Test Mercedes GLC 400 4MATIC AMG-Line mit EQ-Technologie

Fahrzeugdaten:

Automarke:
Mercedes Benz
Klasse:
Geländewagen/SUV
Antrieb:
Allrad
Leistung:
489PS
Treibstoff:
Elektro
Treibstoff:
18,6 kWh /100 km
Modelljahr:
2026
Grundpreis:
68337€
Akku-AlternativeDen Verbrenner-Varianten des mittleren Sterne-SUV wird jetzt auf einer eigenen Plattform eine potente Elektro-Version zur Seite gestellt.Die aktuelle Generation des beliebten Mercedes GLC – mit Abstand das meistverkaufte Modell der Stuttgarter Traditionsmarke hierzulande – fährt seit 2022, es gibt sie als Die­sel oder Benziner, und beide sogar in Kombination mit Plug-In-Technik inklusive massig E-Reichweite. Los geht es ab knapp 62.000 Euro Listenpreis.Der jetzt lancierte GLC „mit EQ-Technologie“ hat damit wenig zu tun, weil rein elektrisch auf einer anderen Plattform unterwegs. Radstand samt Länge gerieten um acht Zenti­me­ter üppiger, dazu ist der Strom-SUV zwei Zentimeter breiter und drei höher. So freut man sich im Passa­gierraum gegenüber dem Verbrenner-Bruder um ein Alzerl mehr Be­wegungsfreiheit nach allen Richtungen.Der Basis-Kofferraum fasst im Vergleich 50 Liter weniger, dafür war­tet unter der vorde­ren Haube noch ein Frunk mit üppigen 128 Litern Fassungsvermögen. Entriegelt wird die Frontklappe entweder per Druck auf das Mer­cedes-Logo auf der Haube oder über eine Taste im Innenraum.Und wenn wir schon im Innenraum sind, Das Cockpit lässt den an sich immer noch mo­dern wirkenden klassischen GLC richtig alt aussehen – auf Wunsch spannt sich näm­lich ein fast ein Meter breites Display über das gesamte Armaturen-„Brett“. Das wirkt definitiv imposant, killt aber den einen oder anderen echten Schalter – und wie es bei Defekten nach Ablauf der Garantiezeit aussieht, möchte man sich gar nicht vorstel­len. Die Vierjahres-Absicherung kann man optional immerhin auf sieben verlängern.Zu Beginn startet der EQ-GLC mit satten 489 PS aus zwei Motoren, was also auch All­radantrieb bedeutet. So geht wie zu erwarten mächtig die Post ab, vor allem bei Zwi­schen­spurts bleibt einem der Atem weg. Überraschenderweise muss man sich diese Längs­dynamik nicht mit hohen Verbräuchen erkaufen – besonders fein: Dank Zwei­gang-Ge­triebe an der dominierenden Hinterachse bleibt der Strom-Konsum auch auf der Auto­bahn im Rahmen.Entsprechend attraktiv sehen die Praxis-Werte in Sachen Reichweite aus, mehr als 500 Kilometer sind absolut realistisch. Der ebenfalls taufrische BMW iX3, der vor zwei Aus­gaben bei uns in einem Vergleichstest gegen Teslas Model 3 brillierte, kann es zwar noch etwas besser, benötigt dafür aber auch einen deutlich größeren und schwe­reren Akku.Und wenn wir schon beim Vergleich mit dem Lieblings-Gegner aus München sind: Da schneidet der GLC beim Thema Anschaffungspreis überraschenderweise günstiger ab, weil der Mercedes-Importeur bis auf weiteres zehn Prozent Rabatt gewährt.Noch billiger kommt man ab Sommer weg, dann sollten die schwächeren Versionen des Strom-SUV be­stellbar sein, die dann aber auch einen kleineren Akku an Bord ha­ben. 313 bzw. 354 PS mobilisieren die Hecktriebler aus 64 bzw. 85 kWh, die größere Bat­terie hat auch der „schwache“ Allradler mit „nur“ 422 PS verbaut. Dann könnte der GLC mit EQ-Technologie tatsächlich eine interessante Alternative zu allen Verbrenner-Brüdern werden.Text: Enrico Falchetto Fotos: Robert May Motor & Getriebe Richtig druckvoller, aber gut dosierbarer Vortrieb, auf (virtuellen) Knopfdruck untermalt von sportlichem Motorsound. Rekuperation dreistufig verstellbar, alternativ gut funktio­nierender Automatik-Modus mit Rücksicht auf Navi-Daten und Front-Kamera. Sehr gute Geräuschdämmung. Fahrwerk & Traktion Komfortable Abstimmung, aber mit einer gewissen Seitenneigung in flott genommenen Kurven – dabei aber spätes Untersteuern und keine Lastwechsel-Tücken. Top-Traktion. Option Luftfederung…

