Test: Mercedes GLE 350 d

10. April 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Mercedes Benz
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:272 PS
Testverbrauch:8,8 l/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:79.430 Euro

Der GLE der zweiten Generation ist schon seit einem Jahr in den Mercedes-Preislisten, doch auf der Straße kaum zu sehen – und erst jetzt tritt das erste Modell bei uns zum Test an. Qualitäts-Nachbesserungen in Deutschland bei dem in den USA gebauten Groß-SUV haben zu diesen Verzögerungen geführt. Aus der bunten Palette – es gibt Diesel sowie Benziner mit vier, sechs und acht Zylindern, darunter einen spannenden Selbstzünder als Plug-In-Hybrid – knöpfen wir uns den mittleren Ölbrenner vor. Den 350 d bewegt ein Reihensechszylinder mit 272 PS und 600 Nm standesgemäß, und dass unser weißer Riese eine weiße Weste hat, zeigt ein Blick in den Zulassungsschein: Der Dreiliter-Motor erfüllt die Abgasnorm Euro 6d.

Ein Blick in die Ausstattungsliste zeigt Beeindruckendes: Der neue GLE bietet eine unvergleichliche Vielfalt an Optionen, zum Teil ums richtig große Geld. Beispiel Fahrwerk: Die optionale Luftfederung (2445 Euro) lässt sich gegen 2713 Euro um ein Offroad Technik-Paket pimpen, das unter anderem eine Getriebeuntersetzung beinhaltet. Oder um happige 9289 Euro um eine aktive Wankstabilisierung auf 48V-Basis. Doch Luxus-Flair verströmt auch schon unser vergleichsweise nackter, weil mit Extras um „nur“ 10.000 Euro aufgewerteter Testwagen.

Motor & Getriebe – Vom Leerlauf weg bulliger und kultivierter Reihen­sechszylinder-Diesel, dank der oft (aber auch sanft) schaltenden Neungang-Automatik in der Regel niedriges Drehzahl-Niveau. 

Fahrwerk & Traktion – Sehr guter Fahrkomfort, dabei recht wenig Seitenneigung in flotten Kurven – und keine Lastwechsel-Tücken. Lenkung feinfühlig, ausreichend ­direkt. Selbstredend Top-Traktion, Gelände-Fans wählen die optionale Luftfederung und dazu das Offroad-Paket samt Getriebe-Untersetzung. 1A-Bremsen

Bedienung & Multimedia – Hohe Sitzposition, gut ablesbares Monitor-Doppel, die Bedienung über großes Touchpad in der Mittelkonsole und kleine Pendants am Lenkrad ist gewöhnungsbedürftig – die feine Sprachsteuerung funktioniert dafür tadellos. Induktives Handyladen Serie, Fahrzeugschlüssel im Smartphone gegen 144 Euro extra, 569 Euro kosten Apple CarPlay und Android Auto. Fein: großer Tank (gilt auch für AdBlue). Rückfahrkamera zum Glück Serie, Rundumkameras kommen auf 514 Euo extra.

Innen- & Kofferraum – Massig Platz für Passagiere und Gepäck, die Bewegungsfreiheit im Fond ist epochal. Hohe ­Ladekante, der Kofferraumboden (mit großem Fach darunter, gegen 103 Euro abschließbar) bleibt auch nach Umlegen der 2:1:2-Fondlehnen eben. Sehr weit aufschwingende E-Heckklappe. E-Fondbank samt Siebensitzer-Paket um 3014 Euro Aufpreis.

Dran & Drin – Ordentliche Serienausstattung (u. a. Navi, Kunstlederpolsterung, E-Heckklappe, 20-Zöller), dennoch schier unglaubliche Anzahl an (teuren) Optionen. Solide Verarbeitung, hochwertige Materialien.

