TEST: Mitsubishi Outlander PHEV Diamond Connect

29. Januar 2019
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Mitsubishi
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:220 PS
Testverbrauch:4,8 l/100km
Modelljahr:2018
Grundpreis:52.850 Euro

Es passiert nicht selten, dass wir bei einem Facelift vor allem über optische Re­tuschen, frische Elektronik-Helferlein und ein neues Infotainment-System schwa­dronieren. Einfach, weil es sonst nicht viel zu erzählen gibt. Ganz anders beim 2019er-Jahrgang des Outlander PHEV. Der große Mitsubishi-SUV bekam für die Modellpflege zwar ebenfalls alles Genannte und dazu frische Materialien im Innenraum spendiert, vor allem aber auch einen neuen Antriebs­strang samt jetzt mit Atkinson-Zyklus laufendem Vierzylinder-Verbrenner, größerem Akku-Paket und kräftigeren E-Motoren.

Das Zauberwort beim Outlander? „E-Motoren“ – Mehrzahl also. Je einer davon pro Achse. Das und der Umstand, dass der Verbrenner nur bei hohen Geschwindig­kei­ten und Bedarf nach maximaler Power tatsächlich eine physikalische Verbin­dung zur Vorderachse herstellt, sorgt dafür dass der Nippon-Kraxler zu­meist wie ein reines E-Auto agiert. Mögliche Ursachen für etwaiges Rucken – Schaltvorgänge und der Wechsel zwischen Verbrenner und E-Motor – sind quasi hinfällig, gibt es doch kein Getriebe. So entpuppt sich der zudem mit komfort­betontem Fahrwerk gesegnete Japaner als gemütlicher Gleiter. Der ebenfalls neue Sport-Schalter in der Mittel­konsole wirkt da fast ein wenig deplatziert.

Motor & Getriebe – Die beiden Elektro-Motoren kommen gut mit dem recht hohen Fahrzeuggewicht zurecht. Der Ver­bren­­ner läuft ruhig und ist gut gedämmt. Schaltunterbrechungen sind mangels klassischer Fahrstufen kein Thema.

Fahrwerk & Traktion – Komfortabel abgestimmt, erträgliche Seitenneigung in flotter gefahrenen Kurven, keine Tücken im Grenzbereich. Recht direkte Lenkung, um die Mittellage aber gefühllos. Gut dosierbare Verzögerung durch Rekuperation und Bremsen.

Stock & Stein – Unterschiedliche Offroad-Modi steuern die beiden E-Motoren und sorgen für viel Traktion auf unterschiedlichen Oberflächen. Durch die geringe Bodenfreiheit sind ernsthafteres Gelände-Ritte trotzdem nicht drin.

Cockpit & Bedienung – Ergonomie, Sitzposition und Bedienung ohne Tadel. Übersicht OK, 360 Grad-Kameras Serie. Etwas langsame E-Heckklappe.

Innen- & Kofferraum – Viel Platz in beiden Sitzreihen. Üppiger Kofferraum mit ebener Ladefläche, auch nach Umlegen der 2:1 geteilten Fondlehnen. Die optionale dritte ­Sitzreihe gibt es beim PHEV nicht. Ausreichend Ablagen.

Dran & Drin – In der getesteten höheren der beiden Ausstattungslinien bereits mit „Wunschlos glücklich“-Mitgift. Navigation aber nur über Apple Carplay oder Android Auto. Einzig Metallic bleibt als Extra, dazu Zubehör wie eine Anhängervorrichtung. Feine Materialien, gut verarbeitet.

Schutz & Sicherheit – Übliches Airbag-Aufkommen samt Fahrer-Kniepolster, dazu viele aktuelle Sicherheitssysteme.

Sauber & Grün – Eine Akku-Ladung reicht für rund 40 Kilometer reine E-Fahrt. Die Herstellerangabe zum Verbrauch ist bei der 100 Kilometer-Testfahrt dennoch in weiter Ferne. Trotzdem: Für Größe und Gewicht bei zurückhaltender ­Fahrweise sehr sparsam.

Preis & Kosten – Alle übrigen Plug-In-SUVs ähnlicher Größe kommen von Premium-Marken und sind deutlich teurer. Fünf Jahre Garantie, Jahres-Service Pflicht, solide Werthaltung.

