Das legendäre Kürzel GSI kommt wieder – am Insignia

19. Juli 2017
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Aktuelles

Was waren das doch früher für Hahnenkämpfe: GTI gegen GSi. Ein Zusammenprall von Ideologien, Philosophien und vor allem von Golf und Astra oder Kadett. Doch während Volkswagen das GTI-Kürzel, das für Gran Turismo Injektion steht, beim Golf 5 erfolgreich wiederbelebt hat und sich bald drei Modellreihen damit schmücken, fristet Opels Grand Sport Injektion ein eher trauriges Dasein. Das letzte Auto mit dem GSi-Emblem war der von 2007 bis 2010 gebaute Corsa GSi mit 150 PS – und der stand komplett im Schatten des OPC-Modells.

Doch jetzt soll alles anders werden. Die Opelaner verabschieden sich, vorerst, von einem Sport-Kompakten unterhalb des OPC und montieren die legendären drei Buchstaben ans Heck des Insignias. Weiters ist die Idee, den GSi nicht unbedingt stärker, dafür aber schärfer zu machen in einem Land wie unserem, das sich Leistung teuer bezahlen lässt, durchaus einen kleinen Beifall wert. Mit 260 PS und 400 Newtonmetern aus dem bekannten 2-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner ist der Rüsselsheimer auch nicht wirklich brustschwach. Damit das ganze Temperament auch möglichst verlustfrei auf den Boden gebracht wird, ist der Insignia GSi vermutlich immer an einen Allradantrieb gebunden. Damit sich die Sport-Mittelklasse trotz gleichem Antrieb besser fährt, wird das Fahrwerk einen guten Zentimeter tiefergelegt. Der Gewichtsvorteil zum alten OPC mit V6 soll ganze 160 Kilogramm ausmachen. Das, und weitere Maßnahmen wie Torque-Vectoring, Sportdämpfer und eine im sogenannten Competition-Modus geschärfte Gaspedalkennlinie sollen den Neuen sogar schneller und spaßiger als das alte Top-Modell über die Rennstrecken dieser Welt fegen lassen. Die großartige Brembo-Bremsanlage sorgt dafür, dass die ganze Fuhre auch wieder zum stehen kommt.

 

Optisch unterscheidet sich der GSi vom normalen Modell vor allem durch mehr Sportsgeist. Größere Lufteinlässe, tiefere Schürzen und einen obligatorischen Doppel-Auspuff schmücken den Familiensportler von außen, Sportsitze mit AgR-Zertifikat und eine Alu-Pedalerie von innen. Die Infotainmentfunktionen dürften denen des normalen Insignia entsprechen. Smartphone-Anbindung und Wlan-Hotspot sind genauso gesetzt wie eine App fürs Handy, die das Fahrzeug anschließt und ortet. Wem in diesem durchaus interessantem Rezept eine Prise Diesel fehlt, darf aufatmen. Opel hat angekündigt, den Insignia GSi auch als Diesel mit um die 200 PS zu bringen.

Zu den Preisen wurde noch nichts gesagt, sie dürften aber über dem des bisherigen Topmodells liegen. Momentan wäre das der Insignia Dynamic, der mit dem 260 PS Motor stolze 46.470 Euro kostet. Premiere feiert der Opel Insignia GSi auf der IAA im September.