Test: Mitsubishi ASX 2,0 CVT 4WD Invite

21. Januar 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Mitsubishi
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:150 PS
Testverbrauch:8,3 l/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:26.990 Euro

Nach satten neun Jahren am Markt bekommt Mitsubishis klassischer Kompakt-SUV noch einmal ein Facelift, das mittlerweile dritte, spendiert. Die Verjüngungskur ist optisch deutlich sichtbar, so fällt schon auf den ersten Blick die ­modernisierte Front auf. Im Interieur hat sich hingegen nicht allzu viel getan, vom Multimedia-Dis­play einmal abgesehen – das freilich nach wie vor nicht sonderlich frisch wirkt. Erwähnenswert dabei: Die Japaner verzichten komplett auf ein ­integriertes Navi. Wer also den Weg zum Ziel nicht kennt, muss sein Smartphone „spiegeln“ oder auf ein externes Gerät zurückgreifen.

Bis der ASX in den Ruhestand geschickt wird, steht nur mehr ein Motor zu Verfügung, nämlich ein Zweiliter-Saugbenziner. Allrad ist für 2500 Euro mit an Bord, sofern man sich das stufenlose Automatikgetriebe CVT um 1500 Euro gegönnt hat. Wie eh und je muss man das Antriebskonzept mögen: Im Stadtbetrieb überzeugt die spontane Gas­annahme, ab rund 70 km/h wird eine tiefere Gaspedalstellung aber vorwiegend mit dem Aufheulen des Motors beantwortet, und nicht mit Beschleunigung – Überholen auf der Autobahn wird zur Herausforderung. Dazu vermisst man die fehlende Motorbremse beim Bergabfahren schmerzlich.

Motor & Getriebe – Kultivierter Saugbenziner. Gasbefehle werden aus dem Stand von der stufenlosen Automatik bissig und energisch umgesetzt, bei höheren Geschwin­dig­keiten kann das System aber nicht überzeugen (Gummiband-Effekt). 

Fahrwerk & Traktion – Tadellos abgestimmtes Fahrwerk – komfortabel, aber nicht zu weich. Sicher im Grenzbereich, flotteres Kurvenfahren wird jedoch von der recht indi­rekten Lenkung vermiest. Dank Allrad stets top Traktion, gute Bremsen. 

Stock & Stein – Allrad auf Wunsch auch sperrbar – womit auch mehr Kraft an die Hinterachse ­ge­­leitet wird. Auch dank recht guter Bodenfreiheit im Klassen-Vergleich überdurchschnittliche geländetauglich.

Cockpit & Bedienung – Recht gute Sitzposition, Ergonomie weitgehend in Ordnung. Simple Analog-Instrumente, durchaus unübersichtlicher, mittiger Info-Bildschirm. Multimediasystem zwar recht flott und logisch zu bedienen, wirkt jedoch insgesamt angestaubt. Nach hinten schlechte, sonst gute Übersicht. ­Etwas mehr Ablagen wünschenswert.

Innen- & Kofferraum – Genügend Platz vorne und hinten, recht großer Kofferraum mit doppeltem Boden. Hohe Ladekante. Fondlehnen 2:1 umklappbar (dann fast ebene Ladefläche), keine Durchreiche vorhanden.

Dran & Drin – Bis auf Metallic-Lack keine Extras, der 3500 Euro billigeren Ausstattungslinie „Inform Plus“ fehlen u. a. Rückfahrkamera, Sitzheizung vorne, Smartphone-Integration und DAB-Tuner. Klassenübliche Materialien, recht gut verarbeitet.

Schutz & Sicherheit – Gutes Luftpolster-Aufkommen inklusive Knie-Airbag fahrerseitig, lediglich LED-Lichter, Notbrems­assistent und Spurhalte-Assistent reichen aber nicht für eine Top-Bewertung.

Preis & Kosten – Der ähnlich geartete Suzuki SX4 S-Cross ist gleich teuer, hat aber gar keine Assistenzsysteme. Den deutlich billigeren und rustikaleren Dacia Duster gibt es nur als Handschalter. Die besser ausgestatteten Fronttriebler Nissan Qashqai und Honda HR-V sind eine Spur teurer. Recht hoher (Praxis-) Verbrauch. Mitsubishi-Bonus: fünf Jahre Garantie.

