Test Subaru Forester 2.0i Premium

Fahrzeugdaten:

Automarke:
Subaru
Klasse:
Geländewagen/SUV
Antrieb:
Allrad
Leistung:
136PS
Treibstoff:
Benzin
Treibstoff:
8,7 l /100 km
Modelljahr:
2025
Grundpreis:
47490€
Qualität ist ein relativer Begriff, abhängig von Suggestion und Erwartungshaltung. Für die einen muss die Fahrertür lautlos zufallen und der Softlack sauber aufgetragen sein, für andere zählen Robustheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Entsprechend selbstbewusst gibt Subaru satte acht Jahre Garantie ohne Kilometer-Beschränkung auf seine Produkte – das soll mal einer nachmachen. Neuester Nutznießer ist der Forester in sechster Generation. Weltweit vertrauten fünf Millionen Käufer auf die Verlässlichkeit und weiteren Stärken des geländegängigen SUV. In Europa stellt die Nippon-Marke eher Nischen zufrieden, die in der Wahrneh­mung immer noch zwischen feinen Brachialgeräten von WRX bis BRZ und robusten Nutztieren für Skihütten-Betreiber liegt. Sportwagen sind bei Subaru längst Geschichte, das Portfolio besteht aus Allrad-SUV. Mit 4,67 Meter ist der Forester nur drei Zentimeter länger als der Vorgänger, allerdings wirkt das Flaggschiff jetzt wuchtiger und erwachsener. Das Design ist deutlich moder­ner und mag sich von der Generation „Seitenscheibewindabweiser und Schmutzfänger“ distanzieren, beides gibt es übrigens weiterhin als Extra. Ein Kraxel-Talent ist er weiterhin, die Japaner sind stolz auf ihr Allradsystem X-Mode. Wie der als Easteregg an den Scheiben angebrachte Kolibri, funktioniert dieses auch bei Rückwärtsbewegung. Unter der flachen Haube arbeitet ausschließlich der bekannte und markentypische Zwei­liter-Boxer-Vierzylinder ohne Turbo, nun aber mild hybridisiert. Waagrecht gegen­über liegende Kolben, eine flache Bauweise für niedrigen Schwerpunkt, gegenseitig ausgleichende Massenkräfte – auf den Boxer vertraut sonst nur noch Porsche. Der lichtdurchflutete Innenraum ist unaufregend einfach und funktional gestaltet. So digital wie erforderlich und so analog wie möglich ist der Subaru-SUV heutzutage ein exotisch-klassisches Angebot. Analoger Tacho, normaler Automatik-Wählhebel und viele echte Tasten werden Wertschätzung und Kunden finden. Spätestens mit den gemütlichen Sitzmöbeln kommt Wohnzimmer-Atmosphäre auf. Die Sicherheits-Assistenten sind Stand der Technik und großteils deaktivierbar. Die Verkehrszeichenerkennung detektierte zwar einige Überkopfschilder, bevorzugte nach wenigen Sekunden wieder teils wirre Speed-Infos aus dem Kartenmaterial, was den Geschwindigkeitswarner zum nervigen Begleiter machte. Auch der Auffahrwarner agierte im Test hypersensibel, ebenso der Ablenkungs-Assistenten – ein seitlicher Blick, ob der Kreisverkehr gefahrlos befahren werden kann, und schon wird man ermahnt auf die Straße zu schauen. Die Piep-Show nervt – damit ist dieser Subaru freilich in guter Gesellschaft. Aber fast alles lässt sich deaktivieren, und dann fährt man mit dem Forester einen angenehm vielfältigen wie unterschätzten Alltagshelden. Foto: Robert May Motor & Getriebe Raue Boxer-Sauger-Akustik, aber laufruhiges und munteres Triebwerk. Aufheulen des in sieben Fahrstufen aufgeteiltes CVT-Getriebes nicht mehr so unangenehm. Manuelle Eingriffe per Wippen nur bei Gaswegnahme erlaubt. Segelt dank Mildhybrid immer wieder, bei zartem Gasfuß lässt sich bis 30 km/h die Geschwindigkeit sogar elektrisch halten. Bulliges Anfahren dank E-Schub. Fahrwerk & Traktion Komfort wird großgeschrieben, rückmeldefreudiges Fahrwerk, zurückhaltend direkte aber verbindliche Lenkung. Top Allrad-Traktion, selbst im Nassen. Überraschend hohe Kurvengeschwindigkeiten, wenig und kaum Untersteuern. Erst bei hohem Speed und spontanem Richtungs­wechsel merkliches Wanken, keine gefährlichen Lastwechsel-Tücken. Ordentliche Gelände-Begabung. Bissige Bremsen, aber leicht zappelig beim Ankern. Bedienung & Multimedia Große, weich gepolsterte Möbel, tolle Sitzposition zwischen Kombi und SUV. Wahlmög­lichkeit zwischen USB und USB-C vorne wie hinten. Sprachsteuerung nur fürs Navi. Bild der Kameras gestochen scharf, vorderer Parksensor wird nicht vermisst. Große Scheiben und damit überdurchschnittlich gute…

