Erster Test: Neuer Honda CR-V

9. Oktober 2018
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Aktuelles

Der CR-V ist als einer der meistverkauften SUVs der Welt ein wichtiges Auto für Honda. Da will nichts überstürzt werden: Seit Ende 2016 ist die fünfte Generation des Kompakt-Kraxlers bereits in den USA erhältlich – für die Anpassungen an den alten Kontinent nahm man sich in Tokio also reichlich Zeit.

Nach ersten Testkilometern auf den Straßen Tirols gibt’s als Urteil ein „Operation ­gelungen!“ Die Lenkung ist angenehm ­direkt, aber nicht übertrieben sportlich. Das Fahrwerk geriet komfortabel, lässt aber dennoch keine unangenehme Seitenneigung in Kurven zu. Und der intelligente, permanente Allradantrieb (optional) lässt ­jedwede Traktions-Bedenken im Keim ersticken.

Die Heckklappe lässt sich mittels Kick-Bewegung auch ohne Hände öffnen. Dahinter wartet ein aufgeräumter und gut nutzbarer Koffer- raum – und auf Wunsch eine dritte Sitzreihe.

Die Heckklappe lässt sich mittels Kick-Bewegung auch ohne Hände öffnen. Dahinter wartet ein aufgeräumter und gut nutzbarer Kofferraum – und auf Wunsch eine dritte Sitzreihe.

 

Auch der einzige zum Europastart angebotene Motor weiß zu gefallen. Der 1500er-Turbo ist ausreichend kräftig und toll gedämmt – beziehungsweise mundtot gemacht: Honda setzt auf „Active Noice Cancelling“. Den Vierzylinder gibt es sowohl mit sehr knackiger Handschaltung als auch einem stufenlosen Automatikgetriebe – gefühlt dem besten, das wir bis dato in die Finger bekommen haben. Dazu eine interessante Randnotiz: Mit CVT-Getriebe ist nicht nur der Allradantrieb obligat, sondern auch der Motor um 20 PS und 20 Nm stärker als mit manueller Schaltung – so soll er souveräner agieren können.

Optisch für Honda-Verhältnisse behutsam nachgeschärft, ist der neue CR-V immer noch sofort als solcher zu erkennen – unterm Blech ist freilich fast alles neu.

Optisch für Honda-Verhältnisse behutsam nachgeschärft, ist der neue CR-V immer noch sofort als solcher zu erkennen – unterm Blech ist freilich fast alles neu.

 

Anfang 2019 wird Honda dann als Antriebs-Alternative einen Hybrid nachreichen, der erst unlängst in Paris sein Debüt gefeiert hat. Er verfügt über einen 2.0 Liter i-VTEC Benzinmotor mit Atkinson-Zyklus und einer Leistung von 145 PS (107 kW) bei einem Drehmoment von 175 Nm und einen E-Motor mit satten 184 PS (135 kW) bei einem Drehmoment von 315 Nm. Er soll ab Anfang 2019 zu haben sein und wird ab EUR 34.990,- kosten. Diesel wird keiner mehr angeboten. Dafür gibt es neben vielen neuen Technik-Kniffen einen im Vergleich zum Vorgänger erfreulich üppigen Raumzuwachs. Tatsächlich hat es Honda geschafft bei gleichbleibenden Außenmaßen im Innenraum so viel mehr Platz zu schaffen, dass im Gepäckabteil (gegen Aufpreis) noch eine dritte Sitzreihe Platz findet.

Beim Händler stehen die Autos ab sofort, die Preise sind gegenüber dem Vorgänger leicht gestiegen.

Headup-Display, intuitiv zu bedienendes Infotainmentsystem, bequemes Gestühl, wertige Mate- ria­lien und reichlich praktische Ablagen – im CR-V Cockpit lässt es sich sehr gut aushalten.

Headup-Display, intuitiv zu bedienendes Infotainmentsystem, bequemes Gestühl, wertige Materia­lien und reichlich praktische Ablagen – im CR-V Cockpit lässt es sich sehr gut aushalten.

Daten & Fakten

Basispreis in € 30.990,–
Zyl./Ventile pro Zyl. 4/4
Hubraum in ccm 1498
PS/kW bei U/min 173/127 bei 5600
Nm bei U/min 220 bei 1900–5000
L/B/H, Radst. in mm 4600/1855/1679 (AWD: 1689), 2663
Kofferraum/Tank in l 561–1756 / 57
Leergewicht in kg 1501
0–100 km/h in sec 9,2
Spitze in km/h 210
Normverbrauch in l (Mix) 7,4/5,6/6,3
CO2-Ausstoß in g/km 143
Basispreis in € 37.490,– (40.490)
Zyl./Ventile pro Zyl. 4/4
Hubraum in ccm 1498
PS/kW bei U/min 193/142 bei 5600
Nm bei U/min 240 bei 2000–5000
L/B/H, Radst. in mm 4600/1855/1679 (AWD: 1689), 2663
Kofferraum/Tank in l 561–1756 / 57
Leergewicht in kg 1573 (1598)
0–100 km/h in sec 9,3 (10,0)
Spitze in km/h 208 (200)
Normverbrauch in l (Mix) 7,6/6,0/6,6 (8,6/6,2/7,1)
CO2-Ausstoß in g/km 151 (162)

(Werte in Klammer für Version mit stufenloser Automatik, Serie Sechsgang manuell)

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Profilbild von Johannes Posch

Filme, Videospiele, Technik, Autos, Speis und Trank ... meine Interessen lesen sich wie das 1x1 der Männer-Klischees. Aber so bin ich nun mal. ;) Und das zeigt sich auch in meinem bisherigen Werdegang: Hotelfachschule, dann Videospieljournalist (übrigens bis heute: www.gamers.at), anschließend einige Jährchen bei einer Unternehmensberatung und Digital-Marketing Agentur und nun also hier, bei Alles Auto. Hier darf ich seit Mai 2015 die Geschicke von allem das "online & digital" ist lenken und gestalten ... und "nebenbei" natürlich der Redaktion mit Tests, Fahrberichten und mehr meinen Stempel aufdrücken. Und dabei bin ich natürlich auch immer für Anregungen offen. Fragen und vor allem Anregungen sind also jederzeit willkommen. :)

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