Bestseller reloaded
Mazda schickt seinen beliebten Kompakt-SUV in die nächste Generation, der CX-5 legt dabei außen wie innen deutlich nach.
Der Mazda CX-5 ist inzwischen mehr als fünf Millionen Mal vom Band gelaufen und geht nun in seine dritte Generation. Dabei bleibt er seiner optischen Linie treu: dem Kodo-Design. Vor rund 15 Jahren feierte Mazda mit dem damaligen Mittelklasse-SUV die Premiere dieser Formensprache, die mit „Seele der Bewegung“ übersetzt werden will.
Neun Jahre nach dem Marktstart der zweiten Generation wurde der CX-5 umfassend weiterentwickelt. Besonders deutlich zeigt sich das an der neu gestalteten Front, den umgestalteten LED-Lichtern vorne und hinten sowie am deutlich gewachsenen Format. Der Radstand wurde um über elf Zentimeter verlängert. Insgesamt wächst der CX-5 von 4,57 auf 4,69 Meter Länge, in der Breite legt er um zwei Zentimeter zu. Auch der Kofferraum profitiert: Das Ladevolumen steigt um mehr als 60 auf 583 Liter.
In Zeiten von Plug-in-Hybriden und Elektroautos wirkt der CX-5 angesichts seiner Größe beinahe wie ein Fliegengewicht. Das liegt freilich auch daran, dass Mazda nur einen einzigen Motor anbietet. Der 2,5 Liter-Saugbenziner wird mit einer Sechsgang-Automatik kombiniert und verzichtet, abgesehen von Startergenerator und 24-Volt-Batterie, weitgehend auf Elektrifizierung. Für einen Aufpreis von 2000 Euro bekommt man das Upgrade auf Allrad – sonst gibt es beim Antrieb keine Alternativen.
Bei der Ausstattung bietet Mazda insgesamt vier Varianten an. Prime-Line, Centre-Line und Exclusive-Line unterscheiden sich durch Farbakzente und Materialien. Die Top-Ausführung heißt Homura und bringt unter anderem Ledersitze und Matrix-LED-Scheinwerfer mit. Wie bei Mazda üblich, lassen sich einzelne Ausstattungsmerkmale meist nicht separat bestellen. Wer ein bestimmtes Feature möchte, muss in der Regel zur nächsthöheren Ausstattungslinie greifen.
Im Innenraum zieht Mazda allerdings ganz andere Saiten auf als beim Vorgänger. Ein 10,25 Zoll großer Bildschirm für die Instrumente und ein 12,9 Zoll großer Touchscreen dominieren das Cockpit. In der Topausstattung Homura wächst der zentrale Bildschirm sogar auf 15,6 Zoll. Der bisherige Dreh- und Drückregler auf dem Mitteltunnel ist leider verschwunden, einen echten Gangwahlhebel gibt es aber weiterhin.
Der CX-5 zeigt sich also nicht nur in Sachen Motorisierung ganz klassisch. Mit einer Ausnahme: Echte Tasten sucht man aber im neuen CX-5 beinahe vergeblich. Abgesehen von der Warnblinkanlage haben es nur die Scheibenheizung vorne und hinten auf die Mittelkonsole geschafft.
Text: Johannes Ibrahim Fotos: Robert May
Motor & Getriebe
Der kultivierte Saugbenziner wirkt auch bei höheren Drehzahlen nicht übermäßig kräftig, legt dabei aber eine durchaus sportliche Sound-Note an den Tag. Die Sechsgang-Automatik schaltet unauffällig und sauber.
Fahrwerk & Traktion
Komfortabel, aber dennoch agil abgestimmtes Fahrwerk. Wankbewegungen bleiben in flotten Kurven minimal, Lastwechsel bringen dabei jedoch etwas Unruhe ins Chassis. Die Lenkung ist eher indirekt und klar auf Komfort getrimmt, im Sport-Modus wird sie einen Hauch schwergängiger. Bremsen in Ordnung, Traktion dank Allrad ohne Tadel – ein Offroad-Modus ist ebenfalls an Bord.
