Test VW Golf Rabbit eHybrid DSG 150 kW

Fahrzeugdaten:

Automarke:
Volkswagen
Klasse:
Kompaktwagen
Antrieb:
Vorderrad
Leistung:
150PS
Treibstoff:
Benzin
Treibstoff:
6,2 l/100 km
Modelljahr:
2025
Grundpreis:
34990€
Für viele ist der Golf mehr als nur ein Auto. Er ist ein fahrbarer Erinnerungsspeicher – an endlose Roadtrips mit den Eltern, klebrige Limonade auf der Rückbank und die verzweifelte Suche nach einem Rastplatz mit echtem WC. Später dann das erste eigene Auto, das erste Gefühl von Freiheit – sowie irgendwo zwischen Parkplatz-Romantik und Sonnenuntergang am See vielleicht auch die erste große Liebe. Die Geschichte des Golf begann 1974 – und schuf 1978 ein ganz eigenes, österreichi­sches Kapitel: den Rabbit. Damals lief der Bestseller in Österreich wie von selbst, fast jeder zehnte Neuwagen war einer. Doch ausgerechnet in dieser Hochphase war der beliebte 70 PS-Motor vorübergehend nicht lieferbar. Wolfsburg lieferte kurzerhand den 60 PS-Ersatz – sehr zum Missfallen der österreichi­schen VW-Führung. Weniger Leistung, ohne Gegenleistung? Keine Option. Also griff man in die Trickkiste: Man packte zusätzliche Ausstattung hinein, verpasste dem Sondermodell den aus den USA bekannten Namen „Rabbit“ – und klebte ein herziges Häschen aufs Heck. Der Rest ist Geschichte. Seither gilt: viel Auto, kleiner Preis. Ob Schiebedach und Radio in den 80ern, Klima­anlage und Airbags in den 90ern oder moderne Assistenzsysteme ab den 2000ern – das Rabbit-Paket war nie luxuriös, aber immer clever geschnürt. 2025 bleibt der Hoppel-Golf dieser Philosophie im Kern treu – auch wenn der Zeitgeist inzwischen digital tickt. Das Facelift der achten Generation hält sich optisch dezent: flachere Scheinwerfer, etwas edlere Materialien im Innenraum und höher auflösende Digitalanzeigen. Dazu läuft die Multimedia-Software jetzt stabiler. Und die berüchtigten „Slider“ für Lautstärke und Klima? Gibt’s noch immer – aber immerhin sind sie jetzt beleuchtet. Neu: Wer sich beim Kauf noch nicht für alles entscheiden will, kann Features wie Navigation oder sogar Sitzheizung später per Over-the-Air-Update freischalten. Der Golf wächst also mit – oder besser gesagt: lässt sich nachrüsten, sobald das Budget es erlaubt. Der Einstieg beginnt bei 28.290 Euro – für den 1,5 Liter-Turbobenziner mit 115 PS und Handschaltung. Damit bringt der Rabbit 5110 Euro Preisvorteil gegenüber dem Modell „Life“ – ein feines Angebot! Erstmals ist der Rabbit auch als Plug-in-Hybrid zu haben. Die große Batterie sorgt für niedrige Verbrauchswerte, der Preis hingegen hat sich vom einstigen Schnäppchen-Status ein Stück weit entfernt. Allerdings: Damals waren die Autos auch kleiner, einfacher – und von digitalen Spiele­reien weit entfernt. Finanz-Tipp: Wer noch etwas mehr sparen will oder muss, kann sich je nach Motorisierung zusätzlich bis zu 2000 Euro Eintauschbonus sichern. Foto: Robert May Motor & Getriebe Vierzylinder-Turbo und kräftiger E-Motor liefern gemeinsam souveränen Vortrieb. Reku­peration dreistufig, im (vorausschauenden) Automatik-Modus angenehm unauffällig. Sanfte Schaltvorgänge des Doppelkupplungs-Getriebes, im Sport-Modus spürbar flotter. Fahrwerk & Traktion Komfortabel abgestimmt, sichere Straßenlage dank Extra-Kilos des E-Gepäcks, kaum Wanken, immun gegen Lastwechsel. Traktion beim motivierten Sprint kurz überfordert. Lenkung präzise, Bremse unauffällig gut – kein abrupter Übergang von der Rekuperation. Bedienung & Multimedia Bequeme Sitzposition auf komfortablen Sport-Möbeln. Übersichtlich gestaltetes Armatu­renbrett mit einfacher Bedienung, Sprachsteuerung OK. Gute Rundumsicht. Hoch­auf­lösende Displays mit übersichtlichen Menüs, praktische Shortcuts für Assistenten und Favoriten. Minus: Klimasteuerung und Sitzheizung ohne echte Tasten übers Dis­play gesteuert. Ausreichend Ablagen. Nervig: kurzes Display-Einfrieren bei zu langem Fah­rer-Blick…

8

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Fazit

Als Sondermodell ist der Plug In-Golf nicht billig, aber preislich attraktiv.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
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8

Für viele ist der Golf mehr als nur ein Auto. Er ist ein fahrbarer Erinnerungsspeicher – an endlose Roadtrips mit den Eltern, klebrige Limonade auf der Rückbank und die verzweifelte Suche nach einem Rastplatz mit echtem WC. Später dann das erste eigene Auto, das erste Gefühl von Freiheit – sowie irgendwo zwischen Parkplatz-Romantik und Sonnenuntergang am See vielleicht auch die erste große Liebe.

