Test: Toyota Corolla 2,0 Hybrid Style

21. Juni 2019
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Toyota
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:180 PS
Testverbrauch:5,9 l/100km
Modelljahr:2019
Grundpreis:33.790 Euro

Jetzt also wieder Corolla. Seit 1966 gibt es diesen Namen bei Toyota, in Europa jedoch hieß der japanische Golfklassler seit 2006 nur mehr Auris – die frische Ty­penbe­zeichnung sollte das konservative Image des Modells etwas aufpeppen. Das ­schaute man sich zwei Generationen lang an – und kehrte jetzt wieder reumütig zum alten Namen zurück. Dennoch wirkt dieser kompakte Toyota alles andere als altbacken, zu haben ist er wie schon sein Vorgänger als fünftüriger Hatch­back oder als 1300 Euro teurerer Kombi namens TS (zu dem sollen 60 Prozent der Kun­den greifen).

Diesel ist keiner mehr im Programm, in der Palette gibt es nur einen 1200er-Turbo und zwei Hybrid-Modelle – der Stärkere mit zwei statt 1,8 Liter Hubraum gastierte bei uns zum Test (die Mehrzahl der Käufer wird freilich zum schwächeren Ben­zin/E­lektro-Zwitter greifen). 180 PS Systemleistung lesen sich fein, ebenso wie die Prospekt­werte bei 0-auf-100, in der Praxis sind die Fahrleistungen aber mittelmäßig berau­schend, die sportliche Optik und die im Ver­gleich zum Vorgänger rund fünf Zentimeter tiefere Sitz­position suggerieren eindeutig mehr. So gesehen ist für Automatik-Verwei­gerer der 6800 Euro billigere Turbo-Ben­ziner wohl die bessere Wahl. Und für Familien­menschen definitiv der Kombi.

Motor & Getriebe – Gutes Zusammenspiel aus (gut gedämmtem) Saug-Benziner, Stufenlos-Automatik und Elektromotor – das Aufheulen des Antriebs beim Durchtreten des Gaspedals und die verzögerte Beschleunigung sind nach wie vor ein Thema, wenn auch nicht so sehr wie früher. Reines ­Stromen nur kurzzeitig, der Benziner hat aber oft Pause beim Gleiten. 

Fahrwerk & Traktion – Aufgeräumtes Armaturenbrett, nur ein paar versteckte Knöpfe, das Touch­screen-Infotainment­system hat man rasch durchschaut. Gute Sitzposition auf gro­ßen und straffen Möbeln, Lehnen aber nur grobrastig zu verstellen. Rückfahr­ka­me­ra zum Glück Serie, Park-Piepser samt Einpark-Automatik als Extra im „Safety“-Paket.

Cockpit & Bedienung – Vorne klassenübliches Raumangebot, hinten ist es für Kopf & Knie eher eng. Hy­brid-Kofferraum ob weniger Höhe 48 Liter kleiner als beim konventionellen Benzi­ner – immerhin bleibt der Ladeboden auch nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen eben.

Innen- & Kofferraum – Die mittlere von drei Ausstattungsstufen bringt schon mehr als das Nötigste mit, da fehlt ­eigentlich nur das optionale Navi. Solide Verarbeitung, überraschend hoch­wer­tige Materialien.

Dran & Drin – Sieben Airbags plus ein paar Assistenten – wer das optionale „Safety“-Paket dazu­kauft, fährt wirklich auf der sicheren Seite.

Schutz & Sicherheit – Die übliche Luftpolster-Mitgift wird um einen Knieairbag erweitert, zudem ein City-Notstopp-System Serie. Sonstige Assistenten fehlen.

Sauber & Grün – Top bei Emissionen und Stadt-Verbrauch, überland deutlich durstiger, aber immer noch grün.

Preis & Kosten – Nicht billig, doch in der Golfklasse ohne Konkurrenz, allerdings kosten der zehn Zen­timeter längere Hyundai Ioniq und der auf Crossover ­gestylte Kia Niro deutlich weniger (beide sind jedoch schwächer). Die Dreijahres-Garantie ist gegen 578 Euro auf fünf Jahre verlängerbar. Hohe Zuverlässigkeit zu erwarten und gute Wert­haltung.