8.8

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Fazit

Souveräner und hochwertiger Strom-SUV zum vertretbaren Preis.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
Reichweite & Laden
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9

Akku-Alternative

Den Verbrenner-Varianten des mittleren Sterne-SUV wird jetzt auf einer eigenen Plattform eine potente Elektro-Version zur Seite gestellt.

Die aktuelle Generation des beliebten Mercedes GLC – mit Abstand das meistverkaufte Modell der Stuttgarter Traditionsmarke hierzulande – fährt seit 2022, es gibt sie als Die­sel oder Benziner, und beide sogar in Kombination mit Plug-In-Technik inklusive massig E-Reichweite. Los geht es ab knapp 62.000 Euro Listenpreis.

Der jetzt lancierte GLC „mit EQ-Technologie“ hat damit wenig zu tun, weil rein elektrisch auf einer anderen Plattform unterwegs. Radstand samt Länge gerieten um acht Zenti­me­ter üppiger, dazu ist der Strom-SUV zwei Zentimeter breiter und drei höher. So freut man sich im Passa­gierraum gegenüber dem Verbrenner-Bruder um ein Alzerl mehr Be­wegungsfreiheit nach allen Richtungen.

Der Basis-Kofferraum fasst im Vergleich 50 Liter weniger, dafür war­tet unter der vorde­ren Haube noch ein Frunk mit üppigen 128 Litern Fassungsvermögen. Entriegelt wird die Frontklappe entweder per Druck auf das Mer­cedes-Logo auf der Haube oder über eine Taste im Innenraum.

Und wenn wir schon im Innenraum sind, Das Cockpit lässt den an sich immer noch mo­dern wirkenden klassischen GLC richtig alt aussehen – auf Wunsch spannt sich näm­lich ein fast ein Meter breites Display über das gesamte Armaturen-„Brett“. Das wirkt definitiv imposant, killt aber den einen oder anderen echten Schalter – und wie es bei Defekten nach Ablauf der Garantiezeit aussieht, möchte man sich gar nicht vorstel­len. Die Vierjahres-Absicherung kann man optional immerhin auf sieben verlängern.

Zu Beginn startet der EQ-GLC mit satten 489 PS aus zwei Motoren, was also auch All­radantrieb bedeutet. So geht wie zu erwarten mächtig die Post ab, vor allem bei Zwi­schen­spurts bleibt einem der Atem weg. Überraschenderweise muss man sich diese Längs­dynamik nicht mit hohen Verbräuchen erkaufen – besonders fein: Dank Zwei­gang-Ge­triebe an der dominierenden Hinterachse bleibt der Strom-Konsum auch auf der Auto­bahn im Rahmen.

Entsprechend attraktiv sehen die Praxis-Werte in Sachen Reichweite aus, mehr als 500 Kilometer sind absolut realistisch. Der ebenfalls taufrische BMW iX3, der vor zwei Aus­gaben bei uns in einem Vergleichstest gegen Teslas Model 3 brillierte, kann es zwar noch etwas besser, benötigt dafür aber auch einen deutlich größeren und schwe­reren Akku.

Und wenn wir schon beim Vergleich mit dem Lieblings-Gegner aus München sind: Da schneidet der GLC beim Thema Anschaffungspreis überraschenderweise günstiger ab, weil der Mercedes-Importeur bis auf weiteres zehn Prozent Rabatt gewährt.

