TEST: Renault Clio Grandtour dCi 90 EDC Intens

18. November 2016
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Renault
Klasse:Kombi
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:90 PS
Testverbrauch:4,1 l/100km
Modelljahr:2016
Grundpreis:22.100 Euro

Vier Jahre nach der Lancierung der aktuellen Generation war es an der Zeit, die Clio-Baureihe dezent aufzufrischen. Ein paar Kritikpunkte gab es, und die arbeitete man konsequent ab: die wenig hochwertigen Materialien im Innenraum etwa oder das nicht sehr griffgünstige Lenkrad. Beides passt nun, ebenso wie die mit neuen Stoßfängern etwas nachgeschärfte Optik, wobei die neuen Voll-LED-Scheinwerfer sofort ins Auge stechen – deren Lichtausbeute ist sensationell und zählt mit zu den Besten im Kleinwagen-Segment.

Technisch haben die Pariser die Motorenpalette ein wenig aufgeräumt: Den starken Benziner kann man endlich mit Sechsgang-Schaltgetriebe kombinieren, und vom bewährten 1500er-Diesel gibt es jetzt eine Version mit 110 PS. Da das Drehmoment im Vergleich zur 90 PS-Variante aber gleichblieb, halten sich die Zuwächse bei den Fahr­werten in Grenzen. Also investiert man die 800 Euro Aufpreis lieber in das komfortabel abgestimmte Doppelkupplungsgetriebe. Das macht zusammen mit der soliden Intense-Ausstattung aus dem kleinen Lade-Renault einen talentierten Alltagsbegleiter: geräumig, sparsam, komfortabel und zugleich unterhaltsam zu fahren.

Motor & Getriebe – Der Vierzylinder-Diesel brummt verhalten, bietet genug Drehmoment und liefert völlig ausreichende Fahrleistungen. Das gut abgestimmte Doppelkupplungs-Getriebe agiert vor allem im Eco-Modus sanft, lässt sich beim Zurückschalten aber etwas Zeit.

Fahrwerk & Traktion – Trotz optionaler 17-Zöller ist die Abstimmung ein guter Kompromiss aus agilem Handling und ausreichendem Federungskomfort. Lange neutrales Eigenlenk­verhalten, Heck frei von Lastwechsel-Tendenzen. Fein: direkt-präzise Lenkung, hochwirksame Bremsen.

Cockpit & Bedienung – Bedienung über den 7 Zoll-Touchscreen nicht durchgehend logisch. Der Rest ist übersichtlich angeordnet und einfach aufgebaut. Weniger gut: Sitzverstellung teils schwer zu erreichen, dafür tadellos geformte Möbel und angenehm tiefe Sitzposition.

Innen- & Kofferraum – Viel Platz in Reihe eins, im Fond wird es für die Knie etwas eng. Großer, ebener Kofferraum mit doppeltem Boden, niedriger Ladekante und Staufach für die Gepäckraumabdeckung. Erweiterbar mittels 2:1 umlegbarer Fondlehnen – Ladefläche beliebt eben. Jede Menge Ablagen.

Dran & Drin – Die Topversion ist mit Klimaautomatik und schlüssellosem Zugang schon sehr gut ausgestattet. Seit Modellpflege hochwertigere Materialien, durchwegs solide verarbeitet. Überschaubares Optionen-Angebot, mit manuellem Getriebe 1600 Euro günstiger.

Schutz & Sicherheit – Nur vier Airbags verbaut, Fond-Kopfairbags nicht mal gegen Aufpreis. Immerhin an Bord: Notbrems-Assistent. Seit Modellpflege beim Intense ab Werk: tolle Voll-LED-Scheinwerfer.

Sauber & Grün – Wer in die Nähe der Werksangabe kommen will, darf nicht viel Gas geben. Dann aber sind Verbräuche mit einer Vier vor dem Komma locker drin. Start/Stopp arbeitet flott.

