VW will Händler reduzieren

16. Oktober 2017
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Aktuelles

Wie der Trend berichtet will VW in Europa die Kosten für das Geschäft in den Autohäusern reduzieren. Dafür sollen im ersten Quartal 2018 alle Verträge mit bestehenden Partnern/Autohäusern gekündigt werden. Danach wird neu verhandelt und die Verträge neu aufgesetzt – wohl aber vermutlich nicht bei allen Händlern. Damit sollen die Kosten gesenkt werden.

Von einer tiefgreifenden Reduktion der Händler geht man bei VW aber nicht aus. Konkrete Zahlen wurden dabei keine genannt.

„Es geht darum, Kosten offensiv aus dem Handel zu nehmen.“

meinte Stockmann dazu vor einer Konferenz mit Vertriebspartnern in München. Dem Kunden soll es im Idealfall freilich nicht schaden, da es vor allem um Effizienzerhöhung und auch schnellere Werkstättendurchgänge gehe – also weniger Zeit die die Kundenfahrzeuge in der Werkstatt verbringen müssen. Hier sollen vor allem neue IT-Lösungen helfen – sie sollen 60 bis 70 Prozent Zeit einsparen können.

Damit fiele aber auch die Vorschrift für VW-Autohäuser weg, wie viele Mitarbeiter sie beschäftigen müssen. Eine Verkleinerung der durchschnittlichen Belegschaft pro Betrieb ist daher ebenso wahrscheinlich.

Aktuell umfasst das Händlernetz von VW in Europa rund 3000 Betriebe – 109 davon sind in Österreich. Wie viele es zur selben Zeit des nächsten Jahres noch sein werden, wird sich zeigen. Wichtig aber für österreichische VW-Fahrer: Hier geht es um VW-eigene Betriebe, nicht um externe Partner, die bei uns einen Großteil des 272 Betriebe umfassenden VW-Werkstättennetzes ausmachen.

1 Kommentare

  1. Wird sicher ein Spaß, wenn man heute einen Wagen beim VW-Händler bestellt, der erst nächstes Jahr geliefert wird – zu „seinem“ Händler der dann aber kein VW-Händler mehr ist … Und bei Reklamationen beschwert man sich dann am Salzamt?
    In DE ist es dem Einen oder Anderen mit SEAT so ergangen – die hängen jetzt quasi in der Luft und hoffen, dass der Liefertermin wirklich hält, weil Info gibt es keine …

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