VW-Abgasaffäre (Update vom 22.04.2016)

22. April 2016
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Aktuelles

Die nächste Runde in der VW-Abgasaffäre ist eingeläutet – Zeit für ein Update, Zeit, den aktuellen Stand zusammenzutragen. Was ist Neues ans Licht gekommen? Sind nun doch auch andere Motoren betroffen? Was tut sich in den USA, dem Epizentrum der Affäre? Und was hat es mit den Vorwürfen bezüglich des CO2-Ausstoßes auf sich?

Welche Motoren sind nach aktuellem Wissensstand von der NOx-Manipulation betroffen?

Nach aktuellem Stand sind die Motoren der Serie EA189 in den Ausführungen mit 1,2, 1,6 und 2,0 Litern Hubraum betroffen. In Summe sind das 8,5 Millionen Fahrzeuge allein in Europa. Besitzer von Fahrzeugen mit EA 288-Motoren und 3-Liter V6-Diesel-Aggregaten sind offenbar nicht betroffen – bei beiden gab es kurzzeitig Anschuldigungen, dass auch hier die Schummel-Software im Einsatz sei.

Was muss geändert/umgebaut werden?

Volkswagen beharrt weiterhin darauf, dass nur bei den 1,6 Liter Motoren mechanische Eingriffe nötig sind. Bei den anderen Motoren hingegen sollten Software-Updates ausreichen. Daran gibt es allerdings Zweifel. Die Zukunft wird zeigen, welche Maßnahmen und in welchem Umfang letztlich Abhilfe schaffen.

UPDATE 16.11.2015: VW stellt heute einer Gruppe von Wissenschaftlern und Experten aus dem deutschen Verkehrsministerium und vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Lösung für den 1,6 Liter Motor vor. Im Rahmen von Testfahrten sollen die Werte dieser Autos erhoben und die angestrebte Lösung daraufhin besprochen und von den Experten des KBA akzeptiert werden. Ein spannender Moment für VW.

UPDATE 25.11.2015 VW hat heute offiziell jene Maßnahmen vorgestellt, die für die 1,6 und 2,0 Liter EA 189-Motoren vom KBA akzeptiert wurden. Für die 2,0l-Motoren soll demnach ein Software-Update ausreichen. Für die 1,6er müsse hingegen die Software angepasst UND ein sogenannter Strömungstransformator eingebaut werden. Zitat aus der Pressemitteilung: „Das ist ein Gitternetz, das den verwirbelten Luftstrom vor dem Luftmassenmesser beruhigt und so die Messgenauigkeit des Luftmassenmessers entscheidend verbessert.“ Die Eingriffe sollen zwischen 30 und 60 Minuten dauern. Im Jänner sollen bereits die ersten Umbauten durchgeführt werden. Die betreffenden Kunden werden von VW informiert.

1.6 TDI Motor ( EA 189 ): Strömungsgleichrichter

1.6 TDI Motor ( EA 189 ): Strömungsgleichrichter

Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Zum einen fehlt noch die Lösung für den 1,2L-Motor – diese würde dem KBA aber auch bald präsentiert werden. Und zum anderen wollen wir noch einmal die Pressemeldung zitieren: „Ziel bei der Entwicklung der technischen Maßnahmen bleibt, die jeweils gültigen Emissionsziele zu erreichen, ohne Beeinträchtigung der Motorleistung, des Verbrauchs und der Fahrleistungen. Da jedoch zunächst alle Modellvarianten gemessen werden müssen, kann die Erreichung dieser Ziele zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht final bestätigt werden.“ Es gilt also noch herauszufinden, ob die vorgestellten Lösungen auch tatsächlich immer die erwünschten Effekte erzielen werden.

Wie ist der Stand in der Causa „CO2-Werte“?

Laut einer Meldung der deutschen Bild-Zeitung wollen VW-Ingenieure gestanden haben, dass mit banalen Tricks die CO2– und somit die Normverbrauchswerte verbessert wurden. Zum Beispiel, indem man den Reifendruck für die Messungen auf 3,5 Bar erhöhte (der Rollwiderstand wird dadurch geringer) oder Diesel ins Motoröl mischte (dadurch verringert sich der Reibungswiderstand im Motor). Schon 2013 sollen die Ingenieure mit diesen Tricks begonnen haben. Das deutsche Kraftfahrtbundesamt (KBA) will sich das Messprozedere bei VW in nächster Zeit selbst im Detail ansehen. Außerdem wurde angeordnet, dass bei den betroffenen Motoren, also 1,4-, 1,6- und 2,0-Liter Dieselmotoren und 1,4-Liter Benzinmotoren vom Typ EA288 EU6 (das sind insgesamt rund 800.000 Autos), die Schadstoffemissions-, Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte neu ermittelt werden müssen. Die Konsequenzen (Steuernachzahlungen, Strafzahlungen) könnten weitreichend sein – VW schätzt die wirtschaftlichen Risiken aktuell auf zwei Milliarden Euro.

