platz – auch fünf Erwachsene haben es einiger­maßen gemütlich. Im Vergleich zum Hy­brid kein Unterflurfach im Kofferraum. Fondehnen 2:1 umklappbar – die Ladefläche bleibt eben. Gutes Ablagen-Aufkommen.

Dran & Drin – Im Top-Trim „Platin“ ein Wunschlos-glücklich-Paket mit allen Annehmlichkeiten. Nur Metallic-Lack und Schiebedach als Extras. Verarbeitung tadellos. Materialien OK.

Schutz & Sicherheit – Sieben Airbags und viele E-Helferlein serienmäßig an Bord, dazu fünf Sterne beim genormten Euro NCAP-Crashtest.

Reichweite & Laden – Bei vollem Akku sind in der winterlichen Praxis bis zu 45 Kilometer rein elektri­sches Fahren möglich. Maximal 3,3 kW Ladestrom bedeuten von leer auf voll mindestens 2,3 Stunden Wartezeit.

Sauber & Grün – Wie so oft bei Einstöpsel-Hybriden ist die Verbrauchs-Angabe aus dem Prospekt utopisch. Sprit-Durst in der Praxis dennoch mehr als passabel. Start/Stopp passiert fast unmerklich.

Preis & Kosten – Der Hyundai Ioniq mit gleichem Antrieb ist etwas günstiger, der Toyota Prius PHEV etwa gleichauf, der Mini Countryman S E teurer. Konkurrenzlos: sieben Jahre Ga­rantie (auch auf die Akkus). Kurze Wartungsintervalle, Werthaltung mit Frage­zeichen.

kia_niro_plugin_06_may

Einwandfreier Arbeitsplatz mit bekannten Kia-Tugenden wie solider Verarbeitung und feiner Ergonomie. Das Zentral-Display kann unter anderem anzeigen, wie grün man unterwegs war.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Kia Niro ist für uns kein Unbekannter. Schon im Spätsommer 2016 baten wir den Hybrid-Koreaner zum Test und ließen uns von seiner seidig arbeitenden Ver­brenner/Elektromotor-Kombination, dem komfortablen Fahrwerk und der guten Ausstat­tung zum gemütlichen Cruisen verführen. Jetzt stand sein um ein größe­res Batterie-Paket aufgepumpter Plug-In-Bruder am Testplan, dem dadurch einiges an Koffer­raum­volumen abhandengekommen ist: 436 bis 1434 Liter stehen nunmehr 324 bis 1322 gege­nüber. Dafür stellt der E-Motor jetzt bei gleich gebliebener Systemleistung eine höhere Spit­zen­­leistung parat, was sich in der Praxis durchaus bemerkbar macht – eine Ausgeburt an Kraft ist der Saug-Benziner nämlich nicht. Das macht sich vor allem auf der Auto­bahn bemerkbar, die dort nötigen hohen Touren führen gelegentlich zu hörbarem Heulen. Im Stadtbetrieb bekommen die Ohren das aber nur bei Kick-down zu spüren. Immerhin: Innerorts schweigt der Otto-Motor meist gänzlich. Sofern der Akku über 20 Prozent geladen ist, lässt es sich in der Stadt rein elektrisch gut mitschwimmen – über­land geht Stromen bis 120 km/h. Allein aus den theoretisch möglichen 58 Kilometern rein elektrischer Reichweite wurden bei uns in der Praxis nur rund 45.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Recht schwachbrüstiger Vierzylinder-Sauger (auf der Autobahn neigt er durch hohe Drehzahlen zu hörbarem Heulen), wird durch den E-Motor aber gut unterstützt. Auch die Zusammenarbeit der beiden mit der Doppelkupplung funktioniert gut – Letztere schaltet sanft und flott zugleich. Fahrwerk & Traktion - Sehr komfortabel abgestimmt. Kein Kurven-Künst­ler – das frühe Untersteuern hat das ESP aber bestens im Griff. Leichtgängige und mäßig gefühlvolle Lenkung. Gut dosierbares Brems/Rekuperations-Zusammenspiel, Verzögerung tadellos. Cockpit & Bedienung - Ergonomie und Sitzposition sind gut. Flottes Info­tainmentsystem, intuitiv bedienbar. Übersicht OK, ­Rückfahrkamera Serie. Bequemes Gestühl. Innen- & Kofferraum - Vorn und hinten angenehm viel Platz – auch fünf Erwachsene haben es einiger­maßen gemütlich. Im Vergleich zum Hy­brid kein Unterflurfach im Kofferraum. Fondehnen 2:1 umklappbar – die Ladefläche bleibt eben. Gutes Ablagen-Aufkommen. Dran & Drin - Im Top-Trim „Platin“ ein Wunschlos-glücklich-Paket mit allen Annehmlichkeiten. Nur Metallic-Lack und Schiebedach als Extras. Verarbeitung tadellos. Materialien OK. Schutz & Sicherheit - Sieben Airbags und viele E-Helferlein serienmäßig an Bord, dazu fünf Sterne beim genormten Euro NCAP-Crashtest. Reichweite & Laden - Bei vollem Akku sind in der winterlichen Praxis bis zu 45 Kilometer rein elektri­sches Fahren möglich. Maximal 3,3 kW Ladestrom bedeuten von leer auf voll mindestens 2,3 Stunden Wartezeit. Sauber & Grün - Wie so oft bei Einstöpsel-Hybriden ist die Verbrauchs-Angabe aus dem Prospekt utopisch. Sprit-Durst in der Praxis dennoch mehr als passabel. Start/Stopp passiert fast unmerklich. Preis & Kosten - Der Hyundai Ioniq mit gleichem Antrieb ist etwas günstiger, der Toyota Prius PHEV etwa gleichauf, der Mini Countryman S E teurer. Konkurrenzlos: sieben Jahre Ga­rantie (auch auf die Akkus). Kurze Wartungsintervalle, Werthaltung mit Frage­zeichen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1522408210254{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1522407871167{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Einwandfreier Arbeitsplatz mit bekannten Kia-Tugenden wie solider Verarbeitung und feiner Ergonomie. Das Zentral-Display kann unter anderem anzeigen, wie grün man unterwegs war.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb430b72-ace8"][vc_column_text]R4, 16V, 1580 ccm, 105 PS (77 kW) bei 5700/min,…