Noch billiger kommt man ab Sommer weg, dann sollten die schwächeren Versionen des Strom-SUV be­stellbar sein, die dann aber auch einen kleineren Akku an Bord ha­ben. 313 bzw. 354 PS mobilisieren die Hecktriebler aus 64 bzw. 85 kWh, die größere Bat­terie hat auch der „schwache“ Allradler mit „nur“ 422 PS verbaut. Dann könnte der GLC mit EQ-Technologie tatsächlich eine interessante Alternative zu allen Verbrenner-Brüdern werden.

Text: Enrico Falchetto Fotos: Robert May

Motor & Getriebe

Richtig druckvoller, aber gut dosierbarer Vortrieb, auf (virtuellen) Knopfdruck untermalt von sportlichem Motorsound. Rekuperation dreistufig verstellbar, alternativ gut funktio­nierender Automatik-Modus mit Rücksicht auf Navi-Daten und Front-Kamera. Sehr gute Geräuschdämmung.

Fahrwerk & Traktion

Komfortable Abstimmung, aber mit einer gewissen Seitenneigung in flott genommenen Kurven – dabei aber spätes Untersteuern und keine Lastwechsel-Tücken. Top-Traktion. Option Luftfederung empfehlenswert, zumal da auch eine Hinterachs-Lenkung inkludiert ist, die den Wendekreis um fast einen Meter verringert. Feinfühlige Lenkung mit aus­rei­chend Fahrbahn-Feedback. Kräftige Bremsen, Übergang von der effizienten Rekupera­tion nicht zu spüren.

Bedienung & Multimedia

Sitzposition gut, optionale Sport-Möbel durchaus eine Empfehlung wert. Eine Hand voll echter Tasten und Drehregler, die Softtouch-Elemente am Lenkrad gefallen weniger. Immerhin: sehr gute Sprachsteuerung. Flottes, ziemlich leicht zu durchschauendes Multi­mediasystem, wandelbare Digital-Instrumente. Fein: optionale Rundumkamera mit „trans­parenter Motorhaube“. Nicht so gut: Fahrer-Knie kollidiert mit massiver Mittel­kon­sole, Füße der Fond-Passagiere passen nur schwer unter tief gestelltem Vordersitz, optionale bündige Türgriffe keine Verbesserung. Praktisch: Vorklimatisieren via App, große Ablage unterm Mitteltunnel, schlüsselloser Zugang ohne Taste-Drücken.  

Innen- & Kofferraum

Üppige Innenmaße, Fond-Kniefreiheit aber „nur“ im Klassenschnitt. Kofferraum ange­mes­sen groß, verstellbarer Ladeboden Serie – in der obersten Position mit flachem Fach darunter für stufenlose Erweiterung nach Umlegen der 2:1:2-Fondlehne (geht auch vom Laderaum aus). Trenn-Netz um 180 Euro extra. Hohe Ladekante, aber weit aufschwin­gende E-Heckklappe. Plus: großer Frunk unter vorderer Haube.

Dran & Drin

Ordentliche Serien-Mitgift – Extras kauft man am besten über gut zusammengestellte und aufeinander aufbauende Pakete. Ohne AMG-Line-Aufputz 3132 Euro billiger, dann aber nur 19-Zöller. Fast durchgehend wirklich hochwertige Materialien, saubere und klapperfreie Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit

Das klassenübliche Airbag-Aufkommen kann man um optionale Fond-Seitenairbags erweitern. Jede Menge Assistenzsysteme serienmäßig, um 1800 Euro extra zu teil­autonomen Fahren aufrüstbar. Speed-Warnton mit einem Druck auf den Touchscreen deaktiviert. 

Reichweite & Laden

Hohe Praxis-Reichweite, dank 800 Volt-Technik flottes Gleichstrom-Laden. Gegen 660 Euro Aufpreis sogar Wechselstrom-Laden mit 22 kW möglich. Sieben statt fünf Meter langes Wallbox-Kabel kostet 84 Euro extra.

Preis & Kosten

Durch aktuelle Aktionspreise spürbar günstiger als Haupt-Konkurrent BMW iX3 und deutlich billiger als der Audi SQ6 e-tron, Teslas Model Y startet rund 1000 Euro billiger. Günstig in Sachen Strom-Verbrauch, teuer bei der Kfz-Steuer. Klassenüblich lange Service-Intervalle, ausreichend dichtes Werkstatt-Netz. Vier Jahre Garantie, gegen Aufpreis auf bis zu sieben Jahre verlängerbar.