Schutz & Sicherheit – Sieben Airbags und einige E-Helfer Serie, gegen Aufpreis alle ­Assistenzsysteme (sogar Personen-Erkennung an Zebrastreifen sowie Rettungsgassen-Assistent) bis hin zum teilautonomen Fahren

Preis & Kosten – Die gesamte Konkurrenz ist etwas günstiger zu ­haben, für den Stern spricht die ­Vierjahres-Garantie (bis 120.000 Kilometer). Praxis-Verbrauch angemessen. Mit schwächerem Motor wohl bessere Werthaltung. Durchaus dichtes Service-Netz, aber kurze Inspektions-Intervalle.

Das imposante Widescreen-Cockpit ist Serie, die Bedienung nicht durchgehend leicht.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der GLE der zweiten Generation ist schon seit einem Jahr in den Mercedes-Preislisten, doch auf der Straße kaum zu sehen – und erst jetzt tritt das erste Modell bei uns zum Test an. Qualitäts-Nachbesserungen in Deutschland bei dem in den USA gebauten Groß-SUV haben zu diesen Verzögerungen geführt. Aus der bunten Palette – es gibt Diesel sowie Benziner mit vier, sechs und acht Zylindern, darunter einen spannenden Selbstzünder als Plug-In-Hybrid – knöpfen wir uns den mittleren Ölbrenner vor. Den 350 d bewegt ein Reihensechszylinder mit 272 PS und 600 Nm standesgemäß, und dass unser weißer Riese eine weiße Weste hat, zeigt ein Blick in den Zulassungsschein: Der Dreiliter-Motor erfüllt die Abgasnorm Euro 6d. Ein Blick in die Ausstattungsliste zeigt Beeindruckendes: Der neue GLE bietet eine unvergleichliche Vielfalt an Optionen, zum Teil ums richtig große Geld. Beispiel Fahrwerk: Die optionale Luftfederung (2445 Euro) lässt sich gegen 2713 Euro um ein Offroad Technik-Paket pimpen, das unter anderem eine Getriebeuntersetzung beinhaltet. Oder um happige 9289 Euro um eine aktive Wankstabilisierung auf 48V-Basis. Doch Luxus-Flair verströmt auch schon unser vergleichsweise nackter, weil mit Extras um „nur“ 10.000 Euro aufgewerteter Testwagen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Vom Leerlauf weg bulliger und kultivierter Reihen­sechszylinder-Diesel, dank der oft (aber auch sanft) schaltenden Neungang-Automatik in der Regel niedriges Drehzahl-Niveau.  Fahrwerk & Traktion - Sehr guter Fahrkomfort, dabei recht wenig Seitenneigung in flotten Kurven – und keine Lastwechsel-Tücken. Lenkung feinfühlig, ausreichend ­direkt. Selbstredend Top-Traktion, Gelände-Fans wählen die optionale Luftfederung und dazu das Offroad-Paket samt Getriebe-Untersetzung. 1A-Bremsen Bedienung & Multimedia - Hohe Sitzposition, gut ablesbares Monitor-Doppel, die Bedienung über großes Touchpad in der Mittelkonsole und kleine Pendants am Lenkrad ist gewöhnungsbedürftig – die feine Sprachsteuerung funktioniert dafür tadellos. Induktives Handyladen Serie, Fahrzeugschlüssel im Smartphone gegen 144 Euro extra, 569 Euro kosten Apple CarPlay und Android Auto. Fein: großer Tank (gilt auch für AdBlue). Rückfahrkamera zum Glück Serie, Rundumkameras kommen auf 514 Euo extra. Innen- & Kofferraum - Massig Platz für Passagiere und Gepäck, die Bewegungsfreiheit im Fond ist epochal. Hohe ­Ladekante, der Kofferraumboden (mit großem Fach darunter, gegen 103 Euro abschließbar) bleibt auch nach Umlegen der 2:1:2-Fondlehnen eben. Sehr weit aufschwingende E-Heckklappe. E-Fondbank samt Siebensitzer-Paket um 3014 Euro Aufpreis. Dran & Drin - Ordentliche Serienausstattung (u. a. Navi, Kunstlederpolsterung, E-Heckklappe, 20-Zöller), dennoch schier unglaubliche Anzahl an (teuren) Optionen. Solide Verarbeitung, hochwertige Materialien. Schutz & Sicherheit - Sieben Airbags und einige E-Helfer Serie, gegen Aufpreis alle ­Assistenzsysteme (sogar Personen-Erkennung an Zebrastreifen sowie Rettungsgassen-Assistent) bis hin zum teilautonomen Fahren Preis & Kosten - Die gesamte Konkurrenz ist etwas günstiger zu ­haben, für den Stern spricht die ­Vierjahres-Garantie (bis 120.000 Kilometer). Praxis-Verbrauch angemessen. Mit schwächerem Motor wohl bessere Werthaltung. Durchaus dichtes Service-Netz, aber kurze Inspektions-Intervalle.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1586540933870{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1586539463259{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Das imposante Widescreen-Cockpit ist Serie, die Bedienung nicht durchgehend leicht.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43d67f-e746"][vc_column_text]R6, 24V, Turbo, 2925 ccm, 272 PS (200 kW) bei 3400–4600/min, max. Drehmoment 600 Nm bei 1200–3200/min, Neungang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4924/1947/1772 mm, Radstand 2995 mm, 5–7…

