Test: Nissan Juke DIG-T 117 DCT

21. April 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Nissan
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:117 PS
Testverbrauch:8,1 l/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:28.770 Euro

Als der erste Nissan Juke 2010 auf den Markt kam, bot das Styling den meisten Ge­­sprächsstoff. Die nunmehr zweite Generation kommt dagegen deutlich erwachsener daher und polarisiert weit weniger – optische Alleinstellungsmerkmale wie die runden Hauptscheinwerfer blieben zwar erhalten, fügen sich jedoch viel unauffäl­liger in das Gesamtbild ein. An der Grundausrichtung hat sich recht wenig geändert, der ja­­pa­­nische Querulant ist in vielen Details frech gestaltet, die ­fahrdynami­sche Abstimmung fällt überraschend knackig aus. Zudem taugt der Juke nun dank großzügige­ren Platzverhältnissen im Fond und im Kofferraum auch für Urlaubs-Fahrten zu viert.

Die Motoren-Palette zeigt sich radikal reduziert: Es gibt nur mehr einen Benziner mit 117 PS, wahlweise im Verbund mit einer Sechsgang-Handschaltung oder für 2344 Euro Aufpreis mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe. Letzteres versucht die leichte Anfahrtsschwäche des Dreizylinders zu kaschieren und kuppelt ab und an recht hart ein. Obwohl die Automatik weitgehend flott und weich schaltet, kann sie so beim Anfahren oder auch bei Vollgas nach kurzem Zögern recht ruppig sein. Der ansonsten sehr positive Gesamteindruck des kleinen Nippon-SUV wird auch noch durch den sehr hohen Test-Verbrauch getrübt. 

Motor & Getriebe – Sobald auf Drehzahl, wirkt der gut gedämmte Dreizylinder-Benziner recht quirlig, allgemein gibt er sich kultiviert und laufruhig. Das Doppelkupplungsgetriebe kann beim Anfahren und Rangieren bis­­weilen bockig sein.

Fahrwerk & Traktion – Sauber abgestimmtes Fahrwerk, gute Mischung aus Fahrkomfort und Dynamik. Agil beim Kurvenfahren, williges Einlenkverhalten. Keine Lastwechsel-Reaktionen. Feinfühlige und sportliche Lenkung. Selten Traktions-Probleme, Bremsen ok.

Bedienung & Multimedia – Sitzposition, Ergonomie, Bedienung: alles ist intui­tiv und ohne Patzer. Simple Analog-Instrumente, getrennt durch 7 Zoll-Bildschirm. Die Bedienung des Multimediasystems ist vielseitig möglich: Touch, Drehregler, Knöpfe und Sprachsteuerung stehen zu Verfügung. Recht angestaubt wirkende Bedien-Oberfläche, Android Audio & Apple CarPlay sind ab der zweiten Ausstattungslinie „Acenta“ mit an Bord. Mittelmäßige Übersicht, ausreichend Ablagen. 

Innen- & Kofferraum – Brauchbar viel Platz vorne, aber auch hinten und im recht gut nutzbaren Kofferraum – allerdings ist die Ladekante hoch. 2:1 umlegbare Fondlehnen, stets ebene Ladefläche. Doppelter ­Ladeboden mit großem und geräumigen Keller-Fach.

Dran & Drin – Großzügige Serien-Mitgift, die zweitbeste Ausstattungslinie „Tekna“ bietet schon das Rundum-sorglos-Paket: 8 Zoll-Touchscreen, teilbelederte und heizbare Sportsitze, schlüsselloser Zugang, 19 Zoll-Alufelgen etc. Verarbeitung und Materialen weitgehend tadellos. Wenig Extras.

Schutz & Sicherheit – Übliches Luftpolster-Aufgebot, beim „Tekna“ sind dazu Radar-Tempomat mit Stop & Go, Spurhalte-Assistent, Toterwinkel- und Querverkehrs-Warner, Verkehrszeichen-Erkennung, Voll-LED-Scheinwerfer und einiges mehr bereits an Bord – im Alltag funktioniert alles wunderbar. 

Preis & Kosten – Im hart umkämpften City-SUV-Bereich ist der ebenfalls neue Konzern-Bruder Renault Captur bei weniger Ausstattung, aber mehr Leistung etwas billiger (siehe Seite 36). Der Mazda CX-3 liegt in etwa gleichauf, der Seat Arona ist eine Spur ­billiger. Sehr hoher Test-Verbrauch. Drei Jahre Garantie, auf vier oder fünf erweiterbar. Gutes Werkstatt-Netz, mäßige Werthaltung. 

