Wie die Mutter, so die Tochter.

2. Juni 2017
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Aktuelles

Mit der deutschen Automobilbranche ist es anscheinend wie mit dem Profi-Radsport: Ohne Doping kommst nicht an die Spitze. Nach VW, Mercedes  und anderen Herstellern ist jetzt Audi in Erklärungsnot. Die Ingolstädter sollen eine Software, die erkennt, dass das Fahrzeug am Prüfstand steht, verbaut haben. Diese Software schaltet in solch einem Fall Abgasreinigungssysteme ein.

Audi selbst meint, dass es sich um eine ungünstige Beeinflussung der Motordrehzahl auf die Getriebesoftware handelt. Betroffen sind V6- und V8-Dieselmotoren aus den Modellen A7 und A8 der Baujahre zwischen 2009 und 2013. Außerdem betont der Autobauer, eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Insgesamt handle es sich um etwa 24.000 Fahrzeuge, so der deutsche Verkenrsminister Dobrinth und weitere Autos mit ähnlichen Motoren werden ab jetzt näher untersucht. Konkrete Lösungsvorschläge zur Umrüstung muss Audi bis zum 12. Juni an das deutsche Verkehrsministerium übermitteln.

Audi Chef Rupert Stadler sagte noch im März, dass bei Audi alles auf den Prüfstand gestellt wird – als Konsequenz aus der Dieselaffäre. Er betonte, dass so etwas wie das „Dieselgate“ nie wieder passieren wird.

Die Rückrufaktion der betroffenen Fahrzeuge wird vermutlich im Juli 2018 starten.

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1 Kommentare

  1. Ich meine das ist eine gute Inszenierung von Dobrindt. Das Kraftfahrbundesamt untersucht ja auch Dieselfahrzeuge von nicht deutschen Herstellern. Da kommt es immer gut an, wenn man zuerst einmal auf einen heimischen Hersteller draufhaut, aber nicht zu fest. Deshalb auch ein Modell mit geringen Stückzahlen wo die Nachbesserung lt. Audi nur 30 Minuten in Anspruch nehmen wird. Die dicken Fische kommen noch und das sind aufgrund der ohnehin bereits bekannten Abgasmessung vor allem Renault und Fiat.

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