Test: Maserati Levante GT

6. Mai 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Maserati
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:330 PS
Testverbrauch:12,2 l/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:105.072 Euro

Seit dem Frühjahr 2016 fährt der erste SUV in der Maserati-Geschichte durch die Welt. Im ersten Volljahr konnten vom Levante hierzulande 89 Stück verkauft werden, 2020 waren es nur noch 26 – kein Wunder, seit dem Sommer gab es keine Diesel-Version mehr. Das Einstiegsmodell markiert seit kurzem der GT, ein Mildhybrid-Benziner mit durchaus standesgemäßen 330 PS – allerdings nur vier Brennräumen. Ob einer NoVA von 22 Prozent geht sich ein fünfstelliger Basispreis nicht mehr aus, damit ist dieser Levante der teuerste Vierzylinder am Markt. 

Formal spricht wenig gegen das Basismodell, der Zweiliter-Motor bewegt den schweren SUV durchaus motiviert, dank E-Schub und E-Verdichter schaltet die Achtgang-Automatik nicht bei jedem Tritt aufs Gaspedal nervös zurück. Doch in Sachen Sound ist dieser Maserati eine Enttäuschung, im Kaltlauf klingt er außen fast wie ein Diesel – und innen selbst im Sport-Modus nicht so, wie man sich das für einen Dreizack erwarten würde. Schade, denn obwohl der Levante schon etwas in die Jahre gekommen ist, wäre er in Sachen Prestige eine recht reizvolle Alternative zu klassischen Premium-SUV von Merce­des, Audi oder BMW – die sind aber trotz sportlicherer Sechszylinder billiger. 

Motor & Getriebe – Der im Normal-Modus emotionslos klingende Vierzylinder bewegt den schweren SUV durchaus ­bullig, die Achtgang-Automatik agiert gut und schaltet nicht gleich nervös zurück – die Schaltwippen um 511 Euro sind beim Blinken etwas im Weg.

Fahrwerk & Traktion – Trotz Luftfederung eher straff abgestimmt, fürs Gelände kann die Bodenfreiheit vergrößert werden. In flotten Kurven sehr sicher und dank gelungener Gewichtsverteilung auch agil, bei Lastwechsel völlig Tücken-frei, 1A-Traktion dank Allrad. gut ­dosierbare Bremsen, recht feinfühlige Lenkung.

Bedienung & Multimedia – Sitzposition ohne Tadel, gegen 511 Euro lassen sich sogar die Pedale elektrisch verstellen. Hochauflösen­der, etwas kleiner Multimedia-Schirm, das System ist relativ rasch durchschaut, die ­Sprachsteuerung wenig ausgeklügelt. Smartphone-Anbindung, aber kein induktives Laden. Genug echte Knöpfe & Schalter. USB-Slots auch hinten, ausreichend Ablagen. Mäßige Sicht nach hinten, Kamera-Kauf Pflicht.

Innen- & Kofferraum – Ordentliches Raumangebot für Passagiere und Gepäck, angesichts der Außenabmessungen freilich kein Hit. Im Fond wenig Schenkelauflage und bestenfalls mittelmäßige Kopffreiheit, dafür neigungsverstellbare Lehnen – legt man diese um (­2:1-Teilung plus Skidurchreiche), bleibt der Boden eben.

Dran & Drin – Ordentliche Mitgift, um den Kaufpreis könnte man freilich mehr erwarten, etwa Navi, LED-Licht oder Sitzheizung. Genug Extras zu recht gesalzenen Tarifen, viel Individualisierungs-Spielraum. Hochwertige Materialien, liebevoll, sauber und solide verarbei­tet. Unüblich: rahmenlose Seitenscheiben.

Schutz & Sicherheit – Keine Highlights beim Airbag-Aufgebot, standes­gemäße Assistenzsysteme (bis hin zu ­teilautonomem Fahren) nur gegen Extra-Geld.

Preis & Kosten – Audi Q7, BMW X5 und Mercedes GLE sind trotz Sechszylinder deutlich günstiger und kaum schlechter ausgestattet, der Porsche Cayenne liegt ­preislich gleichauf. Verbrauch keine Sensation. Drei Jahre Garantie inklusive Mobilität, auf vier oder fünf verlängerbar. Kurze Service-Intervalle, dünnes Werkstatt-Netz, wohl schwieriger Wiederverkauf. 