UPDATE 16.11.2015: VW ist nach wie vor dabei, die betroffenen Autos zu identifizieren. Für das Modelljahr 2016 ist man damit fertig und kam auf eine Gesamtzahl von 430.000 Autos – also deutlich weniger als ursprünglich angenommen. Eventuell kommen aber noch weitere hinzu. Zumindest gibt es nun aber eine erste Liste der betroffenen Fahrzeugtypen. Dazu gehören unter anderem:

  • Audi A1
  • Seat Ibiza
  • Seat Leon
  • Skoda Fabia
  • Skoda Octavia
  • Skoda Yeti
  • VW Polo
  • VW Tiguan
  • VW Golf
  • VW Passat
  • VW T6
  • u.v.m.

Die komplette Liste steht hier zum Download.

UPDATE 23.11.2015: Nachdem sich die Sechszylinder-Motoren aus der NOx-Affäre hatten ziehen können, trifft sie die CO2-Causa nun doch. Sämtliche zwischen 2009 und 2016 produzierten Fahrzeuge mit 3,0 Liter Turbodiesel sind mit einer verdächtigen Software ausgestattet – man spricht von 75.000 Autos. Das trifft sowohl Volkswagen- als auch Audi- und Porsche-Fahrer. Zumindest in den USA. Die besagte Software ist nach Angaben von Unternehmenssprechern nämlich das „Auxiliary Emissions Control Device” (AECD). Dieses reagiert auf Umgebungstemperaturen, dient zum schnelleren Warmlaufen des Katalysators in der Aufheizphase und ist in Europa zulässig.

UPDATE 09.12.2015: Volkswagen hat heute mittels Pressemitteilung verlauten lassen, dass die CO2-Thematik weitestgehend geklärt ist. Hier der volle Pressetext:

Volkswagen hat nur einen Monat nach dem Auftauchen von Fragen zu CO2-Messwerten einiger Konzernmodelle die Aufklärung dazu weitgehend abgeschlossen. Nach umfassenden internen Prüfungen und Messkontrollen ist nun klar, dass fast alle diese Modellvarianten doch den ursprünglich festgestellten CO2-Werten entsprechen. Der Verdacht auf rechtswidrige Veränderung der Verbrauchsangaben von aktuellen Serienfahrzeugen hat sich nicht bestätigt. Bei den internen Nachmessungen wurden nur noch bei neun Modellvarianten der Marke Volkswagen leichte Abweichungen festgestellt.

Diese internen Messergebnisse werden nun bis Weihnachten unter behördlicher Aufsicht nochmals bei einem neutralen Technischen Dienst überprüft. Für die Fahrzeuge, für die dann die interne Feststellung zur Richtigkeit der ursprünglichen Angaben bestätigt wird, werden sich keine Konsequenzen ergeben. Sie können uneingeschränkt angeboten und verkauft werden. Für die wenigen Fahrzeugmodelle, bei denen Abweichungen vorhanden sind, werden die Genehmigungswerte im Rahmen üblicher Prozesse angepasst.

Volkswagen hat der Untersuchungskommission der Bundesregierung und dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) diese Ergebnisse vorgetragen. Die ursprünglich vom Volkswagen Konzern veröffentlichte Anzahl von rund 800 000 verdächtigen Fahrzeugen hat sich nicht bestätigt. Abweichungen wurden in den internen Messungen nur bei neun Modellvarianten festgestellt und betragen im Mittel nur wenige Gramm CO2, was einer Erhöhung des Zyklusverbrauchs im NEFZ von etwa 0,1 bis 0,2 Liter auf 100 Kilometer entspricht. Diese Modellvarianten entsprechen mit einer Jahresproduktion von ca. 36 000 Einheiten nur etwa 0,5 Prozent des Volumens der Marke Volkswagen. Die Liste der Modellvarianten findet sich auf www.volkswagen-media-services.com.

