Jaguar Land Rover baut 4500 Stellen ab

11. Januar 2019
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Aktuelles

Neben Ford startet auch Jaguar Land Rover ein strammes Sparprogramm mit klingendem Namen: Das „Charge and Accelerate“ Transformationsprogramm  soll nachhaltiges Wachstum für JLR garantieren, bedeutet aber zu aller erst einmal einen massiven Stellenabbau. Nachdem bereits 2018 1.500 Mitarbeiter abgebaut wurden, werden nun weitere 4.500 der mehr als 40.000 Stellen gestrichen, wobei Berichten der BBC zufolge vor allem Positionen in Management, Marketing und in der Administration betroffen sein sollen.

Jaguar Land Rover-Chef Ralf Speth dazu:

„Die nächste Phase dieses Transformationsprogramms beginnt mit einem freiwilligen Abfindungsprogramm in Großbritannien (…) Die jetzt getroffenen konsequenten Maßnahmen werden dazu beitragen, unsere Kosten- und Gewinnsituation zu verbessern und somit robustes, langfristiges Wachstum zu erzielen.“

Ziel der Maßnahmen ist es, innerhalb von 18 Monaten insgesamt 2,5 Milliarden Pfund einzusparen. Damit will man sich für die Turbulenzen wappnen, die durch den Abschwung der Verkäufe in China, die aktuelle Diesel-Thematik (aktuell verwenden rund 90% der verkauften JLR-Autos Diesel-Motoren) und die Gefahr eines harten Brexits auf JLR zukommen, bzw. den Konzern bereits jetzt durchbeuteln.

Dazu sei aber auch gesagt, dass JLR in der Slowakei demnächst bis zu 3000 neue Stellen für die Produktion des Land Rover Discovery schaffen wird. Zusätzlich wurden seit 2014 in China 4000 neue Arbeitskräfte eingestellt. Gerade auf der Insel sorgt eben diese Entwicklung – Aufbau überall auf der Welt, Abbau in UK – aber für Unmut. Allerdings hat das Unternehmen regelmäßig vor den möglichen, fatalen Gefahren eines harten Brexit gewarnt, bzw. leidet schon heute unter den Unsicherheiten, die die aktuelle Situation mit sich bringt. Diesen Sommer etwa wurde das Unternehmen wegen dem drohenden No-Deal auf gerade einmal 1,2 Milliarden Pfund beziffert.

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