Diesel ist keiner mehr im Programm, in der Palette gibt es nur einen 1200er-Turbo und zwei Hybrid-Modelle – der Stärkere mit zwei statt 1,8 Liter Hubraum gastierte bei uns zum Test (die Mehrzahl der Käufer wird freilich zum schwächeren Benzin/Elektro-Zwitter greifen). 180 PS Systemleistung lesen sich fein, ebenso wie die Prospektwerte bei 0-auf-100, in der Praxis sind die Fahrleistungen aber mittelmäßig berauschend, die sportliche Optik und die im Vergleich zum Vorgänger rund fünf Zentimeter tiefere Sitzposition suggerieren eindeutig mehr. So gesehen ist für Automatik-Verweigerer der 6800 Euro billigere Turbo-Benziner wohl die bessere Wahl. Und für Familienmenschen definitiv der Kombi.
Fahrwerk & Traktion – Aufgeräumtes Armaturenbrett, nur ein paar versteckte Knöpfe, das Touchscreen-Infotainmentsystem hat man rasch durchschaut. Gute Sitzposition auf großen und straffen Möbeln, Lehnen aber nur grobrastig zu verstellen. Rückfahrkamera zum Glück Serie, Park-Piepser samt Einpark-Automatik als Extra im „Safety“-Paket.
Cockpit & Bedienung – Vorne klassenübliches Raumangebot, hinten ist es für Kopf & Knie eher eng. Hybrid-Kofferraum ob weniger Höhe 48 Liter kleiner als beim konventionellen Benziner – immerhin bleibt der Ladeboden auch nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen eben.
Innen- & Kofferraum – Die mittlere von drei Ausstattungsstufen bringt schon mehr als das Nötigste mit, da fehlt eigentlich nur das optionale Navi. Solide Verarbeitung, überraschend hochwertige Materialien.
Dran & Drin – Sieben Airbags plus ein paar Assistenten – wer das optionale „Safety“-Paket dazukauft, fährt wirklich auf der sicheren Seite.
Schutz & Sicherheit – Die übliche Luftpolster-Mitgift wird um einen Knieairbag erweitert, zudem ein City-Notstopp-System Serie. Sonstige Assistenten fehlen.
Sauber & Grün – Top bei Emissionen und Stadt-Verbrauch, überland deutlich durstiger, aber immer noch grün.
Preis & Kosten – Nicht billig, doch in der Golfklasse ohne Konkurrenz, allerdings kosten der zehn Zentimeter längere Hyundai Ioniq und der auf Crossover gestylte Kia Niro deutlich weniger (beide sind jedoch schwächer). Die Dreijahres-Garantie ist gegen 578 Euro auf fünf Jahre verlängerbar. Hohe Zuverlässigkeit zu erwarten und gute Werthaltung.