Nicht nur optisch und ergonomisch gefällt das Corolla-Cockpit, auch der Material-Eindruck überzeugt. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Jetzt also wieder Corolla. Seit 1966 gibt es diesen Namen bei Toyota, in Europa jedoch hieß der japanische Golfklassler seit 2006 nur mehr Auris – die frische Ty­penbe­zeichnung sollte das konservative Image des Modells etwas aufpeppen. Das ­schaute man sich zwei Generationen lang an – und kehrte jetzt wieder reumütig zum alten Namen zurück. Dennoch wirkt dieser kompakte Toyota alles andere als altbacken, zu haben ist er wie schon sein Vorgänger als fünftüriger Hatch­back oder als 1300 Euro teurerer Kombi namens TS (zu dem sollen 60 Prozent der Kun­den greifen). Diesel ist keiner mehr im Programm, in der Palette gibt es nur einen 1200er-Turbo und zwei Hybrid-Modelle – der Stärkere mit zwei statt 1,8 Liter Hubraum gastierte bei uns zum Test (die Mehrzahl der Käufer wird freilich zum schwächeren Ben­zin/E­lektro-Zwitter greifen). 180 PS Systemleistung lesen sich fein, ebenso wie die Prospekt­werte bei 0-auf-100, in der Praxis sind die Fahrleistungen aber mittelmäßig berau­schend, die sportliche Optik und die im Ver­gleich zum Vorgänger rund fünf Zentimeter tiefere Sitz­position suggerieren eindeutig mehr. So gesehen ist für Automatik-Verwei­gerer der 6800 Euro billigere Turbo-Ben­ziner wohl die bessere Wahl. Und für Familien­menschen definitiv der Kombi.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Gutes Zusammenspiel aus (gut gedämmtem) Saug-Benziner, Stufenlos-Automatik und Elektromotor – das Aufheulen des Antriebs beim Durchtreten des Gaspedals und die verzögerte Beschleunigung sind nach wie vor ein Thema, wenn auch nicht so sehr wie früher. Reines ­Stromen nur kurzzeitig, der Benziner hat aber oft Pause beim Gleiten.  Fahrwerk & Traktion - Aufgeräumtes Armaturenbrett, nur ein paar versteckte Knöpfe, das Touch­screen-Infotainment­system hat man rasch durchschaut. Gute Sitzposition auf gro­ßen und straffen Möbeln, Lehnen aber nur grobrastig zu verstellen. Rückfahr­ka­me­ra zum Glück Serie, Park-Piepser samt Einpark-Automatik als Extra im „Safety“-Paket. Cockpit & Bedienung - Vorne klassenübliches Raumangebot, hinten ist es für Kopf & Knie eher eng. Hy­brid-Kofferraum ob weniger Höhe 48 Liter kleiner als beim konventionellen Benzi­ner – immerhin bleibt der Ladeboden auch nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen eben. Innen- & Kofferraum - Die mittlere von drei Ausstattungsstufen bringt schon mehr als das Nötigste mit, da fehlt ­eigentlich nur das optionale Navi. Solide Verarbeitung, überraschend hoch­wer­tige Materialien. Dran & Drin - Sieben Airbags plus ein paar Assistenten – wer das optionale „Safety“-Paket dazu­kauft, fährt wirklich auf der sicheren Seite. Schutz & Sicherheit - Die übliche Luftpolster-Mitgift wird um einen Knieairbag erweitert, zudem ein City-Notstopp-System Serie. Sonstige Assistenten fehlen. Sauber & Grün - Top bei Emissionen und Stadt-Verbrauch, überland deutlich durstiger, aber immer noch grün. Preis & Kosten - Nicht billig, doch in der Golfklasse ohne Konkurrenz, allerdings kosten der zehn Zen­timeter längere Hyundai Ioniq und der auf Crossover ­gestylte Kia Niro deutlich weniger (beide sind jedoch schwächer). Die Dreijahres-Garantie ist gegen 578 Euro auf fünf Jahre verlängerbar. Hohe Zuverlässigkeit zu erwarten und gute Wert­haltung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1561116531582{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1561115864885{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Nicht nur optisch und ergonomisch gefällt das Corolla-Cockpit, auch der Material-Eindruck überzeugt. [/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb437c1e-930c"][vc_column_text] R4, 16V, 1987 ccm, 152 PS (112 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 190 Nm…

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FAZIT

Schnittiger Hatchback-Kompakter, Hochwertigkeit und Komfort gehen vor Platz und Power.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 2.22 ( 5 Stimmen)
7

 R4, 16V, 1987 ccm, 152 PS (112 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 190 Nm bei 4400–5200/min, Drehstrom-Synchronmotor, max. Leistung 109 PS (80 kW), Dreh­moment 202 Nm, Systemleistung 180 PS (132 kW), Nickel-MH-Batterie 6,6 A/h, Span­nung 650 V, stufenlose Automatik, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4370/1790/1435 mm, Radstand 2640 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifen­dimen­sion 225/45 R 17 (Testwagen-Bereifung Bridgestone Blizzak LM001), Tankinhalt 43 l, Reich­weite 730 km, Kofferraumvolumen 313–1004 l, Leergewicht 1465 kg, zul. Ge­samtge­wicht 1910 kg, max. Anh.-Last 750 kg, 0–100 km/h 7,9 sec, Spitze 180 km/h, Steuer (jährl.) € 667,44, Werkstätten in Österreich 150, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), Norm­verbrauch (Stadt/ außerorts/Mix) 3,6/4,0/3,9 l, Testverbrauch 5,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 89/136 g/km

sechs Airbags plus Fahrerknieairbag, Abstandsregel-Tempo­mat, City-Notbremsassistent mit Personen-Erkennung, Toterwinkel-Warner, Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung, LED-Scheinwerfer mit autom. Fernlicht, Klima­automatik, Audiosystem mit 6 LS und 8 Zoll-Touchscreen sowie AUX/USB/Blue­tooth-Schnittstelle, heizb. Multifunktions­lederlenkrad, Sprach­steuerung, Rück­fahrkamera, Licht- und Regensensor, Sitzheizung v, E-Park­brem­se, Alufelgen, el. klappb. Außen­spiegel, Innenspiegel autom. abblendend, Keyless-Go etc.

Safety Paket (Toterwinkel-Warner, Rückraum-Assistent, induktive Handy­la­destation, Schein­­werfer-Reinigungsanlage, Einpark-Assistent) € 1440,–, elektrisches Panoramadach € 1380,–, Navigationssystem € 1080,–, Metallic-Lackierung ab € 540,–

3 Kommentare

  1. Interessant! Jetzt kommt beim Durchtreten des Gaspedals auch noch die „verzögerte Beschleunigung“ hinzu.
    Irgendwie dürfte die AA-Redaktion ein Problem mit Toyota haben … 😉

    • Vielleicht probieren Sie mal ein Auto mit Doppelkupplungsgetriebe oder Wandlerautomatik damit sie verstehen, was gemeint ist…

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