TEST: Opel Grandland X 1,2 Turbo Innovation

9. Februar 2018
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Opel
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:130 PS
Testverbrauch:6,2 l/100km
Modelljahr:2017
Grundpreis:27.750 Euro

Wer beim Grandland X Benzin sagt, meint automatisch auch drei Zylinder. Wer vier Häferl möchte, muss zum Diesel greifen, doch keine Panik: Die 1950 Euro, die der zehn PS schwächere Selbstzünder mehr kostet, müssen nicht deswegen berappt werden, weil man Einbußen beim Primzahl-Motor in Kauf nehmen muss. Der 1200er mit 130 PS arbeitet nicht nur überraschend vibrationsarm und leise, er hat auch keine Probleme, den Hochbau-Opel standesgemäß anzutreiben. Kein Wunder, bringt der Grandland X ja nur 1300 Kilo auf die Waage, was noch weitere Vorteile mit sich bringt: Problemlos kommen Verbräuche mit einer Sechs vor dem Komma zustande, wer sich ein wenig am Riemen reißt, kann einen weiteren halben Liter einsparen.

Ein stimmiges Konzept, das sich auch durch den restlichen Wagen zieht: Der größte Opel-SUV ist gefällig, aber nicht überdesignt. Er bietet genug Platz, bleibt von den Abmessungen aber im Rahmen. Er liegt satt auf der Straße, dämpft aber überraschend komfortabel. Kurz gesagt: Alles, was ein moderner SUV können muss, beherrscht der Grandland X aus dem Effeff – mehr aber auch nicht. Doch gerade der unaufgeregte, um nicht zu sagen konservative Zugang ist etwas, das man in diesem bisweilen krampfhaft coolen Segment nur selten findet.

Motor & Getriebe – Der Dreizylinder-Benziner arbeitet gut gedämmt und praktisch vibrationsfrei. Viel Kraft, aber spürbares Turboloch bei jeder Drehzahl, verstärkt durch das lang übersetzte, gut zu schaltende Sechsgang-Schaltgetriebe.

Fahrwerk & Traktion – Angenehm komfortable Grundabstimmung, in Kurven dennoch nicht schwammig und ohne viel Karosserie-Neigung. Lenkung: leichtgängig und ausreichend direkt, aber etwas gefühllos. Traktion problemlos, Bremsen wirksam und gut zu dosieren.

Cockpit & Bedienung – Hier spricht alles die Opel-Sprache, von der Peugeot-Basis keine Spur. Die wenigen Bedienelemente sind klug platziert, der zentrale Touchscreen ist gut ablesbar, aber etwas mühsam zu bedienen. Entspannte Sitzposition, etwas straff gepolsterte Sitze. Bescheidene Übersicht nach hinten.

Innen- & Kofferraum – Viel Platz in Reihe eins, im Fond sitzen auch groß Gewachsene noch ausreichend bequem. Kofferraum: sehr breit und hoch, Größe im Klassenschnitt, hohe Ladekante. Dank verstellbarem Ladeboden nach Umlegen der Fondlehnen ebene Fläche. Plus: viele Ablagen.

Dran & Drin – Als drittbeste von vier Ausstattungsstufen mit guter Serien-Mitgift bis hin zu Matrix LED-Licht. Echter Luxus findet sich erst in der Optionen-Liste. Automatik kostet 1700 Euro extra, Allrad ist nicht zu haben. Solide Verarbeitung, ansehnliche Materialien.

Schutz & Sicherheit – Ab Werk mit sechs Airbags und einigen E-Fahrhilfen gut bestückt, optional mit weiteren Assistenz-Systemen aufrüstbar.

Sauber & Grün – Tadeloser Verbrauch, mit sensiblem Gasfuß kommt man sogar nahe an den Prospekt-Wert heran. Stopp/Start-System arbeitet flott.

Preis & Kosten – Dank derzeit unbefristeter Einführungs-Tarife preislich deutlich unterhalb von VW Tiguan und Seat Ateca und sogar Hyundai Tucson. Dafür nur zwei Jahre Garantie, immerhin ohne Kilometer-Begrenzung. Gute Chancen auf hohen Werterhalt.

