+12,8%: Neuwagenverkauf in Österreich auf Rekordkurs

13. April 2017
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Aktuelles

Dieselskandal hier, Begegnungszone dort um am liebsten überall nur noch gebührenpflichtige Parkzonen: Eigentlich gäbe es Gründe genug, dem Auto zusehends den Rücken zu kehren. Doch offensichtlich lassen wir Österreicher uns den Individualverkehr und all seine Vorteile trotzdem nicht mies machen … und kaufen fleißig weiter neue Autos. In der Tat so viele wie fast noch nie.

Schon 2016 zählte mit insgesamt 329.604 verkauften Autos zu den erfolgreichsten Jahren des österreichischen Fahrzeughandels, doch 2017 begann sogar noch besser: Laut diese Woche veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria liegen die Verkaufszahlen im ersten Quartal bereits 12,8 Prozent über denen des selben Zeitraums im Vorjahr. Dabei wurde der Zuwachs von Monat zu Monat größer. Verzeichnete der Handel im Jänner noch ein Plus von „nur“ 9,7 Prozent, waren es im Februar schon 12,5, im März gar 15,3 Prozent.

Taucht man etwas tiefer in die Zahlen ein wird deutlich, dass vor allem Hybrid-Fahrzeuge deutlich zulegen konnten: hier beträgt der Plus 157,7 Prozent. Natürlich ist aber alles relativ – immerhin reden wir somit immer noch nur von 1.920 verkaufen Autos. Dementsprechend ist auch der 23,6-prozentige Zuwachs bei Elektrofahrzeugen nicht unbedingt ein Erdrutsch, steht man somit doch bei 1.226 verkaufen Autos mit E-Antrieb. Aber immerhin: Damit wurde bereits jetzt beinahe das Gesamtjahresergebnis von 2014 erreicht (1.281 Stück). In Hinblick auf die konventionellen Antriebe beweisen die Österreicher auch weiterhin eine gewisse Treue zum Diesel-Motor. Mit 18.796 Stück wurden um 3,86 Prozent mehr Diesel-Autos verkauft als noch 2016. Dennoch ist ein Trend hin zum Benziner erkennbar. Dieser legte nämlich mit 16.956 Stück um satte 28,95 Prozent zu.

In Sachen Hersteller gehören Hyundai (+77,6 %), Seat (+22,3 %), Mercedes (+18,8 %), Skoda (+15,4 %) und auch VW (+15,3 %) zu den großen Gewinnern. Renault (-7,6 %), Audi (-3,8 %), BMW (-2,1 %) und Opel (-1,1 %) mussten hingegen auch im vermeintlichen, neuen Rekordjahr Federn lassen.

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