Ford Ranger Raptor angekündigt: ein kleiner Dinosaurier für Europa

21. August 2018
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Aktuelles

Wer schon immer einen echten „Raptor“ offiziell über den nächstgelegenen Ford-Händler bestellen wollte, hat jetzt endlich die Möglichkeit dazu. Jedoch bringt Ford nicht den schon bekannten F-150 Raptor aus den USA auf den alten Kontinent, sondern spendiert uns unseren eigenen, kleinen Saurier: den neuen Ford Ranger Raptor. Dieser wurde auf der gerade stattfinden Computermesse Gamescom vorgestellt. Grund für den unüblichen Schauplatz ist, dass der Ranger Raptor seinen ersten digitalen Auftritt in der Welt von Forza Horizon 4 feiern wird. Ford und Microsoft scheinen sich wohl prächtig zu verstehen, was auch schon am Ford GT-Cover von Forza Motorsport 6 erkennbar war.

Doch zurück zum Ranger. Das Rezept für einen Raptor von Ford lautet wie folgt: man nehme das Serienfahrzeug und mache dieses nicht nur auf regulären Straßen, sondern vor allem im Gelände ein ganzes Stück schneller. Heraus kommt ein waschechtes Performance-Fahrzeug für all jene, die gern im Dreck spielen. Für den Ranger Raptor bedeutet das 213 PS und 500 Nm aus dem mit Diesel gefüttertem Zweiliter-Triebwerk mit zwei Turbos, gepaart mit einem 10-Gang-Automatikgetriebe. Ein besonderes Merkmal eines Raptors – so auch beim Ranger – sind die Hochleistungsdämpfer der Marke Fox mit positionsabhängiger Dämpfung und 44,6 mm Kolben. Zudem wird der Ranger Raptor standardmäßig mit BF Goodrich All-Terrain Reifen ausgeliefert und sein Unterboden von 2,3 mm starkem Stahl geschützt. Die extra breiten Radkästen sind aus Verbundwerkstoff, damit diese auch kleine Beschädigungen im Offroadbetrieb leicht wegstecken können. An den Seiten befinden sich Einstiegsleisten, die Ford aus Magnesium fertigen lässt.

 

Optisch ist sonst vor allem der vom F-150 inspirierte Kühlergrill und das charakteristische Ford-Performance-Blau auffällig – sowohl in Sachen Lackierung, als auch in Hinblick auf die Farbakzente im Innenraum. Dort stechen zudem die ebenfalls aus Magnesium hergestellten Schaltwippen und das das Lenkrad mit Raptor Logo und 12-Uhr-Markierung ins Auge.

Wie für einen Offroader heutzutage üblich, sind auch im Ranger Raptor verschiedene Fahrmodi verfügbar, die das Fahrzeug optimal auf die verschiedenen Bedingungen ausrichtet. Neben den herkömmlichen Modi Komfort, Sport oder Schlamm/Sand wird auch ein besonderes Setting verfügbar sein: der aus dem F-150 bekannte Baja-Modus, ein High-Speed-Offroad-Modus, der seinen Namen von der bekannten Wüsten-Rallye ableitet.

Außerdem wird natürlich Fords aktuelles Multimediasystem SYNC 3 inklusive Apple CarPlay und Android Auto verbaut. Sonst sieht es in Sachen Elektronik – vor allem hinsichtlich Fahrhilfen -etwas mau aus. Aber zu einem Offroad-Performance-Fahrzeug täte das eh nicht so recht passen.

Klingt also eigentlich alles recht vielversprechend, jedoch ist ein recht heftiger Preis zu erwarten. Genaues weiß man hierzu noch nicht. Auch ein Einführungsdatum blieb uns Ford noch schuldig.

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