Citroën Racing trennt sich in der WTCC von Sébastien Loeb

20. November 2015
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Aktuelles

Foto: Florent Gooden / DPPI.

Nicht nur für viele Fans, auch für Sébastien Loeb selbst kam das Ende seines Engagements als WTCC-Fahrer für Citroën Racing recht überraschend. In einem Statement auf seiner Website schreibt er (sinngemäß aus dem Französischen übersetzt): „Ich war überrascht, als ich erfuhr, dass ich 2016 nicht mehr für  Jahr nicht mehr für Citroën Racing fahren werde. Wir haben das Projekt WTCC gemeinsam und mit dem persönlichen Ziel, 2016 den Fahrer-Titel zu holen, aufgebaut. Ich bin enttäuscht, dass dieses Abenteuer nach zwei Jahren endet, denn ich habe den Willen und meine Wettbewerbsfähigkeit an der des C-Elysée gezeigt – unter anderem mit vier Siegen in der Saison 2015. Damit endet eine schöne Geschichte – ich bereute aber nichts. Im Gegenteil: Ich nehme viele schöne Erinnerungen mit.“

Gleichzeitig blickt Loeb aber natürlich auch in die Zukunft. Er erwähnt diverse Projekte, an die er sich mit ebenso viel Elan heranmachen wird, wie bis jetzt an die WTCC. Eines davon ist der Dakar-Einsatz in ein paar Wochen, wo er mit Peugeot Sport an den Start geht. Zumindest dem Konzern bleibt er also ohnehin erhalten.

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Doch wie geht es bei Citroën Racing nun weiter? Sie werden in der WTCC nur noch mit zwei Autos starten – pilotiert von José María López and Yvan Muller. Darüber hinaus wird Citroën 2016 die WRC „ruhen lassen“, um 2017 umso stärker zurückkehren. Die Entwicklungen des brandneuen Autos laufen bereits auf Hochtouren und erfordern viel Zeit – weswegen man die nächste Saison auch auslässt. Die Vorfreude im Team ist jedenfalls groß. Immerhin erlauben die 2017er Reglements wieder deutlich „spektakulärere“ Autos – wie Yves Matton, Citroën Racing Team Principal, meinte: Breiter, stärker und mit deutlich imposanteren Aerodynamik-Maßnahmen sollen sie jedenfalls eine radikale Veränderung zu den bisherigen Autos mit sich bringen. Wir sind jedenfalls sehr gespannt, wie der Wagen dann aussehen wird und natürlich vor allem: Ob die Franzosen dann tatsächlich gegen das aktuell übermächtige Volkswagen-Team werden anstinken können … sofern die dann noch dabei sind versteht sich. Die Erwartungshaltung ist jedenfalls hoch, immerhin hat Citroën in Sachen WRC doch schon einiges vorzuweisen:

  • 8 Konstrukteurs-Titel
  • 94 Siege (Rekord)
  • 38 aufeinander folgende Podium-Finishes (Rekord)
  • 29 „one-two“ Finishes (Rekord)
  • 78 Siege allein für Loeb (Rekord)
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