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Aufgeräumt und klar gegliedertes Opel-Cockpit, die Touchscreen-Bedienung ist nicht optimal gelungen. Die elektrisch betätigte Heckklappe gibt am Heck eine große Öffnung frei, die hohe Gürtellinie verhindert aber eine gute Übersicht.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wer beim Grandland X Benzin sagt, meint automatisch auch drei Zylinder. Wer vier Häferl möchte, muss zum Diesel greifen, doch keine Panik: Die 1950 Euro, die der zehn PS schwächere Selbstzünder mehr kostet, müssen nicht deswegen berappt werden, weil man Einbußen beim Primzahl-Motor in Kauf nehmen muss. Der 1200er mit 130 PS arbeitet nicht nur überraschend vibrationsarm und leise, er hat auch keine Probleme, den Hochbau-Opel standesgemäß anzutreiben. Kein Wunder, bringt der Grandland X ja nur 1300 Kilo auf die Waage, was noch weitere Vorteile mit sich bringt: Problemlos kommen Verbräuche mit einer Sechs vor dem Komma zustande, wer sich ein wenig am Riemen reißt, kann einen weiteren halben Liter einsparen. Ein stimmiges Konzept, das sich auch durch den restlichen Wagen zieht: Der größte Opel-SUV ist gefällig, aber nicht überdesignt. Er bietet genug Platz, bleibt von den Abmessungen aber im Rahmen. Er liegt satt auf der Straße, dämpft aber überraschend komfortabel. Kurz gesagt: Alles, was ein moderner SUV können muss, beherrscht der Grandland X aus dem Effeff – mehr aber auch nicht. Doch gerade der unaufgeregte, um nicht zu sagen konservative Zugang ist etwas, das man in diesem bisweilen krampfhaft coolen Segment nur selten findet.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Dreizylinder-Benziner arbeitet gut gedämmt und praktisch vibrationsfrei. Viel Kraft, aber spürbares Turboloch bei jeder Drehzahl, verstärkt durch das lang übersetzte, gut zu schaltende Sechsgang-Schaltgetriebe. Fahrwerk & Traktion - Angenehm komfortable Grundabstimmung, in Kurven dennoch nicht schwammig und ohne viel Karosserie-Neigung. Lenkung: leichtgängig und ausreichend direkt, aber etwas gefühllos. Traktion problemlos, Bremsen wirksam und gut zu dosieren. Cockpit & Bedienung - Hier spricht alles die Opel-Sprache, von der Peugeot-Basis keine Spur. Die wenigen Bedienelemente sind klug platziert, der zentrale Touchscreen ist gut ablesbar, aber etwas mühsam zu bedienen. Entspannte Sitzposition, etwas straff gepolsterte Sitze. Bescheidene Übersicht nach hinten. Innen- & Kofferraum - Viel Platz in Reihe eins, im Fond sitzen auch groß Gewachsene noch ausreichend bequem. Kofferraum: sehr breit und hoch, Größe im Klassenschnitt, hohe Ladekante. Dank verstellbarem Ladeboden nach Umlegen der Fondlehnen ebene Fläche. Plus: viele Ablagen. Dran & Drin - Als drittbeste von vier Ausstattungsstufen mit guter Serien-Mitgift bis hin zu Matrix LED-Licht. Echter Luxus findet sich erst in der Optionen-Liste. Automatik kostet 1700 Euro extra, Allrad ist nicht zu haben. Solide Verarbeitung, ansehnliche Materialien. Schutz & Sicherheit - Ab Werk mit sechs Airbags und einigen E-Fahrhilfen gut bestückt, optional mit weiteren Assistenz-Systemen aufrüstbar. Sauber & Grün - Tadeloser Verbrauch, mit sensiblem Gasfuß kommt man sogar nahe an den Prospekt-Wert heran. Stopp/Start-System arbeitet flott. Preis & Kosten - Dank derzeit unbefristeter Einführungs-Tarife preislich deutlich unterhalb von VW Tiguan und Seat Ateca und sogar Hyundai Tucson. Dafür nur zwei Jahre Garantie, immerhin ohne Kilometer-Begrenzung. Gute Chancen auf hohen Werterhalt.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1518188350567{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1518187991091{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Aufgeräumt und klar gegliedertes Opel-Cockpit, die Touchscreen-Bedienung ist nicht optimal gelungen. Die elektrisch betätigte Heckklappe gibt am Heck eine große Öffnung frei, die hohe Gürtellinie verhindert aber eine gute…

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FAZIT

Cleverer Vernunft-SUV, standesgemäß motorisiert und überaus preiswert.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 2.76 ( 8 Stimmen)
7

R3, 12V, Turbo, 1199 ccm, 130 PS (96 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 230 Nm bei 1750 /min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4477/1856/1609 mm, Radstand 2675 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,1 m, Reifendimension 225/55 R 18 (Testwagen-Bereifung Michelin Pilot Alpin), Tankinhalt 53 l, Reichweite 850 km, Kofferraumvolumen 514–1652 l, Leergewicht 1350 kg, zul. Gesamtgewicht 1930 kg, max. Anh.-Last 1100 kg, 0–100 km/h 11,1 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 7,9/9,9 sec, Spitze 188 km/h, Steuer (jährl.) € 538,56, Werkstätten in Österreich 201, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 4,5/6,0/5,1 l, Testverbrauch 6,2 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 117/143 g/km

Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vorhänge, Fernlicht-Assistent, Matrix LED-Kurvenlicht, LED-Tagfahrlicht und -Heck­leuchten, Kollisionswarner mit Fußgänger-Er­kennung, Spurhalte-Assistent, Müdigkeits-Erkennung, Verkehrsschild-Erkennung, OnStar, el verstell-, beheiz- und klappb. Au­ßenspiegel, Tempomat, E-Fensterheber v+h, E-Parkbremse, Licht- und Regensensor, 7 Zoll-Touchscreen-Radio mit USB-Slot und 4 LS, WLAN-Hotspot, Bluetooth für Telefon & Audio, E-Heckklappe, schlüsselloser Zugang, Klimaautomatik, Einparkhilfe v+h, 18 Zoll-Aluräder etc.

Park & Go Premium-Paket (Navigation, Toterwinkel-Warner, Einpark-Assistent, 360 Grad-Kamera) € 1434,–, Lederausstattung inkl. AGR-Sitze, E-Fahrersitz-Ver­stel­lung, Sitzheizung und -klimatisierung v und Lenkradheizung € 1690,–, Sitzheizung h € 102,–, beheizb. Windschutzscheibe € 205,–, Denon-Sound € 594,–, induktives Handy­laden € 128,–, 230V-Steckdose im Fond € 102,–, 19 Zoll-Aluräder mit 235/50 € 666,–, Metallic-Lack € 717,– , Abstandsregel-Tempomat € 559,–, Panoramadach € 711,–, induktives Handyladen € 136,– etc.

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