8

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Fazit

Robuster SUV ohne Sport-Attitüde mit Fokus aufm Komfort, Sicherheit und einfache Bedienung.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
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8

Qualität ist ein relativer Begriff, abhängig von Suggestion und Erwartungshaltung. Für die einen muss die Fahrertür lautlos zufallen und der Softlack sauber aufgetragen sein, für andere zählen Robustheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Entsprechend selbstbewusst gibt Subaru satte acht Jahre Garantie ohne Kilometer-Beschränkung auf seine Produkte – das soll mal einer nachmachen.

Neuester Nutznießer ist der Forester in sechster Generation. Weltweit vertrauten fünf Millionen Käufer auf die Verlässlichkeit und weiteren Stärken des geländegängigen SUV. In Europa stellt die Nippon-Marke eher Nischen zufrieden, die in der Wahrneh­mung immer noch zwischen feinen Brachialgeräten von WRX bis BRZ und robusten Nutztieren für Skihütten-Betreiber liegt. Sportwagen sind bei Subaru längst Geschichte, das Portfolio besteht aus Allrad-SUV.

Mit 4,67 Meter ist der Forester nur drei Zentimeter länger als der Vorgänger, allerdings wirkt das Flaggschiff jetzt wuchtiger und erwachsener. Das Design ist deutlich moder­ner und mag sich von der Generation „Seitenscheibewindabweiser und Schmutzfänger“ distanzieren, beides gibt es übrigens weiterhin als Extra. Ein Kraxel-Talent ist er weiterhin, die Japaner sind stolz auf ihr Allradsystem X-Mode. Wie der als Easteregg an den Scheiben angebrachte Kolibri, funktioniert dieses auch bei Rückwärtsbewegung.
Unter der flachen Haube arbeitet ausschließlich der bekannte und markentypische Zwei­liter-Boxer-Vierzylinder ohne Turbo, nun aber mild hybridisiert. Waagrecht gegen­über liegende Kolben, eine flache Bauweise für niedrigen Schwerpunkt, gegenseitig ausgleichende Massenkräfte – auf den Boxer vertraut sonst nur noch Porsche.
Der lichtdurchflutete Innenraum ist unaufregend einfach und funktional gestaltet. So digital wie erforderlich und so analog wie möglich ist der Subaru-SUV heutzutage ein exotisch-klassisches Angebot. Analoger Tacho, normaler Automatik-Wählhebel und viele echte Tasten werden Wertschätzung und Kunden finden. Spätestens mit den gemütlichen Sitzmöbeln kommt Wohnzimmer-Atmosphäre auf.

Die Sicherheits-Assistenten sind Stand der Technik und großteils deaktivierbar. Die Verkehrszeichenerkennung detektierte zwar einige Überkopfschilder, bevorzugte nach wenigen Sekunden wieder teils wirre Speed-Infos aus dem Kartenmaterial, was den Geschwindigkeitswarner zum nervigen Begleiter machte. Auch der Auffahrwarner agierte im Test hypersensibel, ebenso der Ablenkungs-Assistenten – ein seitlicher Blick, ob der Kreisverkehr gefahrlos befahren werden kann, und schon wird man ermahnt auf die Straße zu schauen. Die Piep-Show nervt – damit ist dieser Subaru freilich in guter Gesellschaft. Aber fast alles lässt sich deaktivieren, und dann fährt man mit dem Forester einen angenehm vielfältigen wie unterschätzten Alltagshelden.

Foto: Robert May

Motor & Getriebe

Raue Boxer-Sauger-Akustik, aber laufruhiges und munteres Triebwerk. Aufheulen des in sieben Fahrstufen aufgeteiltes CVT-Getriebes nicht mehr so unangenehm. Manuelle Eingriffe per Wippen nur bei Gaswegnahme erlaubt. Segelt dank Mildhybrid immer wieder, bei zartem Gasfuß lässt sich bis 30 km/h die Geschwindigkeit sogar elektrisch halten. Bulliges Anfahren dank E-Schub.

Fahrwerk & Traktion

Komfort wird großgeschrieben, rückmeldefreudiges Fahrwerk, zurückhaltend direkte aber verbindliche Lenkung. Top Allrad-Traktion, selbst im Nassen. Überraschend hohe Kurvengeschwindigkeiten, wenig und kaum Untersteuern. Erst bei hohem Speed und spontanem Richtungs­wechsel merkliches Wanken, keine gefährlichen Lastwechsel-Tücken. Ordentliche Gelände-Begabung. Bissige Bremsen, aber leicht zappelig beim Ankern.

