PSA-Chef bisher zufrieden mit Opel-Übernahme

27. Juli 2017
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Aktuelles

Nachdem der PSA-Konzern eine Weile ziemlich ins Straucheln geraten ist, sah es in letzter Zeit wieder richtig rosig auf für die Franzosen: Die Absatzzahlen stiegen, der Gewinn (!) kletterte im aktuellen Geschäftsjahr um 11,5 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro. PSA-Konzernchef Carlos Tavares hat also allen Grund zur Freude – zumal auch die Übernahme von Opel offensichtlich gut läuft. In einem Interview meinte er:

„Bisher läuft es sehr gut“ (…) „Ich bin sehr zuversichtlich über die Art und Weise, diese Arbeit abzuschließen.“

Das Closing der Verträge soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Er betonte allerdings, dass Opel auch danach nicht aus Frankreich geführt werden solle. Die Unternehmensführung bleibt in Rüsselsheim, nur soll eben ein noch viel stärkerer Fokus auf Synergien angestrengt werden als zuvor. Außerdem müsse Opel neu über seine Produktpalette entscheiden.

Doch bei all den guten Nachrichten gibt es doch etwas, das Tavares besorgt: Durch den Dieselskandal und die zuletzt aufgekommenen Kartelvorwürfe verschlechtere sich das Bild des Automobils in Europa zunehmend. Natürlich ist der PSA-Chef froh, dass Opel in Hinblick auf letzteres bisher nie genannt wurde, doch auch dass das Gesamt-Image des Automobils leidet, ist in seinen Augen eine Gefahr. Immerhin könnten Regulierungsbehörden auf diesem schlechten Image „surfen“ und für die gesamte Branche schwerwiegend negative Entscheidungen treffen.

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