Synchronmotor v+h, Spitzenleistung 489 PS (360 kW), Dauerleistung 360 PS (265 kW), max. Drehmoment800 Nm, Akku (netto) 94 kWh, Allradantrieb mit Zweigang-Getriebe h, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H4845/1913/1644 mm, Radstand 2972 mm, 5 Sitze, Wendekreis 12,1 m, Reifendimension 235/50 R 20 (v), 265/45 R 20 (h), Kofferraumvolumen v/h 128/570–1740 l, Leerge­wicht (EU) 2535 kg, zul. Gesamtge­wicht3040 kg, max. Anh.-Last 2400 kg, 0–100 km/h 4,3 sec, 60–100 km/h 2,6 sec, Spitze 210 km/h, Steuer (jährl.)€ 1650,90, Werkstätten in Österreich 93, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normver­brauch kombiniert 16,4 kWh, Test­ver­brauch 18,6 kWh, Reichweite Norm/Test 654/505 km, Ladedauer bei 11 kW(100%) 10:30 Std, bei 330 kW Gleichstrom (80%) 22 Min

Serienausstattung: sechs Airbags, Mittenairbag v, Adaptiv-Tempomat, Spurhalte-Hilfe, Toterwinkel-As­sis­­tent mit Ausstiegswarnung, Ausweichlenk-Funktion, Fernlicht-Auto­matik, Kunstlederpolsterung (ohne Aufpreis mit Velours-Mittelbahnen), el. ver­stell­bare Komfort­sitze, E-Heckklappe, Wärme- und Geräusch-dämmendes Akustikglas, Zwei­zo­nen-Klimaautomatik, 10,3 Zoll Instrumentendisplay, 14 Zoll Infotainment-Display, Na­vigationssystem, 4x USB-C, induktives Handyladen, alle Spiegel autom. abblendend, el. klappbare Außenspiegel, Rückfahrkamera, Einpark-Assistent, induktive Ladeschale, Zierelemente in polierten Alu,Panoramadach, Sitzheizung v, Sport­lenkrad, abgedun­kelte Fondscheiben, Licht- und Regensensor, 20 Zoll-Aluräder etc.

Extras: Fond-Seitenairbags € 450,–, Luftfederung plus Hinterachslenkung € 2868,–,  teilautonomes Fahren € 1800,–, Augmented Reality f. Navi € 504,– (inkl. Headup-Dis­play € 1260,–), Komfort Paket Plus (bündige Türgriffe, schlüsselloser Zugang, zweite induktive Handyladeschale, digitaler Schlüssel etc.) € 1374,–, Advanced Plus Paket (be­leuchteter Grill, regelbare Transparenz bei Panoramadach, Bei­fahrer-Display, Am­bientelicht, Memory für Sitz und Spiegel etc.) € 3600,– (mit Hyperscreen € 5100,–), Premium Paket (zusätzlich digitales Licht, schlüsselloser Zu­gang, zweite induktive Han­dylade­schale, Sensorsteuerung f. E-Heckklappe, Burmester 3D-Sound etc.) € 7560,–, Pre­mium Plus Paket (zusätzlich erweitertes Digital-Licht, Burmester Highend-Sound, be­leuchtete Pattern im Panoramadach, klimatisierte Sportsitze mit Massage-Funktion, Sitzheizung im Fond etc.) € 11.400,–, digitales Licht € 1404,–, el. klappbare Anhänge­vorrichtung € 1290,–, alternative Lederfarben zu schwarz ab € 180,–, Echtle­der-Pols­terung ab € 2028,–, Kunstleder-Armaturenbrett € 552,–, Rundumkamera inkl. „transpa­rente Motorhaube“ € 696,–, Massage-Funktion Lendenwirbel-Bereich € 60,–, Sitzklima­tisierung v € 936,–, Hyperscreen mit Beifahrer-Display € 1500,–, Holz-Dekor ab € 408,–, Lenkrad-Heizung inkl. heizbare Wischer-Auflagen € 312,–, Sportsitze € 1140,–, Sport­reifen € 360,–, 21 Zoll-Aluräder ab € 1320,–, Metallic-Lack ab € 972,– etc.

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