Der VW Golf im Modelljahr 2017

10. November 2016
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Aktuelles

Volkswagen hat heute in Wolfsburg den Schleier vom “Neuen Golf” gelüftet. Die Anführungszeichen bemühen wir an dieser Stelle deswegen, weil es NICHT der Golf VIII geworden ist, sondern “nur” ein Facelift. Dafür aber ein recht umfangreiches.

Die Kern-Neuheiten im O-Ton von Volkswagen:

  • Infotainmentsystem „Discover Pro“ mit Gestensteuerung bringt erstmals Bedienung der Zukunft in die Kompaktklasse
  • Komplette Range der Infotainmentsysteme wurde neu
    konzipiert und erhielt durchgängig größere Touchscreens.
  • Online-Services erweitert; „Guide & Inform“ und nun auch
    „Security & Service“* für Modelle mit Navigationssystem.
  • Spektrum der Golf Assistenzsysteme demokratisiert den Fortschritt; erstmals mit Stauassistent und Emergency Assist.
  • Golf GTI mit Leistungsplus: 169 kW / 230 PS für die Grundversion und 180 kW / 245 PS für den GTI Performance.
  • Neu entwickeltes 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG wird im Golf sukzessive alle 6-Gang-DSG ablösen.
  • Front- und Heckpartie mit neuen Stoßfängern. Serienmäßig Voll-LED-Rückleuchten; animierte Blinker in der Topversion.
  • Neu entwickelte LED-Scheinwerfer lösen im Golf und Golf Variant des Modelljahres 2017 alle Xenon-Scheinwerfer ab.

Volkswagen betont gerne, dass es immer eine große Herausforderung ist, den Golf zu verändern. Die Erwartungen sind groß, die Gewohnheiten aber stark in die Käufer eingepflanzt. Den schmalen Grat zwischen “never change a winning Team” und “wer rastet der rostet” zu finden ist also schwierig. Sogesehen waren die Entwickler und Designer beim Facelift dieser Golf-Generation eigentlich ziemlich mutig. Gerade die Front sieht doch recht markant anders aus.

Der Rest ist aber im Grunde klassische Facelift-Kost – in vielerlei Hinsicht sicherlich getrieben durch den Opel Astra, zu dem VW nun in vieler Hinsicht aufschließt: Bei den Assistenzsystemen (Notstopp, Trailer-Assist, Spurhalte-Assistent, Abstands-Tempomat und Einparkautomatik) oder den Voll-LED-Scheinwerfern beispielsweise. Zudem wurde vor allem das Infotainment-System moderner und mit deutlich größeren Screens und Gestensteuerung gesegnet. Auch wartet nun ein Virtual Cockpit in der Aufpreisliste, das ein 12,3 Zoll großes Display statt den konventionellen Anzeigen hinter das Lenkrad schraubt.

Beim Antrieb kommt ein neues 7-Gang-DSG zum Einsatz, das das alte 6-Gang-DSG-Getriebe ersetzt. Zudem in Vorbereitung: eine BlueMotion-Variante des 1.5 TSI Evo mit 96 kW / 130 PS. Das Highlight hier: Die schon aus diversen Autos bekannte Segelfunktion des Automatikgetriebes (das Getriebe kuppelt aus und lässt das Auto rollen, während er Motor im Leerlauf wenig Sprit braucht) wird hier weiterentwickelt. Sobald das Getriebe nämlich auskuppelt, dreht sich der Motor ab – so wie auch bei Hybrid-Autos. VW meint, dass das den Verbrauch im Realbetrieb um bis zu 0,4 l/100 km senken wird.

Der Vorverkauf des Golf Modelljahres 2017 beginnt noch im Dezember. Und das trotz verbesserter Ausstattung zu einem unveränderten Grundpreis. In der kommenden Woche wird Volkswagen als Weltpremiere auf der Los Angeles Auto Show zudem die Zero-Emission-Version der Modellreihe – den neuen e-Golf – mit einer deutlich vergrößerten Reichweite vorstellen.