Erster Test: VW Taigo

6. April 2022
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Aktuelles

SUV-Coupés liegen voll im Trend. Ob dieses Genre Sinn macht oder gut ausschaut, kommt auf das Modell an. Der Taigo überzeugt zunächst mit seinem Preis: Da die Basisversion (für unter 22.000 Euro) aber erst Mitte nächsten Jahres kommt, kann der kleine VW aktuell nur ab der zweithöchsten Ausstattungsstufe „Life“ bestellt werden. Diese geizt nicht mit Serien-Mitgift: Matrix-LED, Spurhalte-Assistent, Digital-Cockpit (allerdings nicht besonders hochauflösend), Klimaanlage – für einen VW herzeigbar. Das Ass im Är­­mel: Be-stellt man all das als Extras beim Plattform-Bruder T- Cross dazu, ist dieser 600 Euro teurer. 

Ganz oben in der ­Preisliste gibt es noch zwei (fast) gleich teure Top-Varianten, nämlich den edlen „Style“ und die sportliche „R-Line“. Letztere verzichtet auf die großzügige Plastikbeplankung, eine Dachreling ist bei allen Varianten montiert. Als optisches Highlight fällt bei allen Versionen das durchgehende Leuchtband vorne sowie der vertikale Reflektor am Heck auf. 

 

Insgesamt scheint der Plan zu funktionieren: Neben der besseren Ausstattung bekommt man fürs gleiche Geld auch physisch mehr Auto: Im Vergleich zur Bau-Basis blieb der Radstand praktisch gleich, der Taigo ist aber flacher und länger, was einen deutlich sportlicheren Auftritt bringt. Die Größe des Kofferraums bleibt dabei auf dem hohen Niveau des T-Cross, im Fond gibt es genügend Kopffreiheit, einzig der Knieraum zeigt sich ein wenig reduziert.

In Sachen Motoren gibt es nichts Neues, es stehen die gleichen Aggregate wie bei den Geschwistern zur Verfügung. Das heißt ausschließlich konventionelle Benziner, unter denen zwei mit drei Zylindern auskommen müssen (95 und 110 PS, letz­terer optional mit Doppelkupplungsgetriebe). Der 150 PS starke Vierzylinder ist nur in Kombination mit DSG zu haben.

Auf der Straße gibt es keine Überraschungen, der Taigo fährt in klassischer VW-Manier anständig & unaufgeregt. Die mittlere Motorisierung überzeugte bei der ersten Ausfahrt als vernünftige, wenn auch etwas brummige Wahl. Erwähnenswert: Anders als bei Golf und ID.3 zeigte das Panel für die Steuerung der Klimaautomatik keine Schwächen. Kann man auf die größte Navi-Option (Aufpreis fast 2000 Euro) verzichten, bleibt sogar ein Drehregler für die Lautstärke. 

Übrigens: In Brasilien wird der Taigo bereits seit 2020 als Nivus angeboten, wird dort aber ausschließlich mit einem Ethanol-tauglichen Dreizylinder-Benziner ausgeliefert. Nun ist die Baureihe also fit für die alte Welt – im Gegensatz zum Nivus wird der europäische Taigo auch in jener gebaut, nämlich im spanischen Pamplona.

Daten & Fakten

Basispreis in € 24.290,–
Zyl./Ventile pro Zyl. 3/4
Hubraum in ccm 999
PS/kW bei U/min 95/70 bei 5000–5500
Nm bei U/min 175 bei 1600–3500
Getriebe 5-Gang, man.
L/B/H, Radst. in mm 4266/1757/1515, 2554
Kofferraum/Tank in l 455–1281 / 40
Leergewicht in kg 1220
0–100 km/h in sec 11,1
Spitze in km/h 183
WLTP-Normverbrauch in l (kombiniert) 5,4
CO2-Ausstoß in g/km 123
Basispreis in € 25.480,– (27.670,–)
Zyl./Ventile pro Zyl. 3/4
Hubraum in ccm 999
PS/kW bei U/min 110/81 bei 5500
Nm bei U/min 200 bei 2000–3000
Getriebe 6-Gang, man. (7-Gang-Doppelk.)
L/B/H, Radst. in mm 4266/1757/1515, 2554
Kofferraum/Tank in l 455–1281 / 40
Leergewicht in kg 1242 (1260)
0–100 km/h in sec 10,4 (10,9)
Spitze in km/h 191
WLTP-Normverbrauch in l (kombiniert) 5,4 (5,9)
CO2-Ausstoß in g/km 123 (133)

(Abweichende Werte in Klammer für Version mit Doppelkupplungsgetriebe)

Basispreis in € 33.010,–
Zyl./Ventile pro Zyl. 4/4
Hubraum in ccm 1498
PS/kW bei U/min 150/110 bei 5000–6000
Nm bei U/min 250 bei 1500–3500
Getriebe 7-Gang-Doppelk.
L/B/H, Radst. in mm 4266/1757/1515, 2554
Kofferraum/Tank in l 455–1281 / 40
Leergewicht in kg 1304
0–100 km/h in sec 8.3
Spitze in km/h 212
WLTP-Normverbrauch in l (kombiniert) 6,1
CO2-Ausstoß in g/km 138

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