Die Geschichte des Golf begann 1974 – und schuf 1978 ein ganz eigenes, österreichi­sches Kapitel: den Rabbit. Damals lief der Bestseller in Österreich wie von selbst, fast jeder zehnte Neuwagen war einer. Doch ausgerechnet in dieser Hochphase war der beliebte 70 PS-Motor vorübergehend nicht lieferbar. 

Wolfsburg lieferte kurzerhand den 60 PS-Ersatz – sehr zum Missfallen der österreichi­schen VW-Führung. Weniger Leistung, ohne Gegenleistung? Keine Option. Also griff man in die Trickkiste: Man packte zusätzliche Ausstattung hinein, verpasste dem Sondermodell den aus den USA bekannten Namen „Rabbit“ – und klebte ein herziges Häschen aufs Heck. Der Rest ist Geschichte.

Seither gilt: viel Auto, kleiner Preis. Ob Schiebedach und Radio in den 80ern, Klima­anlage und Airbags in den 90ern oder moderne Assistenzsysteme ab den 2000ern – das Rabbit-Paket war nie luxuriös, aber immer clever geschnürt.

2025 bleibt der Hoppel-Golf dieser Philosophie im Kern treu – auch wenn der Zeitgeist inzwischen digital tickt. Das Facelift der achten Generation hält sich optisch dezent: flachere Scheinwerfer, etwas edlere Materialien im Innenraum und höher auflösende Digitalanzeigen. Dazu läuft die Multimedia-Software jetzt stabiler. Und die berüchtigten „Slider“ für Lautstärke und Klima? Gibt’s noch immer – aber immerhin sind sie jetzt beleuchtet. 

Neu: Wer sich beim Kauf noch nicht für alles entscheiden will, kann Features wie Navigation oder sogar Sitzheizung später per Over-the-Air-Update freischalten. Der Golf wächst also mit – oder besser gesagt: lässt sich nachrüsten, sobald das Budget es erlaubt. 

Der Einstieg beginnt bei 28.290 Euro – für den 1,5 Liter-Turbobenziner mit 115 PS und Handschaltung. Damit bringt der Rabbit 5110 Euro Preisvorteil gegenüber dem Modell „Life“ – ein feines Angebot! Erstmals ist der Rabbit auch als Plug-in-Hybrid zu haben. Die große Batterie sorgt für niedrige Verbrauchswerte, der Preis hingegen hat sich vom einstigen Schnäppchen-Status ein Stück weit entfernt. 

Allerdings: Damals waren die Autos auch kleiner, einfacher – und von digitalen Spiele­reien weit entfernt. Finanz-Tipp: Wer noch etwas mehr sparen will oder muss, kann sich je nach Motorisierung zusätzlich bis zu 2000 Euro Eintauschbonus sichern.

Foto: Robert May

Motor & Getriebe

Vierzylinder-Turbo und kräftiger E-Motor liefern gemeinsam souveränen Vortrieb. Reku­peration dreistufig, im (vorausschauenden) Automatik-Modus angenehm unauffällig. Sanfte Schaltvorgänge des Doppelkupplungs-Getriebes, im Sport-Modus spürbar flotter.

Fahrwerk & Traktion

Komfortabel abgestimmt, sichere Straßenlage dank Extra-Kilos des E-Gepäcks, kaum Wanken, immun gegen Lastwechsel. Traktion beim motivierten Sprint kurz überfordert. Lenkung präzise, Bremse unauffällig gut – kein abrupter Übergang von der Rekuperation.

Bedienung & Multimedia

Bequeme Sitzposition auf komfortablen Sport-Möbeln. Übersichtlich gestaltetes Armatu­renbrett mit einfacher Bedienung, Sprachsteuerung OK. Gute Rundumsicht. Hoch­auf­lösende Displays mit übersichtlichen Menüs, praktische Shortcuts für Assistenten und Favoriten. Minus: Klimasteuerung und Sitzheizung ohne echte Tasten übers Dis­play gesteuert. Ausreichend Ablagen. Nervig: kurzes Display-Einfrieren bei zu langem Fah­rer-Blick darauf. Fein: Vorklimatisierung über VW Connect App. Minus: kleiner Benzintank.

Innen- & Kofferraum

Gutes Raumangebot auf allen Plätzen. Fondlehne 2:1 umlegbar, dann fast ebener Ladeboden, Skidurchreiche für mehr Flexibilität. Preiswertes Extra: Beifahrersitz-Lehne vorklappbar für 97 Euro. Hybrid-Batterie kostet 108 Liter Stauraum im Kofferraum, auch das Staufach unterm Ladeboden fehlt.