Im zweckmäßig gestalteten, nun deutlich hochwertigeren Cockpit findet man sich dank logischer Bedienung schnell zurecht.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Als der erste Nissan Juke 2010 auf den Markt kam, bot das Styling den meisten Ge­­sprächsstoff. Die nunmehr zweite Generation kommt dagegen deutlich erwachsener daher und polarisiert weit weniger – optische Alleinstellungsmerkmale wie die runden Hauptscheinwerfer blieben zwar erhalten, fügen sich jedoch viel unauffäl­liger in das Gesamtbild ein. An der Grundausrichtung hat sich recht wenig geändert, der ja­­pa­­nische Querulant ist in vielen Details frech gestaltet, die ­fahrdynami­sche Abstimmung fällt überraschend knackig aus. Zudem taugt der Juke nun dank großzügige­ren Platzverhältnissen im Fond und im Kofferraum auch für Urlaubs-Fahrten zu viert. Die Motoren-Palette zeigt sich radikal reduziert: Es gibt nur mehr einen Benziner mit 117 PS, wahlweise im Verbund mit einer Sechsgang-Handschaltung oder für 2344 Euro Aufpreis mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe. Letzteres versucht die leichte Anfahrtsschwäche des Dreizylinders zu kaschieren und kuppelt ab und an recht hart ein. Obwohl die Automatik weitgehend flott und weich schaltet, kann sie so beim Anfahren oder auch bei Vollgas nach kurzem Zögern recht ruppig sein. Der ansonsten sehr positive Gesamteindruck des kleinen Nippon-SUV wird auch noch durch den sehr hohen Test-Verbrauch getrübt. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Sobald auf Drehzahl, wirkt der gut gedämmte Dreizylinder-Benziner recht quirlig, allgemein gibt er sich kultiviert und laufruhig. Das Doppelkupplungsgetriebe kann beim Anfahren und Rangieren bis­­weilen bockig sein. Fahrwerk & Traktion - Sauber abgestimmtes Fahrwerk, gute Mischung aus Fahrkomfort und Dynamik. Agil beim Kurvenfahren, williges Einlenkverhalten. Keine Lastwechsel-Reaktionen. Feinfühlige und sportliche Lenkung. Selten Traktions-Probleme, Bremsen ok. Bedienung & Multimedia - Sitzposition, Ergonomie, Bedienung: alles ist intui­tiv und ohne Patzer. Simple Analog-Instrumente, getrennt durch 7 Zoll-Bildschirm. Die Bedienung des Multimediasystems ist vielseitig möglich: Touch, Drehregler, Knöpfe und Sprachsteuerung stehen zu Verfügung. Recht angestaubt wirkende Bedien-Oberfläche, Android Audio & Apple CarPlay sind ab der zweiten Ausstattungslinie „Acenta“ mit an Bord. Mittelmäßige Übersicht, ausreichend Ablagen.  Innen- & Kofferraum - Brauchbar viel Platz vorne, aber auch hinten und im recht gut nutzbaren Kofferraum – allerdings ist die Ladekante hoch. 2:1 umlegbare Fondlehnen, stets ebene Ladefläche. Doppelter ­Ladeboden mit großem und geräumigen Keller-Fach. Dran & Drin - Großzügige Serien-Mitgift, die zweitbeste Ausstattungslinie „Tekna“ bietet schon das Rundum-sorglos-Paket: 8 Zoll-Touchscreen, teilbelederte und heizbare Sportsitze, schlüsselloser Zugang, 19 Zoll-Alufelgen etc. Verarbeitung und Materialen weitgehend tadellos. Wenig Extras. Schutz & Sicherheit - Übliches Luftpolster-Aufgebot, beim „Tekna“ sind dazu Radar-Tempomat mit Stop & Go, Spurhalte-Assistent, Toterwinkel- und Querverkehrs-Warner, Verkehrszeichen-Erkennung, Voll-LED-Scheinwerfer und einiges mehr bereits an Bord – im Alltag funktioniert alles wunderbar.  Preis & Kosten - Im hart umkämpften City-SUV-Bereich ist der ebenfalls neue Konzern-Bruder Renault Captur bei weniger Ausstattung, aber mehr Leistung etwas billiger (siehe Seite 36). Der Mazda CX-3 liegt in etwa gleichauf, der Seat Arona ist eine Spur ­billiger. Sehr hoher Test-Verbrauch. Drei Jahre Garantie, auf vier oder fünf erweiterbar. Gutes Werkstatt-Netz, mäßige Werthaltung. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1587414194450{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1587412796623{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Im zweckmäßig gestalteten, nun deutlich hochwertigeren Cockpit findet man sich dank logischer Bedienung schnell zurecht.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43647a-fe1f"][vc_column_text]R3, 12V, Turbo, 999 ccm, 117 PS (86 kW) bei 5250/min, max. Drehmoment 180 Nm bei 1750–4000/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe,…

7.4

FAZIT

Cooler City-SUV mit leichten Antriebs-Schwächen.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R3, 12V, Turbo, 999 ccm, 117 PS (86 kW) bei 5250/min, max. Drehmoment 180 Nm bei 1750–4000/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4210/1800/1595 mm, Radstand 2636 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 225/45 R 19 (Testwagen-Bereifung Falken Eurowinter HS01), Tankinhalt 46 l, Reichweite 570 km, Kofferraumvolumen 422–1305 l, Leergewicht 1182 kg, zul. Gesamtgewicht 1725 kg, max. Anh.-Last 1250 kg, 0–100 km/h 11,1 sec, Spitze 180 km/h, Steuer (jährl.) € 461,28, Werkstätten in Österreich 122, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 6,4 l, Testverbrauch 8,1 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 145/186 g/km

sechs Airbags, Notbremsassistent mit Fußgänger-Erkennung, Radar-Tempomat mit Stop & Go, Spurhalte-Assistent, Toterwinkel- und Querverkehrs-Warner, Verkehrszeichenerkennung, Voll-LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Assistent, Licht- und Regensensor, Rückfahrkamera, Einparkhilfe v+h inkl. 360 Grad-Kamera, Klimaautomatik, Multimediasystem mit 8 Zoll-Touchscreen und 6 LS, Android Audio & Apple CarPlay, DAB-Tuner, Teillederpolsterung, Sportsitze, 19 Zoll-Alu­felgen,  schlüsselloser Zugang, beheizb. E-Außenspiegel, abgedunkelte Fondscheiben etc.

Navigation € 441,–, heizbare Frontscheibe € 410,–, Bose-Sound € 630,–, Metallic-Lack ab € 513,–, Zweifarben-Lackierung ab € 929,–,

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