Bedienung & Multimedia

Große, weich gepolsterte Möbel, tolle Sitzposition zwischen Kombi und SUV. Wahlmög­lichkeit zwischen USB und USB-C vorne wie hinten. Sprachsteuerung nur fürs Navi. Bild der Kameras gestochen scharf, vorderer Parksensor wird nicht vermisst. Große Scheiben und damit überdurchschnittlich gute Übersicht. Tolle Fortschritte bei der Dämmung. Einfache und logische Menüführung mit angestaubter Grafik, während der Fahrt sind manch Suchfunktionen gesperrt. Viele Ablagen, Brillenfach im Dach, Türtafeln nehmen 1,5 Liter-Flaschen auf. Minus: großer Wendekreis.

Innen- & Kofferraum

Top Raumhöhe, reichlich Bewegungsfreiheit auf allen Plätzen. Beachtlicher Kofferraum, selbst an der schmalsten Stelle zwischen den Radhäusern 110 Zentimeter Breite. Rela­tiv hohe Ladekante. Vom Kofferraum aus lassen sich die Fondlehnen 2:1 umklappen – ohne Stufe im stets ebenen Boden. Keine Skidurchreiche. Etwas Platz unter dem Ladeboden neben dem 25 Kilo schweren Akku verbleibend.

Dran & Drin

„Premium“ als vierte und höchste Ausstattungsstufe heißt volle Hütte, braune Leder­sitze und Metallic-Lack bleiben zur Wahl. Robustes Hartplastik stimmig zum Fahrzeug-Charakter, saubere Verarbeitung. Wer etwa auf 19-Zöller, heizbares Lenkrad und Sitze aus Leder sowie Navi verzichtet, spart mit dem „Style Xtra“ satte 4500 Euro.

Schutz & Sicherheit

Fünf NCAP-Sterne, neun Airbags, davon ein Zentral-Airbag, Knieairbag und neuartiger Beifahrerflächen-Airbag. Viele neue Assistenten auf Höhe Serie – allerdings Auffahr-Warner reagiert zu übervorsichtig, Verkehrszeichen-Erkennung nicht ausgereift.

Preis & Kosten

Vergleich der Allrad-SUB: Ausstattungsbereinigt immer noch spürbar günstiger als Toyota RAV4 und vor allem Nissan X-Trail und Honda CR-V – die haben freilich ein „vollwertiges“ Hybridsystem, sind also potenter und sparsamer. Unschlagbare acht Jahre Garantie ohne Kilometer­begren­zung. Testverbrauch kein Hit, aber nahe an der Werksangabe. Dünnes Werkstatt-Netz, Jahres-Service Pflicht.

B4, 16V, 1995 ccm, 136 PS (100 kW) bei 5600/min, max. Drehmoment 182 Nm bei 4000/min, 12V-Mildhybrid, E-Motor 17 PS (12 kW) bzw. 66 Nm, Akku 0,56 kWh, stufen­loses Getriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4670/1830/1730 mm, Radstand 2670 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,8 m, Reifendimension235/50 R 19, Tank­inhalt 48 l, Reichweite 550 km, Kofferraumvolumen 508–1731 l, Leergewicht (EU) 1717 kg,zul. Gesamtgewicht 2185 kg, max. Anh.-Last 1.870 kg, 0–100 km/h 12,2 sec, Spit­ze 188 km/h, Steuer (jährl.)€ 1062, Werkstätten in Österreich 80, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 8,1 l, Testverbrauch 8,7 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 183/200 g/km

sechs Airbags plus Zentral-Airbag, Knieairbag fahrerseitig, Bei­fah­rer­flächen-Airbag, Notbrems-, Spurhalte-, Spurwechsel-, Anfahr-, Toterwinkel-, Notfall-Anhalte-, und Querver­kehrs-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, Müdig­keitswarner, Adaptiv-Tempomat mit Stop and Go-Funktion, Bergabfahrhilfe, LED-Scheinw­erfer, Licht- und Regensensor, 11,6 Zoll Multimedia-Touch­screen, Sprach­steuerung, Apple CarPlay & Android Auto, DAB-Tuner, Navigation, 2 USB, 2 USB-C, Bluetooth für Telefon und Audio, induktives Handyladen, Zweizonen-Klima­automatik, Fahrersitz, elektrisch einstellbar mit Lendenwirbelstütze und Memory-Funktion, Le­derpolsterung, Sitzheizung v/h, Außenspiegel elektrisch klappbar, Innenspiegel automatisch ab­blendend, heizbares Multifunktions-Lederlenkrad mit Schaltwippen, akustische Ein­parkhilfe h, Rundum-Kamera, schlüsselloser Zugang, Scheinwerfer-Reinigungsanlage, Frontscheibenwischer-Heizung, sensorgesteuerte E-Heck­klappe, E-Glasschiebedach, 19 Zoll-Aluräder etc.

Metallic-Lackierung € 952,–

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