Test: Mazda MX-5 G184 30th Anniversary

14. November 2019
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Mazda
Klasse:Cabrio/Roadster
Antrieb:Hinterrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:184 PS
Testverbrauch:6,5 l/100km
Modelljahr:2019
Grundpreis:37.990 Euro

Als der Mazda MX-5 vor 30 Jahren auf die Welt kam, belebte er ein schon tot geglaubtes Genre: das des leistbaren Roadsters. Der putzige Zweisitzer fuhr mit Vollgas und Schlafaugenaufschlag in die Herzen der Autofans, vor allem in Amerika, wo er unter der Bezeichnung Miata lief. Zwei Details, die bei ­Generation eins bis heute in Erinnerung geblieben sind: die unerreicht knackige Schaltung und die hohe Zuverlässigkeit.

Das Jubiläum feiern die Japaner mit einem weltweit auf 3000 Stück limitierten Sondermodell namens „30th Anniversary”. Als Basis dient der stärkere der beiden Benziner, seit der Modellpflege im Vorjahr leistet der Zweiliter-Vierzylinder 184 PS. Die knallige Außenfarbe Racing Orange findet sich im Innenraum wieder, und zwar nicht nur MX-5-typisch an den Türverkleidungen, sondern auch an den Lüftungsdüsen und an den Nähten. Alcantara-Bezug gefällt am Armaturenbrett und (vor allem im Sommer) an den Recaro-Sitzen. Dazu gibt’s eigene Jubiläums-Embleme sowie schwarze Felgen mit edler Jubiläums-Gravur, technisch runden Brembo-Bremsen vorne und Nissin-Pendants hinten das Paket ab. Eine tolle Sache, die nur einen Haken hat: Die 50 für Österreich vorgesehenen Exemplare sind so gut wie vergriffen.

Motor & Getriebe – Der emotionslos klingende Zweiliter-Saug-Ben­ziner bietet seit der Modellpflege auf dem Papier mehr Power und Punch – Letzteres konnte die Stoppuhr bei den Durchzugs-Messungen freilich nicht bestätigen. Super: die knackig-kurzwegige, eng gestufte Schaltung.

Fahrwerk & Traktion – Ziemlich hart gefedert, dafür hohe Kurventempi möglich – Stabilitätskontrolle abschalten sollte man sich freilich zweimal überlegen, das Heck ist durch Gasstöße im richtigen Gang sehr leicht zum Ausbrechen zu bewegen, vor allem bei Nässe. Kräftige, gut dosierbare Bremsen. Präzise, ausreichend direkte Lenkung.

Cockpit & Bedienung – Einfache Bedienung, gute Sitzposition, weil Lenkrad jetzt auch in Reichweite verstellbar. Bedienung des Multimediasystems via Touchscreen (nur am Stand möglich) oder Dreh-und-Drück-Regler ziemlich einfach, dazu gibt’s eine passable Sprachsteuerung. Ordentlicher Sitz-Seitenhalt. Gute Karosserie-Übersicht. Start/Stopp oft im Einsatz.

Auf & Zu – Das manuelle Stoffverdeck lässt sich im Sitzen blitzschnell öffnen und schließen – großartig! Steife Karosserie, wirkungsvolles Aufsteck-Windschott. Minus: keine Doppelverriegelung der Türen.

Innen- & Kofferraum – Nicht wirklich viel Passagier-Platz, dazu unbe­quemer Einstieg. Kleines und verschachteltes Gepäckabteil mit hoher Ladekante. Kaum Ablagen, sperrbares Handschuhfach nur hinter den Sitzen.

Dran & Drin – Für einen Roadster üppig bestücktes Sondermodell, die Variante mit elektrischem Hardtop kostet 2500 Euro mehr. Keine Extras lieferbar. Solide Verarbeitung, gefällige Materialien, liebevolle Details. 

Schutz & Sicherheit – Für einen Spaß-Roadster ganz gute Bestückung mit modernen Assistenzsystemen.

Sauber & Grün – Verbrauch im Rahmen, wenn auch ein gutes Stück über der Herstellerangabe. Start/Stopp tadellos.

Preis & Kosten – Der bulligere Plattform-Bruder von Abarth ist 1000 Euro günstiger, aber lange nicht so gut bestückt. Deutlich teurer: die zweisitzige Premium-Ware von Audi, Mercedes und BMW. Sensationell: Praxis-Verbrauch unter der Werksangabe. Fein: drei Jahre Garantie, mit Sicherheit hohe Zuverlässigkeit. Als Sondermodell vermutlich gute Werthaltung. 