Bedienung & Multimedia
Komfortable Möbel mit eher wenig Seitenhalt. Die Bedienung erfolgt fast ausschließlich über den Touchscreen. Echte Tasten für die Klimabedienung gibt es nicht mehr, auch der frühere Dreh- und Drückregler ist verschwunden. Simpler Software-Aufbau. Mix aus haptischen und echten Tasten am Lenkrad. Die Sprachsteuerung arbeitet ordentlich. Ablagen-Angebot: xxxxxxxxxxx.
Innen- & Kofferraum
Gutes Platzangebot in beiden Reihen, sowohl Kopf- als auch Kniefreiheit gut. Das ausreichend geräumige Gepäckabteil punktet mit gut nutzbarem Raum. Legt man die 2:1:2 geteilte Fondlehne um, bleibt der Ladeboden eben. Die maximale Ladelänge liegt bei über zwei Metern, Die Ladekante ist nicht zu hoch.
Dran & Drin
Sehr ordentliche Serien-Mitgift. Wer 3180 Euro mehr investiert, bekommt beim Topmodell Homura ein Upgrade auf Nappa-Leder-Interieur und Sitzklimatisierung vorne, dazu automatisch abblendenden Außenspiegel auf der Fahrerseite, elektrische Heckklappe mit Sensorsteuerung, 15,6 Zoll-Multimedia-Display und adaptive LED-Matrix-Scheinwerfer. Die Verarbeitung ist sauber, der Materialmix schlicht und eher unauffällig.
Schutz & Sicherheit
Basis-Airbag-Angebot, verlässlich arbeitende Assistenzsysteme. Nervige Warntöne lassen sich einfach deaktivieren. Matrix-LED gibt es nur im Topmodell. Im NCAP-Crashtest erreicht der CX-5 volle fünf Sterne.
Preis & Kosten
Günstiger als VW Tiguan und Hyundai Tucson, ähnlich teuer wie Toyota RAV4 und Kia Sportage. Positiv: sechs Jahre Garantie, dichtes Händlernetz – aber Jahresservice Pflicht. Der Verbrauch fällt im Vergleich zu Vollhybriden allerdings hoch aus.
R4, 16V, 2488 ccm, 141 PS (104 kW) bei 4500/min, max. Drehmoment 238 Nm bei 3500–3750/min, 24V-Mildhybrid, Sechsgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v. bel.), L/B/H 4690/1892/1695 mm,Radstand 2815 mm, 5 Sitze, Wendekreis 12,0 m, Reifendimension 225/55 R 19, Tankinhalt 58 l, Reichweite 755 km, Kofferraumvolumen 466–2019 l, Leergewicht (EU) 1671 kg, zul. Gesamtgewicht 2272 kg, max. Anh.-Last 2000 kg, 0–100 km/h 7,4 sec, Spitze 185 km/h, Steuer (jährl.) € 1002,24, Werkstätten in Österreich 109,Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 7,4 l, Testverbrauch 7,7 l ROZ 95,CO2 (Norm/Test) 168/177 g/km
Serienausstattung: sechs Airbags, Spurwechsel-, Spurhalte- und Spurführungs-Assistent, Notbrems-assistent v/h, Ausparkhilfe, Müdigkeits-Warner, Adaptiv-Tempomat, Headup-Display, Rückfahr- und Rundumkamera, Parksensoren v/h, E-Parkbremse mit „Auto Hold“, Licht- und Regensensor, Bose-Sound mit 12 LS, 10,25 Zoll-Instrumente, 12,9 Zoll-Touchscreen, Android Auto & Apple CarPlay, induktives Handyladen, Außenspiegel elektr. klappbar, autom. abblend. Innenspiegel, Zweizonen-Klimaautomatik, Sitzheizung v&h, Teillederpolsterung, E-Sitze v., schlüsselloser Zugang, heizbares Multifunktions-Lederlenkrad, E-Heckklappe, 19 Zoll-Aluräder, abgedunkelte Fondscheiben etc.
Extras: Metallic-Lackierung ab € 800,–, Panoramaglasdach € 1500,–
Zubehör: spezielle Frontschürze/Schweller/Heckschürze € 475,–/734,–/423,–, Dachheckspoiler € 520,–, Unterfahrschutz v/h € 361,–/318,–, Transportbox ab € 555,–, Anhängekupplung el. schwenkbar € 946,–, Trenngitter Kofferraum € 312,–, Fahrrad-Heckträger ab € 706,–, Fahrradträger € 211,–, Skiträger € 175,– etc.







