Bentley stellt den neuen 2018er Continental GT vor

30. August 2017
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Aktuelles

Nach stolzen vierzehn (!) Jahren wird der aktuelle, 2011 zuletzt geliftete Bentley Continental GT nun endlich abgelöst – und zwar durch die nunmehr dritte Generation des britischen Nobel-Hobels mit deutschen Genen (die Basis ist vom neuen Porsche Panamera). Lassen wir zu aller erst ein paar Zahlen sprechen:

Der 6,0 Liter W12-Biturbo wurde auf 635 PS und 900 NM maximales Drehmoment aufgeblasen. Damit stürmt der vermutlich nach wie vor nicht gerade leichte Brite in 3,7 Sekunden auf Tempo 100, bevor ihm bei 333 km/h dann doch die Luft ausgeht. Die Verwaltung der Power übernimmt dabei ein für Bentley neues Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Kontrollierbar halten soll das ganze neben einem obligatorischen Allradantrieb samt Torque-Vectoring die nun bessere Gewichtsverteilung von 55 zu 45 (früher war es 58 zu 42), eine Wankstabilisierung, Luftfederung und eine fast schon obszön große Bremsanlage (420er Scheiben vorn, 380er hinten).

 

Recht beeindruckende Daten, doch das können andere auch. Deswegen muss Bentley andernorts punkten. Beim Design und dazupassenden Besonderheiten zum Beispiel. Außen findet man davon noch eher wenig: Die Linie des Vorgängers, die heute noch modern wirkt, wurde kaum verändert. Einzig die Vorderräder sind merklich weiter nach vorne gerutscht (135 Millimeter, um genau zu sein). Allerdings gibt das Außendesign so mancherorts schon einen guten Vorgeschmack auf ein Konzept, dass sich auch im Innenraum fortsetzt: Noblesse in Diamantenform nämlich. Der Kühlergrill weißt sie auf und auch in den Leuchten kommen viele optische Effekte zum Einsatz, die an die geschliffenen Edelsteine erinnern.

So richtig faszinierend wird der neue Conti aber im Innenraum. Vor allem beim Blick auf das Armaturenbrett. Dort sieht man nämlich erst einmal sehr wenig – nichts nämlich, wenn man gezielt nach einem Bildschirm sucht. Der verbaute, 12,3 Zoll große Screen versteckt sich hinter einem wie eine Revolvertrommel drehendem Element mit drei Seiten über dem Mitteltunnel und wird nur sichtbar, wenn man ihn braucht. Alternativ kann auch einfach eine plane Fläche oder eine mit noblen Rund-Instrumenten zu Tage gefördert werden. James Bond lässt grüßen.

 

Natürlich ist dieser nette Schmäh aber nicht Teil der Serienmitgift. Er kostet extra. Wie sehr vieles übrigens, das auf den ersten Bildern zu sehen ist. Die neuen, besonders großen 22 Zoll Felgen zum Beispiel. Oder aber das Soundsystem von Naim – das beste von drei zur Wahl stehenden Systemen. Die beiden „darunter“ sind von Bang & Olufsen. Man merkt also schon: Natürlich ist auch der „Standard-Trim“ hier noch alles andere als ordinär.

Dementsprechend dürften auch wieder die Preise ausfallen, zu denen sich Bentley allerdings noch ausschweigt. Ausgeliefert werden sollen die ersten Autos jedenfalls im März 2018.

2 Kommentare

  1. Wieso eine Gewichtsverteilung 55/45% eine Verbesserung gegenüber 52/48% darstellt, erschließt sich mir nicht. Ich war stets der Meinung, dass 50/50 die optimale und angestrebte Gewichtsverteilung ist.

  2. Danke für das wache Auge Weuzi. Gemeint war 58/42. Hab mich vertippt …

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