Seit dem Mini-Facelift gibt es einen hochauflösenden Multimedia-Schirm, die analogen Instrumente gefallen. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit dem Frühjahr 2016 fährt der erste SUV in der Maserati-Geschichte durch die Welt. Im ersten Volljahr konnten vom Levante hierzulande 89 Stück verkauft werden, 2020 waren es nur noch 26 – kein Wunder, seit dem Sommer gab es keine Diesel-Version mehr. Das Einstiegsmodell markiert seit kurzem der GT, ein Mildhybrid-Benziner mit durchaus standesgemäßen 330 PS – allerdings nur vier Brennräumen. Ob einer NoVA von 22 Prozent geht sich ein fünfstelliger Basispreis nicht mehr aus, damit ist dieser Levante der teuerste Vierzylinder am Markt.  Formal spricht wenig gegen das Basismodell, der Zweiliter-Motor bewegt den schweren SUV durchaus motiviert, dank E-Schub und E-Verdichter schaltet die Achtgang-Automatik nicht bei jedem Tritt aufs Gaspedal nervös zurück. Doch in Sachen Sound ist dieser Maserati eine Enttäuschung, im Kaltlauf klingt er außen fast wie ein Diesel – und innen selbst im Sport-Modus nicht so, wie man sich das für einen Dreizack erwarten würde. Schade, denn obwohl der Levante schon etwas in die Jahre gekommen ist, wäre er in Sachen Prestige eine recht reizvolle Alternative zu klassischen Premium-SUV von Merce­des, Audi oder BMW – die sind aber trotz sportlicherer Sechszylinder billiger. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der im Normal-Modus emotionslos klingende Vierzylinder bewegt den schweren SUV durchaus ­bullig, die Achtgang-Automatik agiert gut und schaltet nicht gleich nervös zurück – die Schaltwippen um 511 Euro sind beim Blinken etwas im Weg. Fahrwerk & Traktion - Trotz Luftfederung eher straff abgestimmt, fürs Gelände kann die Bodenfreiheit vergrößert werden. In flotten Kurven sehr sicher und dank gelungener Gewichtsverteilung auch agil, bei Lastwechsel völlig Tücken-frei, 1A-Traktion dank Allrad. gut ­dosierbare Bremsen, recht feinfühlige Lenkung. Bedienung & Multimedia - Sitzposition ohne Tadel, gegen 511 Euro lassen sich sogar die Pedale elektrisch verstellen. Hochauflösen­der, etwas kleiner Multimedia-Schirm, das System ist relativ rasch durchschaut, die ­Sprachsteuerung wenig ausgeklügelt. Smartphone-Anbindung, aber kein induktives Laden. Genug echte Knöpfe & Schalter. USB-Slots auch hinten, ausreichend Ablagen. Mäßige Sicht nach hinten, Kamera-Kauf Pflicht. Innen- & Kofferraum - Ordentliches Raumangebot für Passagiere und Gepäck, angesichts der Außenabmessungen freilich kein Hit. Im Fond wenig Schenkelauflage und bestenfalls mittelmäßige Kopffreiheit, dafür neigungsverstellbare Lehnen – legt man diese um (­2:1-Teilung plus Skidurchreiche), bleibt der Boden eben. Dran & Drin - Ordentliche Mitgift, um den Kaufpreis könnte man freilich mehr erwarten, etwa Navi, LED-Licht oder Sitzheizung. Genug Extras zu recht gesalzenen Tarifen, viel Individualisierungs-Spielraum. Hochwertige Materialien, liebevoll, sauber und solide verarbei­tet. Unüblich: rahmenlose Seitenscheiben. Schutz & Sicherheit - Keine Highlights beim Airbag-Aufgebot, standes­gemäße Assistenzsysteme (bis hin zu ­teilautonomem Fahren) nur gegen Extra-Geld. Preis & Kosten - Audi Q7, BMW X5 und Mercedes GLE sind trotz Sechszylinder deutlich günstiger und kaum schlechter ausgestattet, der Porsche Cayenne liegt ­preislich gleichauf. Verbrauch keine Sensation. Drei Jahre Garantie inklusive Mobilität, auf vier oder fünf verlängerbar. Kurze Service-Intervalle, dünnes Werkstatt-Netz, wohl schwieriger Wiederverkauf. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1651841619151{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1651840843020{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Seit dem Mini-Facelift gibt es einen hochauflösenden Multimedia-Schirm, die analogen Instrumente gefallen. [/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb4305f7-f176"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1995 ccm, 330 PS (243 kW) bei 5750/min, max. Drehmoment…

5.7

FAZIT

Luxus-SUV für Individualisten mit Zylinder-Zahl als Prestige-Manko.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
6

R4, 16V, Turbo, 1995 ccm, 330 PS (243 kW) bei 5750/min, max. Drehmoment 450 Nm bei 2250–4000/min, 48V-Mildhybrid, E-Motor 14 PS (10 kW), Achtgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 5005/1981/1693 mm, Radstand 3004 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,7 m, Reifendimension 255/60 R 18 (Testwagen-Bereifung 265/50 R 19), Tankinhalt 80 l, Reichweite 655 km, Kofferraumvolumen 580–1625 l, Leergewicht (EU) 2214 kg, zul. Gesamtgewicht 2780 kg, max. Anh.-Last 2700 kg, 0–100 km/h 6,0 sec, Spitze 245 km/h, Steuer (jährl.) € 2479,68, Werkstätten in Österreich 5, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 9,7 l, Testverbrauch 12,2 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 220/281 g/km

sechs Airbags, Bi-Xenon-Licht, Luftfederung, Hinterachs-Sperrdifferenzial, Lederpolsterung, E-Sitze mit Memory fahrerseitig, Multimediasystem mit 8,4 Zoll-Touchscreen und USB/AUX/SD-Schnittstelle sowie 8 LS, el. verstellbares Multifunktions-Lederlenkrad, E-Heckklappe, schlüsselloser Zugang, Einparkhilfe v/h, Tempomat, el. klappb. Außenspiegel, Licht- und Regensensor etc.

Matrix-LED-Licht € 3358,–, Fahrassistenz-Paket (adaptiver Tempomat mit Stop & Go-Funktion, Toterwinkel-Assistent, Fußgänger- und Verkehrszeichen-Erkennung, aktive Spurführung etc.) € 4088,– (Rundumkamera dazu € 1460,–), Winter-Paket (Vierzonen-Klima, Sitzheizung v+h, beheizte Scheibenwaschdüsen) € 2555,–, Premium-Leder ab € 4526,– (klimatisierte Sitze dazu € 1971,–), Navigationssystem € 2321,–, Hifi-Sound ab € 2190,–, Sitzheizung v/v+h € 657,–/1241,–, Lenkrad-Heizung € 803,–, Holz-/Carbon-Dekor ab € 1095,–/4015,–, Panorama-Glasschiebedach € 2847,–, Rückfahrkamera € 657,–, Aluräder 19/20/21 Zoll ab € 1606,–/3212,–/5913,–, Metallic-/Perleffekt-Lack € 1460,–/3869,–, abgedunkelte Fondscheiben € 657,– etc.

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