Die Konzerntöchter Audi, ŠKODA und SEAT haben mit ihren zuständigen Zulassungsbehörden ein vergleichbares Vorgehen verabredet.

Die Realverbrauchswerte der Kunden ändern sich nicht, zudem sind keine technischen Maßnahmen an den Fahrzeugen notwendig. Die ursprüngliche erwartete Ergebnisbelastung in Höhe von 2 Milliarden Euro hat sich vor diesem Hintergrund nicht bestätigt. Ob in geringerem Umfang wirtschaftliche Belastungen entstehen, hängt vom Ergebnis der durchzuführenden Nachmessungen ab.

Personelle Änderungen:

Martin Winterkorn hat VW verlassen, Matthias Müller das Ruder übernommen. Das war die große personelle Veränderung gleich nach Beginn des Skandals. Daneben gab es aber noch zahlreiche weitere Personalrochaden. Spannend dürfte übrigens auch die neuste Personalentwicklung werden: Johann Jungwirth war bis jetzt bei Apple als Director in der Entwicklung der Mac-Computersysteme und in der Special Projects Group tätig und übernahm jetzt die Leitung der Digitalisierungsstrategie des VW-Konzerns.

Was passiert in den USA?

Während in Europa ermittelt, erhoben und so manche Sammelklage vorbereitet wird, wird VW in den USA wesentlich stärker unter Druck gesetzt: Laut Berichten der Süddeutschen Zeitung wurden VW-Mitarbeitern durch Ermittler die Pässe abgenommen, damit sie sich nicht der Strafverfolgung entziehen können. Viele Mitarbeiter anderer Niederlassungen des Konzerns zögern deshalb, in die USA einzureisen.

UPDATE 22.04.2016:

Einen Tag, bevor in den USA das Ultimatum für eine Einigung zwischen VW und den Behörden abgelaufen wäre, handelten die beiden Parteien einen Vergleich aus. Damit stehen den betroffenen amerikanischen VW-Kunden nunmehr zwei Möglichkeiten offen. Entweder kauft VW die manipulierten Diesel-Fahrzeuge zurück oder die Kunden behalten sich die Fahrzeuge. In diesem Fall erhält jeder betroffene VW-Besitzer 5.000 Dollar Entschädigung, selbstverständlich rüstet Volkswagen diese Fahrzeuge um. Eine Einigung die den Konzern teuer zu stehen kommt. 6,7 Milliarden Dollar wurden bereits Ende letzten Jahres in Form von Rückstellungen zur Seite gelegt. Allerdings, aktuelle Schätzungen gehen Mittlerweile von einer Gesamtbelastung von 16,7 Milliarden US-Dollar aus, die in der Bilanz 2015 berücksichtigt werden müssen.

Für europäische VW-Kunden gilt dieser Deal freilich nicht – dagegen regt sich bereits Widerstand. Konsumentenschutz-Organisationen fordern eine weltweit gleiche Behandlung der Geschädigten und bereiten bereits entsprechende Sammelklagen vor.

Generelles (Update vom 23.11.2015):

VW Vorstandsvorsitzender Matthias Müller gab bekannt, dass man bei VW die Sachinvestitionen für 2016 reduzieren werde. Diese sollen nächstes Jahr 12 Milliarden Euro betragen – der Durchschnitt der letzten Jahre lag bei 13 Milliarden. Dieser Schritt erfolgte, nachdem schon konkrete Pläne für 2016, die höhere Kosten verursacht hätten, fixiert worden waren. Müller betonte, dass man nicht an den falschen Stellen, konkret bei „unserer Zukunft“, sparen wolle. Die Investitionen in den Bereichen Elektromobilität und Digitalisierung sollen dennoch im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden. „Vor allem die zügige Weiterentwicklung elektrischer Antriebe bei den Marken Volkswagen, Audi und Porsche stehen im Vordergrund“, so der Pressetext. In Folge dieser Einsparungen wurden die Pläne für das geplante Designzentrum in Wolfsburg erst einmal ad acta gelegt.

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15 Kommentare

  1. VW hat gestern bekanntgegeben, dass auch frühe Euro 6-Modelle mit dem AN189-Motor betroffen sind.
    Dieses Beispiel zeigt übrigens sehr gut, wohin das Gleichteilekonzept führen kann. Wird auch nur ein Modul infiziert, wird der ganze Konzern septisch. Und alle von den Nullenbumsern erreichten Einsparungen sind im nu weg und noch mehr.