Dran & Drin

Als Sondermodell gut bestückt, wenig Nachholbedarf in der Extra-Liste. Serien-Mitgift beim Rabbit: u.a. schlüsselloser Zugang, besseres LED-Licht, Rückfahrkamera, abge­dunkelte Fondscheiben, (Fern-)Licht- und Regensensor, volldigitale Instrumente, 12,9 Zoll Infotainment-Display (sonst 10,3 Zoll). Vorteils­preise für Extras attraktiv, besonders das „Unlimited“-Paket mit 50 Prozent Rabatt (siehe Liste links unten). Materialien hochwertig, Verarbeitung sauber und solide.

Schutz & Sicherheit

Viel Luftpolster: Zentralairbag Serie, Seitenairbags hinten optional. Basis-Schutz solide, über zwei Pakete aufs Klassen-Maximum aufrüstbar – inklusive teilautonomem Fahren. Assistenzsysteme funktionieren generell gut.

Reichweite & Laden

Große Batterie, solide Reichweite, moderater E-Verbrauch. Werksangabe in Sachen Strom-Aktionsradius (143 Kilometer!) nur im reinen Stadtbetrieb realistisch. Laden mit 11 kW auf 80 Prozent in 150 Minuten, per DC und 40 kW ist es in 26 Minuten erledigt (unter Idealbedingungen sind auch 50 kW drin).

Preis & Kosten

Als „Rabbit“-Sondermodell fährt der Golf preislich im Klassen-Mittelfeld, günstiger sind eigentlich nur die Koreaner und Bruder Seat Leon. Durch den Plug-In-Antrieb aber eher ein Luxusgut. Plus: fünf Jahre oder 100.000 Kilometer Garantie (Erweiterung auf 150.000 um 299 Euro), lange Service-Intervalle, sehr dichtes Werkstatt-Netz, sehr gute Werthaltung, durchaus sparsamer Verbrauch.

R4, 16V, Turbo, 1498 ccm, 150 PS (110 kW) bei 5000/min, max. Drehmoment 250 Nm bei 1500–5000/min,E-Motor 116 PS (85 kW) bzw. 150 Nm, Systemleistung 204 PS (150 kW) bzw. 350 Nm, Akku 19,7 kWh,Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorder­radantrieb, Schei­benbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4289/1789/1478 mm, Radstand 2630 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,1 m, Reifendimension 225/45 R 17 (Testwagen-Bereifung 225/40 R 18), Tankinhalt 40 l, Reichweite 645 (plus elektr. 99) km, Kofferraumvolumen 273–1129 l,Leergewicht (EU) 1652 kg, zul. Gesamtgewicht 2080 kg, max. Anh.-Last 1700 kg, 0–100 km/h 7,2 sec, Spitze220 (el. 140) km/h, Steuer (jährl.) € 475, Werk­stät­ten in Österreich 251, Service alle 30.000 km (alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 0,3–0,6 l, Testverbrauch 0,1–6,2 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 7/2,3–143 g/km

sechs Airbags plus Zentral-Airbag v, Spurhalte und Abbiege-Assi­stent, Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrer-Erkennung, Adaptiv-Tempo­mat, Müdigkeits- und Ablenkungs-Erkennung, LED-Scheinwerfer und -Heck­leuchten, Fernlicht-Assistent, Licht- und Regensensor, Dreizonen-Klimaautomatik, digitale Instrumente 10,2 Zoll, Multimediasystem mit 12,9 Zoll-Touchscreen sowie DAB-Tuner und 7 LS, 4x USB-C, Android Auto & Apple CarPlay (kabellos), induktives Handyladen, Einparkhilfe v/h, Rückfahrkamera, Multifunktions-Lederlenkrad, schlüsselloser Zugang, heizbare E-Außenspiegel, Innenspiegel autom. abblendend, Ladekabel Typ 2 und für Haushaltssteckdose, 17 Zoll-Aluräder, abgedunkelte Fondscheiben etc.

Seitenairbags h € 364,–, Sky-Paket (Matrix LED-Scheinwerfer, E-Schiebedach) € 2262,–, Unlimited Paket (Spurzentrierung, Spurwechsel- und Auspark-Assistent, Ausstiegswarnung, elektrische Vordersitze mit Massage und Memory-Funktion etc.) € 1180,–, Assistenz-Paket (Spurzentrierung, Spurwechsel- und Auspark-Assistent, Aus­stiegswarnung) € 797,–, Rundumkamera € 378,–, Headup-Display € 682,–, Naviga­tionssystem € 884,–, erweiterter Sprachassistent € 218,–, ErgoActive-Sitz vorn € 941,–, Sport-Komfortsitze € 476,–, el. schwenkbare Anhängevorrichtung € 865,–, E-Schiebe­dach € 1098,–, Sitzheizung € 299,– (plus Lenkradheizung € 620,–), Matrix-LED-Scheinwerfer € 2136,–, LED-Scheinwerfer Plus (Schlechtwetter- und Abbiegelicht, VW-Logo vorn und Leiste zwischen den Scheinwerfern sowie Türgriffmulden beleuchtet) € 1103,–, adaptive Fahrwerksregelung € 840,–, Progressivlenkung € 209,– etc.

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