VW Golf GTI TCR: der schnellste Serien-Golf aller Zeiten

15. Mai 2018
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Aktuelles

Letzte Woche fand also, wie sicher auch nicht so eingefleischte Fans bereits mitbekommen haben, das 37. GTI-Treffen am Wörthersee statt. Und wie jedes Jahr gingen dabei auch diesmal wieder – seit den populären Vortreffen – aus verschiedenen Gründen die Wogen hoch. Doch dies zu kommentieren und zu beurteilen überlassen wir anderen. Wir widmeten unseren ebenso alljährlichen Besuch der Veranstaltung zu großen Teilen der dort passierten Ankündigung von Volkswagen: dem VW Golf GTI TCR Concept.

Wenn aus dem aktuell noch „seriennahes Concept“ genannten Golf GTI TCR mal ein Serienfahrzeug wird, ist er nicht weniger als der bislang schnellste Serien-Golf aller Zeiten. Dementsprechend wurde um seine Enthüllung auch durchaus einiges an Wirbel gemacht. Bei der Enthüllung in Reifnitz bekamen also nicht nur Promis wir Rennsport-Legende Hans Joachim Stuck und Rennfahrer Benjamin Leuchter einiges an Stage-Time, sondern natürlich auch der namenstiftende Rennwagen aus der TRC-Rennserie selbst, der auf der Bühne demonstrativ die Vorfahrt erhielt.

Auch wenn die zwei zivilen Golf TCR im Rampenlicht (das zum Glück die Sonne selbst spenden durfte) etwas harmlos im Kontrast zum ultra breiten und bösen Rennwagen wirkten, sieht der neue Top-GTI doch angemessen sportlich aus. Technisch, so verspricht VW, ist der TCR aber nicht bloß ein noch gechippter GTI mit neuer Folierung: Sechzig Prozent beträgt der Anteil an gleichen Teilen zwischen der Straßenversion und der TCR-Rennversion. Demnach gibt es den neuen GTI TCR dann auch nur in Verbindung mit Doppelkupplungsgetriebe (in der Rennversion haben Kunden die Wahl zwischen DSG oder sequentiellem Renngetriebe). Puristen mögen nun raunen, doch der GTI ist mit dieser Entscheidung ja in guter Gesellschaft. Immerhin gibt es beispielsweise auch den Porsche 991 GT3RS nur mit PDK genannter Doppelkupplungs-Automatik, sind doch damit schlicht bessere Rundenzeiten drin als mit Handschaltung.

Die weiteren Details: Angetrieben wird der GTI TCR vom bekannten Zweiliter-Vierzylinder, der hier 290 PS und 370 Nm abgibt. Die große Bremsanlage, die wir optional aus dem Golf R kennen, ist beim TCR Standard, eine Akrapovic Abgasanlage gegen Aufpreis verfügbar. Vorgestellt wurde er in zwei Farben: in dem Klassiker „Tornado Rot“ und einer neuen exklusiven Farbe „Pure Grey“. Zudem werden zwei Weißtöne und Schwarz auf der Optionsliste stehen. Als kleines Schmankerl wird das TCR-Logo bei Dunkelheit beim Einstieg auf den Boden projiziert, die Einstiegsleisten leuchten dabei rot. Die TCR-Aufkleber auf den Flanken sind Serie, die in Kontrastfarbe lackierten Seitenspiegel sind ebenso extra zu bezahlen wir das andersfarbige Dach und die Wabenmuster auf den Seiten des Fahrzeugs, das adaptive Fahrwerk oder die schicken 19 Zoll Felgen. Der Clou: Auch das Vmax-Paket, das zumindest auch das Fahrwerk und die Felgen beinhaltet, vor allem aber die Höchstgeschwindigkeit auf 264 km/h anhebt und somit den Titel „schnellster Serien-GTI“ überhaupt rechtfertigt, kostet extra.

Für alle, denen das zu aber immer noch langsam ist: es gibt immer noch den allradgetriebenen Golf R, der mit 310 PS als Variant ebenso in Verbindung mit dem Performance-Paket auf 270 km/h kommt.

Der neue Golf GTI TCR soll gegen Ende des Jahres verfügbar sein, Preise sind noch keine bekannt. Ein Schnäppchen wird er jedoch sicher keines werden.

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