  2. Schwer zu glauben, dass außer VW kein anderer Hersteller getrickst haben soll.

  3. Getrickst haben alle. Jedoch besteht ein Unterschied zwischen zulässiger Trickserei im Rahmen der Normverbrauchsangaben und dem Einbau einer Schummelsoftware. Jedenfalls wurde bis dato kein anderer Hersteller überführt.

  4. Nun, das Gerücht, das die SW des einen oder anderen Autoherstellers so einen Testlauf erkennen soll und dann in den entsprechenden Modus schaltet, gibt es ja schon länger … Bisher war es halt nur ein Gerücht und es wurde kein Hersteller genannt. Jetzt hat man VW erwischt, bzw. wird es so publiziert.

  5. Audi musste getern die Manipulationen am 3.0 TDI in Amerika zugeben.

  6. Was eigentlich schon lange klar ist kristallisiert sich jetzt heraus. Der Dieselmotor für den PKW ist mit vernünftigen und leistbaren technischen Aufwand nicht auf die Abgasnormen zu bekommen. Gerade hab ich gelesen jetzt ist auch Renault mit dem Espace dran, also wird das auch die anderen Modelle und auch Mercedes bzw, Nissan betreffen. Hoffentlich hat das – eigentlich eh rein europäische – Dieselabenteuer bald eine Ende und die Stinker werden verboten.

    • Naja, ich würde diesbezüglich die Kirche im Dorf lassen – auch wenn der Diesel bei ein paar Schadstoffen offenbar an seinen Grenzen angelangt ist, so hat sich a) in den letzten 20 Jahren sein Level dramatisch verbessert. Und b) ist für viele Fahrzeugtypen und Fahrprofile in Summe der Eigenschaften der Diesel die derzeit wirtschaftlichste Antriebsform. Punkt.

      Elektro-Antriebe: siehe Pabeschitz-Kommentar vorne in der aktuellen AA
      Hybrid: geringes Fahrezeugangebot, mit Ausnahme von Toyota nur übertrieben leistungsstark und teuer
      Erdgas: denkbare Alternative, aber geringes Fahrzeugangebot – und wenn man sich die über Jahre auf Niedrigst-Niveau stagnierenden Zulassungszahlen ansieht, wird sich das auch nicht ändern

      • Lieber Rolex, beim Thema Elektromobilität muss man bitte berücksichtigen, wie viel in den letzten 34 Jahren in die Entwicklung von Verbrennungsmotoren investiert wurde und wie viel in die Entwicklung von Batterien. Auch wenn es viele nicht hören wollen: Das Elektroauto ist bereits heute vor allem in der Stadt eine echte Alternative. Allerdings verunsichert die permanente negative Berichterstattung darüber viele mögliche Kunden.

        • In der Stadt – ok. Wenn ausgerechnet da jemand unbedingt ein Auto braucht, wo der öffentliche Verkehr gut ausgebaut ist (oder auch das Radl eine flotte Alternative darstellt) – bitte. Für mich kein Thema. Nicht wegen der negativen Berichterstattung.

          Und in Richtung Forschung und Entwicklung mag schon sein, dass die Batterie-Hersteller nicht das Budget der Auto-Industrie haben. Dass hier noch viel Potential besteht (andere Technologien wie Lithium-Luft etc.) will ich gar nicht bestreiten.

      • Vollkommen falsch! Für 90% der aktuellen Dieselfahrer passt das Fahrprofil eben gar nicht und daran gibt es gar nichts zu rütteln! Der hohe Dieselanteil in A oder auch in D hat ganz andere Gründe. Die reichen von steuerlicher Begûnstigung über Falschinformation bis hin zur Unwissenheit!

