Wichtiger: ein kleiner Preis, eine flott anspringende Heizung, Wärmemöglichkeiten für Frontscheibe und Gesäß, viel Bodenfreiheit, ein üppiger Kofferraum und ein Motor, der zur Not wohl auch mit Vodka läuft – oder zumindest mit 92 oktanigem Benzin. Und all das bringt der Vesta, der in seiner Heimat übrigens der drittbest verkaufte Neuwagen ist, mit. Am Motor jedenfalls kann dieser Erfolg nicht liegen: Der 1,6 Liter-Sauger fühlt sich träge an und sollte in keinem Fall mit dem automatisierten Schaltgetriebe gekauft werden, der die ganze Sache noch verschlimmert. Das Geld investiert man besser in die kommende Kombi-Version.
Fahrwerk & Traktion – Kurze Schläge werden direkt weitergereicht, größere Unebenheiten bügelt das Fahrwerk besser weg. Einiges an Seitenneigung in Kurven – auch wegen der üppigen Bodenfreiheit von fast 18 Zentimetern (mehr als so manch aktueller Kompakt-SUV). Wenig wirkungsvolle Bremsen. Recht direkte, aber gefühllose Lenkung, untersteuernd im Grenzbereich, Traktion OK.
Cockpit & Bedienung – Etwas kurze Sitzflächen, sonst tadelloses Gestühl und gute Sitzposition. Übersicht ob breiter Säulen rundum etwas eingeschränkt, hinten hilft die serienmäßige Rückfahrkamera. Ergonomie OK, Infotainment-System nicht ganz up to date.
Innen- & Kofferraum – In beiden Sitzreihen zur Seite hin viel Platz, nach oben wird es auf der Rückbank ab 1,75 Körpergröße knapp. Wenig Ablagen, dafür sehr geräumiges Handschuhfach. Großzügig bemessener Kofferraum mit recht hoher Ladekante, über 2:1 geteilte Rücklehnen erweiterbar – es entsteht dann aber eine Stufe.
Dran & Drin – In der besseren der beiden Ausstattungslinien gut bestückt. Billige Materialien, solide verarbeitet. Automatik-Verzicht spart 820 Euro.
Schutz & Sicherheit – Nur vier Airbags und kein einziges modernes Assistenzsystem. NCAP-Wertung gibt es keine.
Sauber & Grün – Start/Stopp nicht verfügbar, für Leistung und Gewicht hoher Praxisverbrauch.
Preis & Kosten – Ausstattungsbereinigt konkurrenzlos günstig, selbst Diskont-Modelle wie Fiat Tipo oder Skoda Rapid sind teurer. Drei Jahre Garantie plus zwei Jahre Anschluss-Garantie ohne Aufpreis. Dünnes Werkstatt-Netz. Hoher Wertverlust.