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Im Outlander-Cockpit warten in der Top-Version elegant gestepptes Leder, gute Ergonomie und eine anständige Sitzposition. Die Schaltkulisse wurde neu gestaltet und bei der Gelegenheit auch ein Sport-Knopf hinzugefügt – in seinem Kern ist der Japaner aber stets komfortbetont.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Es passiert nicht selten, dass wir bei einem Facelift vor allem über optische Re­tuschen, frische Elektronik-Helferlein und ein neues Infotainment-System schwa­dronieren. Einfach, weil es sonst nicht viel zu erzählen gibt. Ganz anders beim 2019er-Jahrgang des Outlander PHEV. Der große Mitsubishi-SUV bekam für die Modellpflege zwar ebenfalls alles Genannte und dazu frische Materialien im Innenraum spendiert, vor allem aber auch einen neuen Antriebs­strang samt jetzt mit Atkinson-Zyklus laufendem Vierzylinder-Verbrenner, größerem Akku-Paket und kräftigeren E-Motoren. Das Zauberwort beim Outlander? „E-Motoren“ – Mehrzahl also. Je einer davon pro Achse. Das und der Umstand, dass der Verbrenner nur bei hohen Geschwindig­kei­ten und Bedarf nach maximaler Power tatsächlich eine physikalische Verbin­dung zur Vorderachse herstellt, sorgt dafür dass der Nippon-Kraxler zu­meist wie ein reines E-Auto agiert. Mögliche Ursachen für etwaiges Rucken – Schaltvorgänge und der Wechsel zwischen Verbrenner und E-Motor – sind quasi hinfällig, gibt es doch kein Getriebe. So entpuppt sich der zudem mit komfort­betontem Fahrwerk gesegnete Japaner als gemütlicher Gleiter. Der ebenfalls neue Sport-Schalter in der Mittel­konsole wirkt da fast ein wenig deplatziert.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Die beiden Elektro-Motoren kommen gut mit dem recht hohen Fahrzeuggewicht zurecht. Der Ver­bren­­ner läuft ruhig und ist gut gedämmt. Schaltunterbrechungen sind mangels klassischer Fahrstufen kein Thema. Fahrwerk & Traktion - Komfortabel abgestimmt, erträgliche Seitenneigung in flotter gefahrenen Kurven, keine Tücken im Grenzbereich. Recht direkte Lenkung, um die Mittellage aber gefühllos. Gut dosierbare Verzögerung durch Rekuperation und Bremsen. Stock & Stein - Unterschiedliche Offroad-Modi steuern die beiden E-Motoren und sorgen für viel Traktion auf unterschiedlichen Oberflächen. Durch die geringe Bodenfreiheit sind ernsthafteres Gelände-Ritte trotzdem nicht drin. Cockpit & Bedienung - Ergonomie, Sitzposition und Bedienung ohne Tadel. Übersicht OK, 360 Grad-Kameras Serie. Etwas langsame E-Heckklappe. Innen- & Kofferraum - Viel Platz in beiden Sitzreihen. Üppiger Kofferraum mit ebener Ladefläche, auch nach Umlegen der 2:1 geteilten Fondlehnen. Die optionale dritte ­Sitzreihe gibt es beim PHEV nicht. Ausreichend Ablagen. Dran & Drin - In der getesteten höheren der beiden Ausstattungslinien bereits mit „Wunschlos glücklich“-Mitgift. Navigation aber nur über Apple Carplay oder Android Auto. Einzig Metallic bleibt als Extra, dazu Zubehör wie eine Anhängervorrichtung. Feine Materialien, gut verarbeitet. Schutz & Sicherheit - Übliches Airbag-Aufkommen samt Fahrer-Kniepolster, dazu viele aktuelle Sicherheitssysteme. Sauber & Grün - Eine Akku-Ladung reicht für rund 40 Kilometer reine E-Fahrt. Die Herstellerangabe zum Verbrauch ist bei der 100 Kilometer-Testfahrt dennoch in weiter Ferne. Trotzdem: Für Größe und Gewicht bei zurückhaltender ­Fahrweise sehr sparsam. Preis & Kosten - Alle übrigen Plug-In-SUVs ähnlicher Größe kommen von Premium-Marken und sind deutlich teurer. Fünf Jahre Garantie, Jahres-Service Pflicht, solide Werthaltung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1548778709141{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1548778395532{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Im Outlander-Cockpit warten in der Top-Version elegant gestepptes Leder, gute Ergonomie und eine anständige Sitzposition. Die Schaltkulisse wurde neu gestaltet und bei der Gelegenheit auch ein Sport-Knopf hinzugefügt – in seinem Kern ist der Japaner aber stets komfortbetont.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43befd-babd"][vc_column_text]R4, 16V, 2360 ccm, 135 PS (99 kW) bei 4500/min, max. Drehmoment 211 Nm bei 4500/min, zwei Permanent-Magnet-Synchronmotoren mit…