Preis & Kosten – Etwas günstiger, aber schlechter bestückt: die einzigen Konkurrenten Škoda Fabia Combi und Bruder Seat Ibiza ST. Fein: vier Jahre Garantie. Gute Werthaltungs-Chancen ob vernünftiger Motorisierung.

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Schöner verarbeitet mit neuem Lenkrad und hübscherem Schaltknauf: aufgefrischtes Clio-Cockpit.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Vier Jahre nach der Lancierung der aktuellen Generation war es an der Zeit, die Clio-Baureihe dezent aufzufrischen. Ein paar Kritikpunkte gab es, und die arbeitete man konsequent ab: die wenig hochwertigen Materialien im Innenraum etwa oder das nicht sehr griffgünstige Lenkrad. Beides passt nun, ebenso wie die mit neuen Stoßfängern etwas nachgeschärfte Optik, wobei die neuen Voll-LED-Scheinwerfer sofort ins Auge stechen – deren Lichtausbeute ist sensationell und zählt mit zu den Besten im Kleinwagen-Segment. Technisch haben die Pariser die Motorenpalette ein wenig aufgeräumt: Den starken Benziner kann man endlich mit Sechsgang-Schaltgetriebe kombinieren, und vom bewährten 1500er-Diesel gibt es jetzt eine Version mit 110 PS. Da das Drehmoment im Vergleich zur 90 PS-Variante aber gleichblieb, halten sich die Zuwächse bei den Fahr­werten in Grenzen. Also investiert man die 800 Euro Aufpreis lieber in das komfortabel abgestimmte Doppelkupplungsgetriebe. Das macht zusammen mit der soliden Intense-Ausstattung aus dem kleinen Lade-Renault einen talentierten Alltagsbegleiter: geräumig, sparsam, komfortabel und zugleich unterhaltsam zu fahren.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Vierzylinder-Diesel brummt verhalten, bietet genug Drehmoment und liefert völlig ausreichende Fahrleistungen. Das gut abgestimmte Doppelkupplungs-Getriebe agiert vor allem im Eco-Modus sanft, lässt sich beim Zurückschalten aber etwas Zeit. Fahrwerk & Traktion - Trotz optionaler 17-Zöller ist die Abstimmung ein guter Kompromiss aus agilem Handling und ausreichendem Federungskomfort. Lange neutrales Eigenlenk­verhalten, Heck frei von Lastwechsel-Tendenzen. Fein: direkt-präzise Lenkung, hochwirksame Bremsen. Cockpit & Bedienung - Bedienung über den 7 Zoll-Touchscreen nicht durchgehend logisch. Der Rest ist übersichtlich angeordnet und einfach aufgebaut. Weniger gut: Sitzverstellung teils schwer zu erreichen, dafür tadellos geformte Möbel und angenehm tiefe Sitzposition. Innen- & Kofferraum - Viel Platz in Reihe eins, im Fond wird es für die Knie etwas eng. Großer, ebener Kofferraum mit doppeltem Boden, niedriger Ladekante und Staufach für die Gepäckraumabdeckung. Erweiterbar mittels 2:1 umlegbarer Fondlehnen – Ladefläche beliebt eben. Jede Menge Ablagen. Dran & Drin - Die Topversion ist mit Klimaautomatik und schlüssellosem Zugang schon sehr gut ausgestattet. Seit Modellpflege hochwertigere Materialien, durchwegs solide verarbeitet. Überschaubares Optionen-Angebot, mit manuellem Getriebe 1600 Euro günstiger. Schutz & Sicherheit - Nur vier Airbags verbaut, Fond-Kopfairbags nicht mal gegen Aufpreis. Immerhin an Bord: Notbrems-Assistent. Seit Modellpflege beim Intense ab Werk: tolle Voll-LED-Scheinwerfer. Sauber & Grün - Wer in die Nähe der Werksangabe kommen will, darf nicht viel Gas geben. Dann aber sind Verbräuche mit einer Vier vor dem Komma locker drin. Start/Stopp arbeitet flott. Preis & Kosten - Etwas günstiger, aber schlechter bestückt: die einzigen Konkurrenten Škoda Fabia Combi und Bruder Seat Ibiza ST. Fein: vier Jahre Garantie. Gute Werthaltungs-Chancen ob vernünftiger Motorisierung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1479467028137{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1479466225620{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Schöner verarbeitet mit neuem Lenkrad und hübscherem Schaltknauf: aufgefrischtes Clio-Cockpit.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32478c2e-ad21"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1461 ccm, 90 PS (66 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 220 Nm bei 1750/min, Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorderradantrieb, Scheiben­brem­sen v (bel.), Trommeln h, L/B/H 4267/1732/1475 mm, Radstand 2589 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 195/55 R 16 (Testwagen-Bereifung 205/45 R 17), Tankinhalt 45 l, Reichweite 1100 km, Kofferraum­volumen 443–1380 l, Leergewicht 1190…

