Viel mehr als den Sechszylinder starten und vom Stand weg mit anschieben vermag der kleine Stromer nicht. Immerhin konnte Mercedes damit beim Benziner auf etwas Drehmoment verzichten und ihn extrem sparsam auslegen. Der S 400 Hybrid beschleunigt etwa gleich gut wie der herkömmliche S 350, verbraucht aber 20 Prozent weniger Sprit. Und sogar einen guten Liter weniger als der schwächere S 320 CDI.
Dass der Benz bei Ampelstopps den Motor stilllegt, ist Ehrensache. Dass das Flaggschiff bei leichtem Druck aufs Bremspedal in der Gegend von 50 km/h unelegant ruckelt, sollte Mercedes noch in den Griff kriegen.
Platz & Nutz – Vier Passagiere sitzen bequem, der Fünfte hockt ein wenig erhaben im Fond (auch vom Hybrid-Benz gibt’s übrigens eine Lang-Version). Großer Kofferraum mit Aufpreis-Skisack. Viele, teils versteckte Ablagen. Erfreulich kleiner Wendekreis. Top-Ergonomie, ein wenig umständlich geriet das Radio ohne Stationstasten.
Dran & Drin – Serienmäßig nicht schlecht ausgestattet, doch weit weg von Luxus. Gegen Aufgeld ist fast alles zu haben (die Liste rechts ist nur ein kleiner Auszug). Durchwegs hochwertige Materialien, liebevoll verarbeitet.
Sicher & Grün – Volle Airbag-Bestückung, selbst im Fond. Alle erdenklichen E-Fahrhilfen, dazu „Pre Safe“ (strafft bei Crash-Gefahr Gurte, stellt Sitzlehnen gerade und schließt Dach sowie Fenster). Diverse Assistenz-Systeme gegen Aufpreis. Für die Klasse ausnehmend günstiger Verbrauch.
Preis & Kosten – Etwas teurer als der achtzylindrige BMW 740i, ein Audi A8 V6 ist deutlich billiger. Nur 2000 Euro Mehrpreis zum konventionellen S 350. Vier Jahre Garantie. Werthaltung vermutlich gut (nicht allerdings für Aufpreisposten).