7.4

FAZIT

Geräumiger Luxus-SUV für solvente Komfort-Fans.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R6, 24V, Turbo, 2925 ccm, 272 PS (200 kW) bei 3400–4600/min, max. Drehmoment 600 Nm bei 1200–3200/min, Neungang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4924/1947/1772 mm, Radstand 2995 mm, 5–7 Sitze, Wendekreis 12,0 m, Reifendim. 275/50 R 20 (Testwagen-Bereifung Pirelli ­Scorpion Winter), Tankinhalt 85 l (AdBlue: 31,6 l), Reichweite 970 km, Kofferraumvol. 630–2055 l, Leergewicht 2160 kg, zul. Gesamtgewicht 3070 kg, max. Anh.-Last 2700 kg, 0–100 km/h 6,9 sec, Spitze 230 km/h, Steuer (jährl.) € 1459,44, Werkstätten in Österreich 92, Service alle 25.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbr. (kombiniert) 7,1 l, Testverbr. 8,8 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 186/231 g/km

Front-, vordere Seiten- und durchgeh. Kopfairbags, Fahrer-Knieairbag, Verkehrszeichen-Erkennung, Bergabfahrhilfe, Notbrems-Assistent, aktiver Spurhalte-Assistent, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, Tempomat, ­Klimaautomatik, E-Vordersitze, Kunstlederpolsterung, digitale Instrumente, Multimediasystem mit 12,3 Zoll-Display und USB-Slot, Navigation, Multifunktions-Lederlenkrad, 20 Zoll-Aluräder, E-Heckklappe, Rückfahrkamera, induktives Handyladen etc.

Fond-Seitenairbags € 486,–, Headup-Display € 1418,–, Fahrassistenz-Paket (Abstandsregel-Tempomat, teilautonomes Fahren, Toterwinkel-Assistent ) ab € 1897,–, Advantage-Paket (el. klappb. Spiegel, autom. abblend. Spiegel, Park-Assistent, Sitzheizung v, Toterwinkel-Assistent) € 2562,–, Premium-Paket (zus. 360 Grad-Kameras, Memory-Paket, Multi­beam-LED-Licht etc.) € 5494,–, Lenkrad-Heizung € 270,–, Holz-Dekor ab € 370,–, DAB-Tuner € 473,–, klimatisierte Becherhalter v/h je € 301,–, Sitzhei­zung/-klimatisierung v € 514,–/1569,– (inkl. Massage-Funktion € 2630,–), Fondsitze beheizbar/el. verstellbar € 514,–/1713,–, Panorama-Schiebedach € 2288,–, heizb. Frontscheibe € 829,–, Keyless-Go € 1089,–, 21/22 Zoll-Aluräder ab € 1288,–/ 2713,–, Metallic-Lack ab € 1260,– etc. 

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