MX-5-Arbeitsplatz: eng und laut, aber leicht zu durch­schauen und in Sachen Ergonomie top.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Als der Mazda MX-5 vor 30 Jahren auf die Welt kam, belebte er ein schon tot geglaubtes Genre: das des leistbaren Roadsters. Der putzige Zweisitzer fuhr mit Vollgas und Schlafaugenaufschlag in die Herzen der Autofans, vor allem in Amerika, wo er unter der Bezeichnung Miata lief. Zwei Details, die bei ­Generation eins bis heute in Erinnerung geblieben sind: die unerreicht knackige Schaltung und die hohe Zuverlässigkeit. Das Jubiläum feiern die Japaner mit einem weltweit auf 3000 Stück limitierten Sondermodell namens „30th Anniversary”. Als Basis dient der stärkere der beiden Benziner, seit der Modellpflege im Vorjahr leistet der Zweiliter-Vierzylinder 184 PS. Die knallige Außenfarbe Racing Orange findet sich im Innenraum wieder, und zwar nicht nur MX-5-typisch an den Türverkleidungen, sondern auch an den Lüftungsdüsen und an den Nähten. Alcantara-Bezug gefällt am Armaturenbrett und (vor allem im Sommer) an den Recaro-Sitzen. Dazu gibt’s eigene Jubiläums-Embleme sowie schwarze Felgen mit edler Jubiläums-Gravur, technisch runden Brembo-Bremsen vorne und Nissin-Pendants hinten das Paket ab. Eine tolle Sache, die nur einen Haken hat: Die 50 für Österreich vorgesehenen Exemplare sind so gut wie vergriffen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der emotionslos klingende Zweiliter-Saug-Ben­ziner bietet seit der Modellpflege auf dem Papier mehr Power und Punch – Letzteres konnte die Stoppuhr bei den Durchzugs-Messungen freilich nicht bestätigen. Super: die knackig-kurzwegige, eng gestufte Schaltung. Fahrwerk & Traktion - Ziemlich hart gefedert, dafür hohe Kurventempi möglich – Stabilitätskontrolle abschalten sollte man sich freilich zweimal überlegen, das Heck ist durch Gasstöße im richtigen Gang sehr leicht zum Ausbrechen zu bewegen, vor allem bei Nässe. Kräftige, gut dosierbare Bremsen. Präzise, ausreichend direkte Lenkung. Cockpit & Bedienung - Einfache Bedienung, gute Sitzposition, weil Lenkrad jetzt auch in Reichweite verstellbar. Bedienung des Multimediasystems via Touchscreen (nur am Stand möglich) oder Dreh-und-Drück-Regler ziemlich einfach, dazu gibt’s eine passable Sprachsteuerung. Ordentlicher Sitz-Seitenhalt. Gute Karosserie-Übersicht. Start/Stopp oft im Einsatz. Auf & Zu - Das manuelle Stoffverdeck lässt sich im Sitzen blitzschnell öffnen und schließen – großartig! Steife Karosserie, wirkungsvolles Aufsteck-Windschott. Minus: keine Doppelverriegelung der Türen. Innen- & Kofferraum - Nicht wirklich viel Passagier-Platz, dazu unbe­quemer Einstieg. Kleines und verschachteltes Gepäckabteil mit hoher Ladekante. Kaum Ablagen, sperrbares Handschuhfach nur hinter den Sitzen. Dran & Drin - Für einen Roadster üppig bestücktes Sondermodell, die Variante mit elektrischem Hardtop kostet 2500 Euro mehr. Keine Extras lieferbar. Solide Verarbeitung, gefällige Materialien, liebevolle Details.  Schutz & Sicherheit - Für einen Spaß-Roadster ganz gute Bestückung mit modernen Assistenzsystemen. Sauber & Grün - Verbrauch im Rahmen, wenn auch ein gutes Stück über der Herstellerangabe. Start/Stopp tadellos. Preis & Kosten - Der bulligere Plattform-Bruder von Abarth ist 1000 Euro günstiger, aber lange nicht so gut bestückt. Deutlich teurer: die zweisitzige Premium-Ware von Audi, Mercedes und BMW. Sensationell: Praxis-Verbrauch unter der Werksangabe. Fein: drei Jahre Garantie, mit Sicherheit hohe Zuverlässigkeit. Als Sondermodell vermutlich gute Werthaltung. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1573740579446{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1573740409369{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]MX-5-Arbeitsplatz: eng und laut, aber leicht zu durch­schauen und in Sachen Ergonomie top.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb436a03-8cfb"][vc_column_text]R4, 16V, 1998 ccm, 184 PS (135 kW) bei 7000/min,…

6.8

FAZIT

Der leistbare Spaß-Roadster schlechthin lässt sich zu Recht feiern.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Auf & Zu
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R4, 16V, 1998 ccm, 184 PS (135 kW) bei 7000/min, max. Drehmoment 205 Nm bei 4000/min, Sechsgang-Getriebe, Hinterradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 3915/1735/1230 mm, Radstand 2310 mm, 2 Sitze, Wendekreis 10,4 m, Reifendimension 205/45 R 17 (Testwagen-Bereifung Bridgestone Potenza S001), Tankinhalt 45 l, Reichweite 690 km, Kofferraumvolumen 130 l, Leergewicht 1049 kg, zul. Gesamtgewicht 1260 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 6,5 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 7,2/10,0 sec, Spitze 219 km/h, Steuer (jährl.) € 874,44, Werkstätten in Österreich 132, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 8,4/5,9/6,9 l, Testverbrauch 6,5 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 156/150 g/km

Front- und Seitenairbags, Spurwechsel- und Spurhalte-Assistent, City-Notbremsassistent, Verkehrszeichen-Erkennung, Müdigkeitserkennung, adaptives Kurvenlicht, Sperrdifferenzial, LED-Scheinwerfer mit autom. Fernlicht, Klimaautomatik, Tempomat, Radio mit 9 LS und AUX/USB-Schnittstelle, Bose-Sound, Navigationssystem, 7 Zoll-Touchscreen, Apple Car Play & Android Audio, Bluetooth für Telefon und Audio, Innenspiegel aut. abblendend, Tempomat, Einparkhilfe h, E-Fensterheber, Licht- und Regensensor, Multifunktions-Lederlenkrad, Lederpolsterung, Sitzheizung, Recaro-Sportsitze mit Leder/Alcantara-Bezug, Keyless-Go, 17 Zoll-Aluräder etc. 

keine

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