        • Der aktuelle Diesel-Anteil bei den Neuzulassungen (Stand Oktober) liegt bei 57,7%. Über zwei Drittel davon sind gewerbliche Zulassungen – die fahren deutlich mehr als der Durchschnitt und sind in der Regel „größere“ Autos (Kombis, Vans, zunehmend auch SUV) – und für diese Mischung ist ein Benziner sicher nicht wirtschaftlicher als ein Diesel.
          Ich selbst als privates Beispiel fahre rund 14.000km/Jahr. Ich hatte zuvor einen Benziner (Golf Variant 1,4 TSI/122 PS) und fahre jetzt einen Diesel (Honda Civic Tourer 1,6i D-TEC/120 PS). Beim VW wäre es vemutlich ein Nullsummenspiel gewesen (günstigerer Anschaffungspreis vs. höhere laufende Kosten gegenüber einem 105PS-TDI), beim Honda ist mangels interessantem Benziner (142 PS, kein Kaufpreisvorteil, höhere Steuer/Versicherung, wenig Drehmoment, vom Verbrauch gar nicht zu reden) die Sache ganz eindeutig.
          A propos Verbrauch: ich war beim Golf mit im Schnitt 6,5l unterwegs (by the way: Norm 6,4), mit dem Civic aktuell 4,2l (Norm 3,8) – nicht nur wegen der aktuell sehr günstigen Spritpreise bin ich mit dem Diesel massiv günstiger unterwegs.

          Gegenüber den aufgedonnerten downgesizten Benzinern habe ich seit den Erfahrungen mit dem Golf auch so meine Vorbehalte (Service-Kosten des TSI auf TDI-Niveau, Motorschaden bei 99tkm).

          Bei einem Kleinwagen mit unterdurchschnittlicher Laufleistung ist ein Benziner wirtschaftlicher, keine Diskussion (wir haben einen Seat Ibiza 1,2/70 PS, fährt 5000 km / Jahr mit 6,5l im Schnitt). Kleinst- und Kleinwagen machen aber nicht mal 20% der Zulassungen aus. So gesehen ist der aktuelle Benziner-Anteil von 40,5% sicher nicht außergewöhnlich niedrig. Auch die Autobauer haben in diesen Klassen reagiert und bieten kaum mehr oder sogar gar keine Diesel mehr an (weil auch nicht rentabel, Stichwort Abgasreinigung).

        • Nochmals zum Diesel – ganz aktuell 😉
          Angesichts immer höher gesetzlicher Anforderungen an den Dieselmotor werde „in Zukunft aber auch mal der Punkt kommen“, wo er unwirtschaftlich werde. „Dann wird Elektromobilität die entscheidende Rolle spielen“, sagte der BMW-Chef. „Die Langfristperspektiven heißen Elektromobilität und Vernetzung.“

      • Die durchschnittliche Kilometerleistung pro Jahr liegt übrigens bei ca. 13000 km für den PKW in Österreich! 😉

  7. Und noch was dazu …. Gerade Fachmedien wie „Alles Auto“ sollten sich jetzt mal Gedanken machen und auch bei den Tests – derzeit ja sicher 80% Dieselfahrzeuge – mehr auf alternative Antriebe setzen!

  8. Siehe dazu: http://www.ingenieur.de/Themen/Automobil/Manipulieren-BMW-Daimler-Abgaswerte

    Diesel hin oder her – DERZEIT ist ein Diesel bei gleichen Anschaffungskosten (ja, es gibt durchaus Modelle, die in der Dieselversion kaum mehr kosten, als in der Benzin-Ausführung!) der Unterhalt aufgrund der geringeren Spritkosten und des geringeren Verbrauchs auch für Privatnutzer wirtschaftlicher.
    Das es in Wirklichkeit nur wenige Modelle gibt, auf die das zutrifft und das in Wirklichkeit die Dieselfahrzeuge die da so rum gurken für die meisten Privatnutzer bei deren Fahrprofil niemals wirtschaftlich sein können, ist eine andere Geschichte…

    Was Elektroautos in der Stadt angeht: Ja super – dazu muss aber wirklich jeder die Möglichkeit haben sein Fahrzeug aufladen zu können. Das geht allerhöchstens da, wo ich mein Auto in einer entsprechenden Garage abstellen kann. Als „Freiluftparker“ hat man dazu keine Möglichkeit. DERZEIT jedenfalls. Sobald sich das ändert – in welcher Form auch immer – und die Fahrzeuge in der Anschaffung (im Vergleich zu gleichen Verbrenner-Modellen) günstiger werden, wird er E-Auto-Anteil sicher steigen.
    Und kommt mir jetzt keiner mit öffentlichen Ladestationen – nicht nur, dass die zu 99% ständig belegt sind, wird wohl kein vernünftiger Mensch sein Auto mehrere Busstationen von daheim entfernt zum Aufladen abstellen …

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