7.8

FAZIT

Gemütlicher Plug-In-Gleiter mit viel Passagier-Platz und feiner Ausstattung.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 1.99 ( 4 Stimmen)
8

R4, 16V, 1580 ccm, 105 PS (77 kW) bei 5700/min, max. Drehmoment 147 Nm bei 4000/min, E-Motor: max. 61 PS (44,5 kW) bei 1798–2500/min, 170 Nm bei 0–1798/min, Lithium-Ionen-Batterie 8,9 kWh, Systemleistung 141 PS; Sechsgang-Dop­pelkupplungs-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.),    L/B/H 4355/1805/1535 mm, Radstand 2700 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m,  Reifendimension 205/60 R 16 (Testwagen-Bereifung Pirelli Sottozero), Tankinhalt 43 l, Reichweite 820–1190 km, Kofferraumvolumen 324–1322 l, Leerge­wicht 1548 kg, zul. Gesamtgewicht 2000 kg, max. Anh.-Last 1300 kg, 0–100 km/h 10,8 sec, Spit­ze 172 km/h, Steuer (jährl.) € 401,76, Werkstätten in Österreich 147, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Mix) 1,3 l, Testverbrauch 3,6–5,2 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 29/80 g/km

Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, Fahrer-Knieairbag, Spurhalte-Assistent, Toterwinkel- und Querverkehrs-Warner, Radar-Tem­pomat mit Notbremsfunktion, LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Navigation, Radio mit 7 LS, Bluetooth für Telefon und Audio, AUX/USB/iPod-Schnittstelle, induktives Handy-Laden, Außenspiegel elektr. verstell-, beheiz- und klappbar, autom. abblend. Innenspiegel, vier E-Fensterheber, Einparkhilfe v+h, Rückfahrkamera, Licht- und Regensensor, Multifunktions-Lederlenkrad, Leder­polsterung, E-Fahrersitz mit Memory, Sitzheizung v+h, Sitzkühlung v, Lenkrad-Heizung etc.

E-Schiebedach € 600,–, Metallic-Lack ab € 720,–