6.5

FAZIT

An den richtigen Stellen nachgebessertes Klein-Laster.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 1.67 ( 36 Stimmen)
7

R4, 16V, Turbo, 1461 ccm, 90 PS (66 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 220 Nm bei 1750/min, Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorderradantrieb, Scheiben­brem­sen v (bel.), Trommeln h, L/B/H 4267/1732/1475 mm, Radstand 2589 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 195/55 R 16 (Testwagen-Bereifung 205/45 R 17), Tankinhalt 45 l, Reichweite 1100 km, Kofferraum­volumen 443–1380 l, Leergewicht 1190 kg, zul. Gesamtgewicht 1735 kg, max. Anh.-Last 1200 kg, 0–100 km/h 12,9 sec, Spitze 176 km/h, Steuer (jährl.) € 319,92, Werk­stätten in Österreich 185, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 3,9/3,3/3,5 l, Testverbrauch 4,1 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 92/108 g/km

Front-, Thorax-Seitenairbags vorne, vier E-Fensterheber, Isofix, Keyless-Go, Touchscreen-Radio mit 4 LS sowie USB/AUX-Anschluss, Bluetooth für Telefon und Audio, Klimaautomatik, Multifunktions-Lederlenkrad mit Schaltwippen, abgedunkelte Scheiben h, Tempomat, klappb. Beifahrersitzlehne, doppelter Ladeboden, Regen- und Lichtsensor, Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Nebelscheinwerfer, Einparkhilfe h, 16 Zoll-Aluräder etc.

Komfort-Paket (Mittelarmlehne & Sitzheizung v) € 420,–, Premium-Paket (zus., autom. abblendb. Innenspiegel etc.) € 360,–, City-Paket (E-Außenspiegel, Einparkhilfe v, Rückfahrkamera) € 360,–, Panoramadach € 660,–, 17 Zoll-Aluräder € 498,–, GT-Line-Paket (17 Zoll-Aluräder, Sportsitze, spezielle Stoßfänger etc.) € 588,–, Metallic-Lack € 456,–, R-Link-Navigation mit Internetanbindung € 480,–, Bose-Sound € 600,–, Gepäcktrennnetz € 66,– etc.

6 Kommentare

  1. Hm, wurde hier einfach mein Kommentar geschlöscht? Also nochmals in Kurzform: AllesAuto testet zu mehr als 80% nur Dieselfahrzeuge (warum auch immer …) Es wäre höchst an der Zeit hier einen Schwenk einzuleiten, es gibt genug Alternativen. Und wenn ein Hersteller nur Diesel zur Verfügung stellt, dann sollten diese Fahrzeuge auch nicht getestet werden. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit ….