Mitsu-Cockpit: riesige Schaltwippen, manuelle Handbremse, großer Knopf für die Mitteldifferenzial-Sperre.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nach satten neun Jahren am Markt bekommt Mitsubishis klassischer Kompakt-SUV noch einmal ein Facelift, das mittlerweile dritte, spendiert. Die Verjüngungskur ist optisch deutlich sichtbar, so fällt schon auf den ersten Blick die ­modernisierte Front auf. Im Interieur hat sich hingegen nicht allzu viel getan, vom Multimedia-Dis­play einmal abgesehen – das freilich nach wie vor nicht sonderlich frisch wirkt. Erwähnenswert dabei: Die Japaner verzichten komplett auf ein ­integriertes Navi. Wer also den Weg zum Ziel nicht kennt, muss sein Smartphone „spiegeln“ oder auf ein externes Gerät zurückgreifen. Bis der ASX in den Ruhestand geschickt wird, steht nur mehr ein Motor zu Verfügung, nämlich ein Zweiliter-Saugbenziner. Allrad ist für 2500 Euro mit an Bord, sofern man sich das stufenlose Automatikgetriebe CVT um 1500 Euro gegönnt hat. Wie eh und je muss man das Antriebskonzept mögen: Im Stadtbetrieb überzeugt die spontane Gas­annahme, ab rund 70 km/h wird eine tiefere Gaspedalstellung aber vorwiegend mit dem Aufheulen des Motors beantwortet, und nicht mit Beschleunigung – Überholen auf der Autobahn wird zur Herausforderung. Dazu vermisst man die fehlende Motorbremse beim Bergabfahren schmerzlich.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Kultivierter Saugbenziner. Gasbefehle werden aus dem Stand von der stufenlosen Automatik bissig und energisch umgesetzt, bei höheren Geschwin­dig­keiten kann das System aber nicht überzeugen (Gummiband-Effekt).  Fahrwerk & Traktion - Tadellos abgestimmtes Fahrwerk – komfortabel, aber nicht zu weich. Sicher im Grenzbereich, flotteres Kurvenfahren wird jedoch von der recht indi­rekten Lenkung vermiest. Dank Allrad stets top Traktion, gute Bremsen.  Stock & Stein - Allrad auf Wunsch auch sperrbar – womit auch mehr Kraft an die Hinterachse ­ge­­leitet wird. Auch dank recht guter Bodenfreiheit im Klassen-Vergleich überdurchschnittliche geländetauglich. Cockpit & Bedienung - Recht gute Sitzposition, Ergonomie weitgehend in Ordnung. Simple Analog-Instrumente, durchaus unübersichtlicher, mittiger Info-Bildschirm. Multimediasystem zwar recht flott und logisch zu bedienen, wirkt jedoch insgesamt angestaubt. Nach hinten schlechte, sonst gute Übersicht. ­Etwas mehr Ablagen wünschenswert. Innen- & Kofferraum - Genügend Platz vorne und hinten, recht großer Kofferraum mit doppeltem Boden. Hohe Ladekante. Fondlehnen 2:1 umklappbar (dann fast ebene Ladefläche), keine Durchreiche vorhanden. Dran & Drin - Bis auf Metallic-Lack keine Extras, der 3500 Euro billigeren Ausstattungslinie „Inform Plus“ fehlen u. a. Rückfahrkamera, Sitzheizung vorne, Smartphone-Integration und DAB-Tuner. Klassenübliche Materialien, recht gut verarbeitet. Schutz & Sicherheit - Gutes Luftpolster-Aufkommen inklusive Knie-Airbag fahrerseitig, lediglich LED-Lichter, Notbrems­assistent und Spurhalte-Assistent reichen aber nicht für eine Top-Bewertung. Preis & Kosten - Der ähnlich geartete Suzuki SX4 S-Cross ist gleich teuer, hat aber gar keine Assistenzsysteme. Den deutlich billigeren und rustikaleren Dacia Duster gibt es nur als Handschalter. Die besser ausgestatteten Fronttriebler Nissan Qashqai und Honda HR-V sind eine Spur teurer. Recht hoher (Praxis-) Verbrauch. Mitsubishi-Bonus: fünf Jahre Garantie.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1579620325233{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1579619702000{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Mitsu-Cockpit: riesige Schaltwippen, manuelle Handbremse, großer Knopf für die Mitteldifferenzial-Sperre.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb439ca6-b717"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1998 ccm, 150 PS (110 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 195 Nm bei 4200/min, stufenlose Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4365/1810/1640 mm, Radstand 2670 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 225/55 R…

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FAZIT

Pragmatischer Kompakt-SUV mit Antriebs-Schwächen außerhalb der Stadt.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
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R4, 16V, Turbo, 1998 ccm, 150 PS (110 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 195 Nm bei 4200/min, stufenlose Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4365/1810/1640 mm, Radstand 2670 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 225/55 R 18 (Testwagen-Bereifung Bridgestone Blizzak LM 80 Evo), Tankinhalt 60 l, Reichweite 720 km, Kofferraumvolumen 406–1206 l, Leergewicht 1590 kg, zul. Gesamtgewicht 1970 kg, max. Anh.-Last 1300 kg, 0–100 km/h 12,5 sec, Spitze 190 km/h, Steuer (jährl.) € 649,44, Werkstätten in Österreich 109, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 8,2 l, Testverbrauch 8,3 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 185/190 g/km

Front-, Seiten- und Knieairbags vorne, durchgehende Kopfairbags, City-Notbremsassistent, Spurhalte-Assistent, Tempomat, Berganfahrhilfe, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, Klimaautomatik, Einparkhilfe h, Rückfahrkamera, Multifunktions-Lederlenkrad,  Bluetooth für Telefon und Audio, 8 Zoll Touchscreen-Multimedia mit USB/Bluetooth-Schnittstelle und 6 LS sowie Apple CarPlay und Android Auto, Licht- und Regensensor, Leder-Alcantara-Polsterung, elektrisch verstell-, beheiz- und klappbare Außenspiegel, kühlbares Handschuhfach, abgedunkelte Fondscheiben, 18 Zoll-Aluräder etc.

Metallic-Lack ab € 650,–,

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