7.3

FAZIT

Komfortabler SUV-Gleiter mit viel Platz und interessantem Antrieb.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
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7

R4, 16V, 2360 ccm, 135 PS (99 kW) bei 4500/min, max. Drehmoment 211 Nm bei 4500/min, zwei Permanent-Magnet-Synchronmotoren mit v. 82 PS (60 kW) / 137 Nm, h. 95 PS (70 kW) / 195 Nm, Lithium-Ionen-Batterie 13,8 kWh, Systemleistung max. 220 PS, Eingang-Automatik, Quasi-Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4695/1800/1710 mm, Radstand 2670 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimen­sion 225/55 R 18 (Testwagen-Bereifung Bridgestone Blizzak DM-V2), Tankinhalt 45 l, Reichweite 500–935 km, Kofferraumvolumen 463–1602 l, Leergewicht 1937 kg, zul. Gesamtgewicht 2390 kg, max. Anh.-Last 1500 kg, 0–100 km/h 10,6 sec, Spitze 170 km/h, Steuer (jährl.) € 562,32, Werkstätten in Österreich 109, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Mix) 2,0 l, Testverbrauch 4,8–8,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 46/110–205 g/km

Offroad-Daten: Böschungswinkel v/h 21°/22,5°, Rampenwinkel 19°, Bodenfreiheit 190 mm, Wattiefe k.A.

Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vor­hänge, Fahrer-Knieairbag, Licht- und Regensensor, Abstandsregel-Tempomat, Toter­winkel-Warner, Fernlicht-Assistent, autom. abblendend. Innenspiegel, Quer­verkehrs-Warner h, Spurhalte-Assistent, Voll-LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Lederaus­stat­tung, 360 Grad-Kameras, schlüsselloser Zugang, Radio mit 7 Zoll-Touchscreen, Blue­tooth für Telefon und Audio, USB-Slots und Lenkrad-FB, Apple Carplay und Android Auto, 710 Watt Rockford Fosgate-Sound mit 9 LS, beheizb. Lederlenkrad, Sitzheizung v, Einparkhilfe v+h, el. Klappbare Außenspiegel, E-Fahrersitz, abgedunkelte Fond­scheiben, E-Schiebedach, 18 Zoll-Aluräder etc.

Metallic-Lack € 680,–, Anhängevorrichtung abnehmbar € 571,–, Spielgel­kappen silber € 146,–, Alupedale € 116,–, 5m Ladekabel € 469,–, etc.

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Profilbild von Johannes Posch

Filme, Videospiele, Technik, Autos, Speis und Trank ... meine Interessen lesen sich wie das 1x1 der Männer-Klischees. Aber so bin ich nun mal. ;) Und das zeigt sich auch in meinem bisherigen Werdegang: Hotelfachschule, dann Videospieljournalist (übrigens bis heute: www.gamers.at), anschließend einige Jährchen bei einer Unternehmensberatung und Digital-Marketing Agentur und nun also hier, bei Alles Auto. Hier darf ich seit Mai 2015 die Geschicke von allem das "online & digital" ist lenken und gestalten ... und "nebenbei" natürlich der Redaktion mit Tests, Fahrberichten und mehr meinen Stempel aufdrücken. Und dabei bin ich natürlich auch immer für Anregungen offen. Fragen und vor allem Anregungen sind also jederzeit willkommen. :)

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