  2. Hallo Herr Wein4tler,

    Gelöscht wurde gar nichts. Unser Spamfilter ist zeitweise aber etwas zu genau.
    Zu Ihrem Kritikpunkt: Alles Auto testet alle Autos, ganz egal, ob sie mit Benzin, Diesel, Wasserstoff oder Strom betrieben werden. Dazu kommt, dass derzeit 57 Prozent aller in Österreich verkauften Fahrzeuge über einen Selbstzünder verfügen, das ist eine Steigerung von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Fahrzeuge also nicht zu testen, wäre sträflich und für ein Automagazin einfach unverzeihlich. Wir würden schlicht am Lesergeschmack vorbeitesten.
    Sie müssen wissen: Das eine schließt das andere nicht aus.
    Doch auch die von Ihnen angesprochenen Alternativen wurden schon von uns getestet. Sie finden sie übrigens im Archiv und natürlich in der Printausgabe.

    Beste Grüße
    Roland Scharf

  3. Hallo Herr Scharf,
    57 Prozent aller in Österreich verkauften Fahrzeuge sind Selbstzünder, weil Fachzeitschriften wie AllesAuto keine Alternativen aufkommen lassen. Es werden auch klare Empfehlungen zum Dieselmotor abgegeben, ohne jemals auf ein Fahrprofil des Käufers einzugehen. In Österreich wird durchschnittlich ca. 13.000 Kilometer pro Jahr gefahren. Bei dieser geringen Kilometerleistung hätte ein Dieselmotor gar nichts zu suchen. Ich lebe in einer Kleinstadt und kann täglich die unzähligen Pensionisten mit ihren nagelneuen Diesel-SUV erleben, bei der der 5-minütigen Fahrt von der Wohnung zum Einkaufszentrum oder Arzt und retour. Diese hochgelobten Fahrzeuge haben nicht einmal die Chance, die Betriebstemperatur zu erreichen und viele Probleme sind damit vorprogrammiert … Aber nochmals: Auch diese Generation wird nicht ewig auf der Bühne sein und die jungen Generation hat ganz andere Interessen, auf die sich sogar AllesAuto wird einstellen müssen!
    LG ein Weinviertler
    PS: Ich habe AllesAuto im Abo und halte dies (noch) für die beste deutschsprachige Fachzeitschrift!

    • Guten Morgen ins Heulviertel. Heute schon geweint? 🙂

      Ich stimme dir grundsätzlich zu. Ich meine aber, dass die größten Meinungsmacher nicht die Autozeitschriften sind, weil sie die nur Menschen kaufen, die sich für das Thema Auto interessieren. Clubzeitschriften, wie etwa die vom ÖAMTC, kommen hingegen kostenlos ins Haus und da wirft auch der Uninteressierte bald einmal einen Blick hinein. Wenn er dann dort liest, dass die Diesel so supersauber sind, denkt er nicht weiter darüber nach und kauft. Hinzu kommen dann noch die Autorubriken in den Tageszeitungen und die nicht mehr zeitgemäße Steuerbegünstigung für Diesel und fertig sind die 57%.

  4. Weil ich gerade Zeit habe eine kleine Anekdote über den ÖAMTC

    Es ist schon so zwei, drei Jahre her, das hat der ÖAMTC einen Vergleichstest zwischen Elektro- und Dieselauto gemacht. Zu diesem Zweck hat er aus den Daten und Messergebnissen von fünf Elektroautos ein „durchschnittliches Elektroauto“ gebastelt und es dem Polo 1.2 Bluemotion gegenüber gestellt. Ja genau, das ist einer der Motoren, bei denen manipuliert wurde. Der Polo hatte den Test damals selbstverständlich gewonnen, weil er besonders umweltfreundlich ist.

    Ich habe daraufhin einen Leserbrief an den ÖAMTC gerichtet, mit der Bitte, man möge mir doch bitte die Methode erklären warum man ein „durchschnittlichen Elektroauto“ mit dem damals verbrauchsoptimierteste Diesel-Fahrzeug vergleicht. Ich bekam zur Antwort, dass der Polo Bluemotion ein gängiges Fahrzeug in dieser Klasse ist. Auf meine Replik, dass der Verkaufsanteil vom Bluemotion beim Polo gerade einmal 7% beträgt und es ein Exote in dieser Klasse ist (wer von euch hat zuletzt einen gesehen?) bekam ich dann keine Antwort mehr.

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